| Die Stoffe
Als Stoffe werden
Materialen bezeichnet, die nur aus einer Sorte Atome oder Moleküle oder aus einem
bestimmten Gemisch davon bestehen.
Wasserstoff
Wasserstoff ist das leichteste Gas,
das es gibt. Es ist aber auch hoch explosiv. Das macht die Sache sehr gefährlich. So
hatte man Zeppeline mit Wasserstoff gefüllt bis zum schrecklichen Unglück, bei dem der
Zeppelin Hindenburg in New York explodierte. Wasserstoff eignet sich aber auch als
Raketenbrennstoff. Ist die Temperatur enorm hoch, dann verbinden sich die Kerne
(Kernfusion) der Wasserstoffe zu neuen Atomen und Helium entsteht. Am liebsten geht
Wasserstoff Verbindungen mit Sauerstoff ein (Wasser) oder mit Kohlenstoff (Methan).
Wasserstoff ist der meist verbreitetste Stoff im Weltall.
Helium
Helium ist ein sehr leichtes Gas, leichter
als Luft, aber dennoch doppelt so schwer wie Wasserstoff. Da es nicht brennbar ist, im
Gegensatz zu Wasserstoff, benutzt man es z.B. für Ballons, damit die immer schön zum
Himmel fliegen können. Wenn man Helium einatmet, also aus einen solchen Ballon mal einen
kräftigen Zug nimmt, dann bekommt man eine Micky-Maus-Stimme. Klingt recht lustig. Helium
ist nicht giftig, dennoch sollte man es nicht zu oft einatmen. Helium gehört zu den
Edelgasen, d.h. es geht keine atomare Verbindung mit anderen Stoffen ein. Helium wird erst
bei -270° C flüssig.
Sauerstoff
Sauerstoff ist ebenfalls ein Gas,
das für uns zum Atmen sehr wichtig ist. Wenn man z.B. kaum noch Luft bekommt, dann
deshalb, weil die Lungen keinen Sauerstoff mehr einatmen können. In einem geschlossenen
Raum kann man den Sauerstoff schnell verbrauchen, so dass man erstickt. Auch Feuer braucht
Sauerstoff. Will man Feuer ersticken, muss man dem den Sauerstoff entziehen, dies geht
z.B. mit Wasser, Sand oder auch einer Decke, die größer ist als das Feuer.
Stickstoff
Stickstoff ist ebenfalls ein Gas.
Allerdings brennt es nicht wie Sauerstoff und kann von Menschen und Tieren nur in
Zusammenhang mit Sauerstoff eingeatmet werden. Stickstoff gibt es in Verbindung mit
Sauerstoff als "Lachgas", das früher bei Zahnärzten benutzt
wurde, weil es schmerzunempfindlich macht. In Verbindung mit Wasserstoff wird es Ammoniak.
Daraus wird Düngemittel oder gar Brennstoff gemacht.
Kohlenstoff
Aus Kohlenstoff besteht allerlei. Je
nachdem, wie die Kohlenstoffatome zusammengewachsen oder wie stark sie zusammengedrückt sind,
gibt es Grafit (das ist z.B. in Bleistiftminen), Kohle oder sogar Diamanten. Die Diamantform von
Kohlenstoff ist am seltesten. Interessanterweise sind Diamanten nicht stabil, sie zerfallen bei
normalem Druck zu Grafit. Das geht aber sehr sehr langsam, so dass es sich trotzdem lohnt,
sich einen schönen Diamanten zu kaufen, wenn man sehr viel Spaß daran hat.
Alle Lebewesen, Menschen, Tiere und Pflanzen, enthalten Kohlenstoffatome als wesentlichen Baustoff.
Auch Benzin ist ein Gemisch aus vielen Molekülen verschiedener Sorte,
in denen sehr viel Kohlenstoff und Wasserstoff enthalten ist. Allgemein nennt man diese Verbindungen
Kohlenwasserstoffe.
Schwefel
Schwefel ist ein brennbarer
pulveriger Stoff. Er kann allerlei Farben annehmen, wenn man ihn mit etwas mischt oder
erhitzt. Bei ca. +113° C schmilzt Schwefel und wird zähflüssig.
Bei ca. +445 °C verdampft Schwefel. Da sich Schwefel sehr leicht durch Reibung
entzündet, wurden lange Zeit Streichhölzer (Schwefelhölzer) aus Schwefel hergestellt.
