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Die Normannen in Frankreich
Als Karl der
Große starb, zerbrach auch das riesige Frankenreich. Ideal für die
Angriffe der Wikinger. Bereits 834
griffen sie die Handelstadt Dorestad an der Rheinmündung an
und 845 wie schon oben erwähnt
die gerade gegründete Stadt Hamburg an der Elbe. Wenig später
eroberten sie Paris und verlangten ein recht üppiges Lösegeld für
die Stadt. Doch sie zogen aber immer wieder ab.
Im Jahre 885
machte sich dann "Das Große Heer" von England aus auf,
Frankreich entgültig zu besetzen. Mit 30.000 Dänen griffen sie die
mit 200 Mann schwach geschützte Stadt Paris an. Aber Paris konnte
gehalten werden. Nach 8 Monaten Belagerung der Stadt gaben die
Wikinger auf. Für Paris natürlich ein grandioser Sieg.
Doch dem
"Großen Heer" der Wikinger sollte es noch schlechter
ergehen. Nicht die Feinde, sondern Hunger und Krankheiten rafften es
schließlich 891 dahin.
Immer mehr
besiedelten vereinzelte Wikinger die Küsten Frankreichs. 911
n.Chr. überschrieb
der Frankenkönig Karl der Einfältige (Woher der wohl seinen Namen
hat?) dem Wikingerhäuptling Rollo
Ländereien in der heutigen Normandie, die seither den Namen ihrer
neuen Herren hat, den Normannen
(Nordmännern). Karl dachte sich, die würden die Franken vor
Angriffen der Wikinger aus England schützen.
Wilhelm, ein
Abkömmling Rollos, dem Wikinger, und wie einst dieser auch Herzog
der Normandie, griff im Jahre 1066
die Angelsachsen im Süden Englands, einem noch nicht von den
Wikingern besetzten Gebiet, an. Er wird in die Geschichte Englands
als Wilhelm der Eroberer
eingehen. Es gab noch ein Weilchen Streit zwischen Angelsachsen und
Normannen, aber daraus wird dann 150 Jahre später unter König
Richard I (Löwenherz) von England ein Volk werden.
In
den 150 Jahren zwischen Rollo und Wilhelm passierten erstaunliche
Dinge. Es wird etwas ruhiger im Westen Europas. Die Wikinger bauen
immer mehr Festungsanlagen in Dänemark und auch anderswo.
Gleichzeitig wird hier und da versucht, die Wikinger zu vereinen.
Und die Christianisierung der Wikinger beginnt. Die grausamen
Götter der Wikinger, allen voran Odin und Thor wurden gegen das
Kreuz der Christen eingetauscht. Norwegen wird im Jahre 995
vereint, und Knut der Große
gründete gegen 1016
das
Großdänische Nordseereich. Die Wikinger werden Könige wie auch
schon vor ihnen die Franken und bauen an dem heutigen Norden
Europas. Es gibt noch düstere Tage, so wird im Jahre 1050
die alte Stadt Haithabu von den Norwegern unter Knut
dem Harten für immer zerstört und dann für
Jahrhunderte von der Geschichte vergessen.

Die
Normannen aber fuhren weiter in den Süden an der Küste Frankreichs
und Spaniens entlang hinein ins Mittelmeer. Auf Sizilien (heute
Italien) griffen sie dann 1061
die Araber an und eroberten die Insel. Bereits vorher lieferten sie
sich Scharmützel mit dem muslimischen Cordoba im heutigen
Spanien.
Dann
wurde es ruhig um die Wikinger und sie hörten auf, als solche zu
existieren.
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