Schwefel verbindet sich mit anderen Stoffen zu Sulfaten. Es kann daher
auch in gasförmigen (Schwefeldämpfe), flüssigen (z.B.: Schwefelsäure) oder in festen
(Gestein wie Eisensulfid) Verbindungen existieren. Schwefel befindet sich auch in der
Eierschale. Wenn man zum Eier essen einen Silberlöffel benutzt, kommt es zu einer
Reaktion und das Ei schmeckt ganz komisch.
Eisen
Eisen kennst du ja, das ist ein
Metall. Nicht alles Metall ist gleich Eisen, z.B. Silber oder Gold. Eisen ist sehr schwer,
besonders wenn es große Eisenklötze sind, z.B. Eisenbahnschienen. Eisen rostet sehr
leicht, wenn Sauerstoff hinzukommt, und wird dann rötlich bis braun. Eisen lässt sich
nur unter hoher Hitze (1536°C) schmelzen oder gasförmig (2750°C) machen. Damit es nicht
so schnell rostet oder sich zu leicht verbiegt, wird es in Schmelzöfen mit Kohlenstoff
und Nickel zu Stahl zusammengekocht.
Nickel
Nickel ist ein silberweißes, leicht
biegsames Schwermetall. Da es nicht mit Sauerstoff reagiert, also nicht rostet, wird es
für die Gewinnung von Stahl genutzt. Es befindet sich zusammen mit Eisen im Planetenkern
der Erde.
Natrium
Natrium ist ebenfalls ein Metall,
aber es ist an der Luft schnell entzündbar, so dass man deshalb kaum Natrium zu Gesicht
bekommt. In Verbindung mit Chlor, das z.B. in Badeanstalten eingesetzt wird, um das Wasser
vor Bakterien zu schützen, kann man Natriumchlorid herstellen. Diese Bezeichnung steht
für nichts anderes als Kochsalz.
Silicium
Silicium gibt es in verschiedensten
Arten. Vor allem Steine sind Verbindungen aus Silicium und anderen Stoffen, daher nennt man
diese Verbindungen auch Silikate. Aus Silicium kann man auch Computerchips
herstellen. Zusammen mit Sauerstoff wird aus Silicium Quarz. Mit
zusätzlich ein wenig Wasser verbunden, wird ein Opal
(Edelstein) daraus. Um Silicium flüssig zu kriegen, braucht man 1410 °C.
Magnesium
Magnesium ist ein silberglänzendes
Metall. Wenn es verbrennt, dann entsteht ein sehr helles Licht, weshalb es z.B. für
Feuerwerkskörper wie Sylvester-Raketen eingesetzt wird.
Die chemischen Verbindungen
oder Moleküle
Verbinden sich mehrere gleiche oder verschiedene
Atome, so nennt man das Moleküle. Beim Wasser zum Beispiel sind zwei Wasserstoffatome und ein Sauerstoffatom
miteinander verbunden. Neue nützliche Molekülverbindungen zu finden, ist von jeher die hohe Kunst der Chemie.
Einfach nur locker zusammengewürfelte Atome oder Moleküle der verschiedensten Sorten nennt man Gemische.
Luft ist zum Beispiel ein solches Gemisch aus Atomen und Molekülen.
Luft
Schöne saubere Luft ist ein Gemisch aus vielen verschiedenen
Molekülen und Atomen. Der hauptsächliche Anteil an der Luft ist Stickstoff (78 % des Volumens).
Danach kommt als Zweithäufigstes Sauerstoff (21 % des Volumens).
Beide Stoffe liegen in der Luft als Moleküle vor aus
jeweils zwei miteinander gebundenen Atomen Stickstoff oder eben Sauerstoff. Der kleine Rest
(zusammen nur 1% des Volumens) verteilt sich auf Kohlendioxid,
Edelgase und Wasser. Wasser kommt in Form von Wasserdampf
(Luftfeuchtigkeit) in der Luft vor oder bei
trockener Luft eben gar nicht.
Bis auf die Edelgases sind alle genannten Stoffe Moleküle.
Dass die Edelgase vorzugsweise keine Verbindung zu Molekülen eingehen, liegt an ihrem Atombau,
der in gewisser Weise perfekt ist. Deshalb der schöne Name. Luft ist bei üblichen Temperaturen
ein Gas und deshalb sicher leichter als Wasser.
Eine Luftmatratze schwimmt auf dem Wasser, aber dies nur, wenn sie
aufgeblasen ist. Würde man die Luft aus der Luftmatratze rauslassen, dann würde sie im
Wasser untergehen.
Warme Luft steigt nach oben, kalte
nach unten. Das wird z.B. bei Heißluftballons genutzt, wobei die Luft im Ballon erhitzt
wird und der Ballon dadurch aufsteigt. Unsere Atmosphäre ist voll von Luft, aber je
höher man in den Himmel kommt, desto weniger Sauerstoff ist in der Luft enthalten, den
wir aber zum Atmen brauchen. Deshalb wird in Flugzeugen, die bis zu 11 km hoch fliegen,
eine künstliche Atmosphäre hergestellt, damit die Passagiere nicht ersticken oder alle Sauerstoffmasken
tragen müssen, was sehr unbequem wäre und die Urlaubsreise sicher verdirbt.
Du hast vielleicht schon mal beobachtet, dass Piloten von Militärjets
Sauerstoffmasken tragen. Bei diesen Flugzeugen spart man den Aufwand nur für einen oder
zwei Piloten eine künstliche Atmosphäre herzustellen.
Wasser
Wasser besteht aus zwei Teilen
Wasserstoff und einem Teil Sauerstoff.
Es ist eine
Verbindung aus diesen Atomen. Unter normalem Druck auf Meeresspiegelniveau gefriert Wasser
bei 0° C, bei 100° kocht oder siedet es. Sieden bedeutet,
dass der Druck des Wasserdampfes genauso groß ist, wie der Druck der umgebenden Luft.
Deshalb bildet sich nicht nur an der Wasseroberfläche Wasserdampf, sondern sogar
im Inneren der Flüssigkeit. Daher die vielen Blasen im Wasser, wenn es siedet. Die Blasen
bestehen also nicht aus Luft, sondern aus Wasserdampf.
Über das Verdampfen will ich aber auch noch etwas mehr
erzählen: Wasser wie auch andere Flüssigkeiten
verdampfen nicht nur, wenn sie sieden. Du brauchst nur ein Schale mit Wasser lange stehen zu lassen,
dann trocknet die Pfütze in der Schale, umso schneller, je wärmer es ist.
Dabei passiert Folgendes: Die Moleküle des Wasser bewegen sich ganz unregelmäßig in
alle möglichen Richtungen und mit allen möglichen Geschwindigkeiten, schnell und weniger schnell.
Dies hatten wir oben auf der Seite bei der Erklärung der Temperatur in einem Gas schon mal erwähnt.
Also auch in einer Flüssigkeit bedeutet eine höhere Temperatur, dass sich die Moleküle
durchschnittlich schneller bewegen.
Wegen diesen Gewimmels gibt es an der Wasseroberfläche deshalb immer ein paar Wassermoleküle,
die so schnell sind, dass sie aus der Wasserpfütze entweichen können und durch die Luft fliegen.
Viele fallen wieder ins Wasser zurück, manchen aber gelingt es, sich auf und davon zu machen.
Man sagt, dass Wasser verdunstet.
Ein Glück, dass es diesen Vorgang gibt, sonst könnten wir zum Beispiel
unsere Wäsche nicht trocknen.
Je wärmer es ist desto mehr Wassermoleküle können für immer entweichen, die Wäsche trocknet dann schneller. Macht man das Wasser
zusätzlich künstlich warm, so können sogar kleinste Wassertröpfchen
aus der Wasseroberfläche ausbrechen. Das Wasser fängt an zu dampfen.
Dampf besteht also aus winzigen Tröpfchen von Wasser. Bestimmt hast du schon mal den Dampf über Deinem
heißen Tee oder beim Nudelkochen beobachtet. Du siehst diesen Dampf zum Beispiel auch als Wolken am Himmel.
Dampf ist also kein gasförmiges Wasser sondern besteht eigentlich aus schwebenden Wassertröpfchen.
Wasserdampf ist demgegenüber gasförmiges Wasser und sogar unsichtbar.
Und da fällt mir auch noch etwas ein, was mit dem Verdunsten und dem Dampfen zusammenhängt: wenn aus dem Gewimmel verschieden
schneller Moleküle im Wasser sich immer gerade die davonstehlen, die besonders schnell sind,
dann verbleiben vorwiegend die langsamen Wassermoleküle in der Pfütze. Die
mittlere oder durchschnittliche Geschwindigkeit der Wassermoleküle in der Pfütze wird
dadurch natürlich kleiner, dass Wasser ist
also nicht mehr so warm.
Wasser kühlt sich beim Verdunsten oder Verdampfen also ab.
Das ist oft ein nützlicher Effekt. Dein Körper nutzt ihn beim Schwitzen aus,
um seine Temperatur zu regeln.
Wenn du dich sehr anstrengst, dann erzeugen deine Muskeln eine Menge Wärme. Damit du kein Fieber kriegst,
bildet dein Körper Schweiß auf der Haut, der zu verdunsten beginnt und deine Haut angenehm kühlt.
Wasser gibt es auf der Erde in flüssiger Form in den Meeren, Seen und
Flüssen und den Wolken, in fester Form in den Eisbergen, Polkappen und Gletschern
und in gasförmiger Form in der Luft. Zwar besteht Wasser auch
aus Sauerstoff, aber da ist der Sauerstoff fest mit Wasserstoff
verbunden, und schwirrt nicht einfach im Wasser herum. Deshalb können die Landtiere und die Menschen
nicht im Wasser atmen. Aber wie ist es mit den Fischen? Gerade hast du erfahren, dass Wasser verdunstet, also
die Wassermoleküle über die Wasseroberfläche entfliehen. Genauso können auch ein paar
Luftmoleküle in das Wasser eindringen. Man sagt dann, dass die Luft im Wasser gelöst wird.
Also befindet sich auch Sauerstoff in gelöster Form im Wasser. Und diesen nutzen die Fische zum Atmen.
Landtiere und Menschen haben Lungen, die diesen Sauerstoff nicht aus
dem Wasser aufnehmen können. Fische und andere Tiere, die unter Wasser leben, haben speziell angepasste
Lungen oder andere Organe, die in der Lage sind, den Sauerstoff auch aus dem Wasser in ausreichender Menge
aufzunehmen.
Dass Gase in Wasser gelöst sein können, weist du eigentlich von der Sprudelflache her. Damit Sprudel
frisch und etwas sauer schmeckt, wird dem Mineralwasser Kohlensäure zugesetzt. Die Kohlensäure
zerfällt zum weitaus größten Teil in Wasser und das Gas Kohlendioxid, das dann
im Wasser gelöst ist.
Bei hohem Druck und tiefen Temperaturen kann viel Kohlendioxid im Wasser gelöst werden.
Wenn du also eine Sprudelflasche öffnest, die unter Druck steht,
dann fällt der Druck und das gelöste Kohlendioxid entweicht unter Blasenbildung.
Die Flasche sprudelt, weil der Druck kleiner wird.
Wenn ein Glas Sprudel lange in der Sonne steht, bilden sich weitere Kohlendioxidblasen,
die oft am Glas festhängen, so dass du sie bestimmt schon mal gesehen hast.
Also muss die Fähigkeit des Wasser, Gas zu lösen, mit zunehmender Temperatur, die Sonne hat das
Mineralwasser erwärmt, geringer werden.
Damit hängt zusammen, dass es in kalten Gewässern meistens mehr Fische gibt als in warmen. Es ist dort
leichter, genügend Sauerstoff zum Atmen zu finden.
Felsmaterial, Erde, Sand
Felsmaterial ist eine Mischung aus
Silizium und anderen Stoffen. Es gibt es in jeder Größe, vom kleinen Staubkorn, über
Sand bis hin zu riesigen Bergen. Interessant, wenn man Sand im Hochofen zum schmelzen
bringt, kann man daraus Glas herstellen. Glas ist nicht fest, sondern nur
extrem zähflüssig, eben nur fast fest. 100 Jahre alte Fensterscheiben enthalten kleine
Blasen und man sieht darin deutlich, wie das Glas so langsam aber sicher nach unten
geflossen ist. Aus Vulkanen auf der Erde kommt flüssiges Gestein in Form von Lava
heraus. Felsmaterial, das Metalle enthält, nennt man Erz.
Kohlenmonoxid
und
Kohlendioxid
Sauerstoff verbindet sich mit
Kohlenstoff. Da gibt es dann verschiedene Verbindungen. Aus zwei Teilen Kohlenstoff und einem
Teil Sauerstoff entsteht Kohlendioxid. Das ist ein Gas, das wir ausatmen und die Pflanzen
"einatmen". Wenn man etwas verbrennt, dann entsteht neben Kohlendioxid eine Verbindung,
in dem gleich viel Sauerstoff und Kohlenstoff ist und das sehr giftig für uns ist, Kohlenmonoxid. Bei
-78° C gefriert Kohlendioxid zu "Trockeneis". Trockeneis
benutzt man, um Dinge lange einzufrieren.
Ozon
Sauerstoff kann sich auf atomarer
Ebene auch mit sich selbst verbinden. So ergibt eine Verbindung von 3 Sauerstoffatomen das
Ozon. Die Ozonschicht in unserer Atmosphäre schützt uns vor der
gefährlichen Sonnenstrahlung.
Ethan
Ethan, oder Äthan, ist ein
farbloses und geruchloses Gas aus einer Verbindung von Kohlenstoff und Wasserstoff. In
Verbindung mit Sauerstoff wird es zu Ethanol oder, wie man auch sagt, Alkohol.
Methan
Ist ebenfalls ein
Gas aus Kohlenstoff und Wasserstoff. Wenn es brennt, gibt es eine bläuliche Flamme. Es
entsteht z.B. in Sümpfen aber auch beim Verdauungsprozess (Biogas) bei
Menschen und Tieren. Das was man riecht, wenn einer einen fahren lässt, ist Methan.
Methan ist giftig. Früher hatten die Menschen einfach Gruben gegraben und ein Herzhäuschen
drauf gestellt. Wer durch die Klobrille in die Grube fiel, konnte schnell ersticken.
Methan kommt auch in großen Mengen als Erdgas vor.
Der Druck
Gewicht
Gase wie auch Flüssigkeiten haben
ein Gewicht. So wiegt 1 Liter Wasser auf der Erde etwa genau 1 Kilopont (kp), das passt prima in
einen Luftballon rein, wenn man die allseits gefürchteten Wasserbomben bauen will.
Dennoch wiegt das bereits ordentlich. In einem Eimer Wasser sind ca. 10 Liter enthalten,
der ist dann schon ziemlich schwer. Nehme ich das Wasser heraus, dann wiegt der Eimer fast
gar nichts? Falsch, auch die Luft darin wiegt. Da aber auch rundherum um den Eimer Luft ist,
spielt das Gewicht der Luft im Eimer keine Rolle. Sie wird von der umgebenden Luft getragen.
Genauso würde ein Eimer voll Wasser unter Wasser sich in etwa nur noch so schwer anfühlen,
wie der leere Eimer über Wasser. Du kannst das mal mit dem Zahnputzbecher voll Wasser in der
Badewanne ausprobieren. Der Becher voll Wasser fühlt sich über Wasser viel schwerer an als
unter Wasser.
Luft wiegt natürlich nicht viel wie Wasser, sie ist etwa 1000 mal leichter.
Atmosphäre
Schwerer als Luft
ist z.B. Kohlendioxid. Und je dicker die Atmosphäre ist, desto mehr Gewicht
lastet auf einem Spaziergänger auf einem solchen Planeten. Der Druck in der Atmosphäre
der Venus ist 90mal so stark wie auf der Erde. Das entspricht auf der Erde einem Druck, wie er
in 900 Meter Wassertiefe im Ozean angetroffen wird.
Bedeutet das, dass ein Astronaut bereits bei der Landung auf der Venus
so platt wie Pfannenkuchen gedrückt würde?
Das nun gerade nicht, denn der Druck wirkt von allen Seiten und auch im Inneren des
Körpers des Astronauten. Man bekommt auch keine Plattfüße, wenn man oft
die Füße tief ins Wasser baumeln lässt.
Der Astronaut aber könnte ohne Druckkabine nicht überleben.
Die chemischen und biologischen Vorgänge in unserem Körper funktionieren
bei so hohen Drücken nicht mehr so wie gewohnt. Zum Beispiel würde das Blut
in der Lunge nicht mehr die passende Menge Sauerstoff aus der Atemluft, die hätte der Astronaut
vorsorglich in Druckflaschen dabei, aufnehmen können. Also müsste der Astronaut
in einem druckfesten Fahrzeug bleiben, wenn er die Venus erkunden wollte. Ganz ähnlich
einem U-Boot, das für Tauchfahrten in große Meerestiefen auf der Erde vorgesehen ist.
Es ist interessant, dass manche Tiere solche Druckunterschiede vertragen können. Wale leben
meistens an der Wasseroberfläche, sie atmen ja mit Lungen wie wir. Manche Wale können aber
auch bis zu 1000 Metern tief tauchen und stundenlang die Luft anhalten.
Dort unten herrscht dann ein etwa 100mal höherer Druck als
an der Wasseroberfläche. Ich weiss nicht, wie er das macht.
Nur ist sicher, dass wir Menschen das nicht können.
Deshalb können Taucher auch nicht so ohne
weiteres auf den Meeresgrund tauchen. Zumindestens beim Auftauchen müssen sie sehr vorsichtig sein und
es ganz langsam machen.
Oben und
Unten
Leichtere Flüssigkeiten
schwimmen oben, sowie das Öl, das leichter ist als Wasser. Leichtere
Gase steigen nach oben. Ein Ballon mit Helium gefüllt ist leichter als dieselbe
Menge Luft, daher steigt er in den Himmel. Ist ein Gas kälter, ist es schwerer als wenn
man es erwärmt.
Diese unterschiedlichen
Druckzustände sorgen für das Wetter auf den Planeten. Der Druck auf die
Flüssigkeiten sorgt aber auch unter der Oberfläche für vulkanische Aktivitäten.
Sobald die Flüssigkeit ein Loch zum Entweichen findet, spritzt sie heraus.
Wärme durch
Druck
Wenn man Luft zusammendrückt, etwa
in einer Luftpumpe, dann wird sie warm. Je mehr also ein Gas zusammengedrückt wird, desto
wärmer wird es.
Die
Reaktionen
Zwischen den Stoffen kommt es zu
allerhand Reaktionen
Hitze und Kälte
Diese Reaktionen sind eigentlich
sehr einfach zu erklären, wenn man sich die Atome als kleine Kügelchen vorstellt. Wärme
und Kälte ist eine Frage der Bewegung dieser Kügelchen. Wenn sie sich
äußerst heftig bewegen, dann ist der Stoff heiß und oft auch gasförmig.
Wenn sie sich hingegen nur wenig bewegen,
dann ist der Stoff kalt und meistens fest. Erhitzen heißt also
nichts Anderes, als die Atome in Bewegung zu versetzen.
Wenn sich die Atome in einem Gas schnell bewegen, stoßen sie auch oft mit anderen zusammen.
So ein Stoß ist die Voraussetzung, dass eine chemische Reaktion zwischen den Atomen stattfinden kann.
In warmen Gasen laufen deshalb chemische Reaktionen meistens leichter und schneller ab als in kalten Gasen, die Stöße
kommen in einem warmen Gas einfach viel häufiger vor. Durch chemische Reaktionen kann Energie freigesetzt werden, typisch ist das für die chemischen Reaktionen, die in einem Feuer bei der Verbrennung vorkommen. Die Energiefreisetzung bei chemischen Reaktionen kommt alleine daher, dass die Elektronen in den beteiligten Molekülen umgeordnet werden. Nebenbei bemerkt: die Wärme, die die Sonne abstrahlt, kommt nicht durch ein gewöhnliches Feuer zustande. Das würde viel zu wenig Energie freisetzen, die Sonne wäre schon längst verlöscht. Du hast vielleicht schon mal gehört, dass in der Sonne Wasserstoffatome zu Heliumatomen verschmolzen werden. Mann nennt diesen Vorgang Kernfusion. Die Energie rührt also nicht daher, dass die Elektronenhüllen der Atome sondern die Atomkerne selbst umgeordnet werden. Außerdem ist es auf der Sonne so heiß, dass die Elektronen sich ohnehin von den
Atomkernen gelöst haben und frei beweglich wie ein eigenes Gas umherschwirren.
Übrigens, wenn das kälteste
Kalt der Zustand ist, bei dem sich die Atome nicht mehr bewegen können, kann es
ja nicht kälter werden. Man weiß sogar, welche Temperatur das ist: -273,15 °C. Diesen
Tiefpunkt an Kälte misst man auch in Kelvin (K) und dann ist es eben 0 K. Kälter kann es nirgendwo sein, auch im Weltall nicht. Tatsächlich ist es heute im Weltall überall etwas wärmer, etwa 3 K. Diese Restwärme soll noch von der Entstehung des Weltalls herrühren, der Rest an Wärme, die beim Urknall freigeworden sein soll. Da sich das Weltall immer noch ausdehnt, kühlt es sich ganz langsam immer noch weiter ab.
Ein heißestes
Heiß gibt es hingegen nicht, hier besteht nach unseren heutigen Vorstellungen keine Grenze.
Explosionen
Viele feste und flüssige Stoffe werden,
wenn sie chemisch reagieren nicht nur heiß sondern auch gasförmig. Ein heißes Gas braucht aber viel
mehr Platz als ein fester oder flüssiger Stoff. Das kann
man vorsichtig beobachten, wenn Wasser in einem Topf zum Kochen gebracht wird. Es entsteht jede Menge
Wasserdampf, der schon ungefähr tausend mal weniger dicht als Wasser ist und deshalb entsprechend viel
Platz braucht. Wenn man nun den Deckel dicht darauf lassen würde, so dass der
Wasserdampf nicht entweichen kann, dann steigt der Druck mächtig an, bis im schlimmsten Fall
einem der Topf und das Wasser um die Ohren fliegen. Es kommt zu einer Explosion. Bei einer
Explosion muss also nicht unbedingt Feuer entstehen.
Manche chemische Reaktionen laufen sehr schnell ab, und setzen anders als unser Wasserexperiment, bei dem wir Wärme zuführen müssen um den Dampf zu erzeugen, auch noch eine große Menge Wärme frei. Dann kommt es bei der Ausdehnung zu einer viel stärkeren Explosion und einer sehr heftigen Druckwelle.
Verbrennt man etwas, gibt es meist
eine Flamme. Das ist das sichtbare Zeichen einer chemischen Reaktion, bei der viel Wärme frei wird.
Die Flamme leuchtet, weil die an der Reaktion beteiligten Stoffe sehr
heiß werden. Würde man diese Flamme daran hindern sich auszubreiten,
also etwas Brennbares wie Schwarzpulver fest in ein Eisenrohr
einschließen, dann kommt es zu einer gewaltigen Explosion, weil die verbrannten Stoffe Platz
brauchen, sehr viel Platz.
Kernfusion
Unter einer Kernfusion versteht man
das Verschmelzen von zwei oder mehreren Atomen zu einem neuen Atom. Dieser Vorgang verlangt
eine ungeheure Hitze und Druck wie sie z.B. auf der Sonne herrschen. Dort werden Wasserstoffatome
zu Heliumatomen zusammengeschmolzen. Die Sonne wird so, wie wir sie heute kennen, noch sehr lange scheinen.
Solange, wie es noch genügend Wasserstoff auf der Sonne gibt, der sich zu Helium verschmelzen lässt. Danach wird die Sonne sich etwas zusammenziehen und noch
heißer, so heiß, dass auch die Heliumatome zu anderen Elementen verschmolzen werden.
Damals
Früher glaubte man, alle Dinge seien aus vier
Elementen zusammengesetzt:
Feuer, Wasser,
Erde und Luft
Das, was alles zusammenhält, so
glaubte man, sei der Geist.
Die Leute, die sich mit solchen
Mischungen beschäftigten, nannte man Alchemisten, was mehr mit Zauberei
und Magie zu tun haben sollte. Heute trennt man deutlich zwischen Zauberern,
die aufgrund ihres Wissens Kunststücke vorführen und Chemikern, die das
ganze wissenschaftlich untersuchen.
Die Griechen erkannten sehr früh,
dass alles aus Atomen (kleinste "unzerteilbare" Teilchen) besteht, auch Feuer,
Wasser, Erde und Luft. Es sollte aber noch lange dauern, bis man sich mit der Vorstellung
von den Atomen anfreunden konnte.
Heute
Heutzutage werden auch diese Atome
zerlegt (Atomphysik), in einen Atomkern, der aus Protonen und Neutronen besteht, und eine Atomhülle,
die aus einem oder vielen Elektronen gebildet wird, die viel kleiner sind als die Protonen und Neutronen.
Eine einfache, aber ganz gute Vorstellung von einem Atom ist, es sich wie ein kleines
Mini-Sonnensystem vorzustellen.
Man nennt alle diese genannte Teilchen zusammenfassend
Elementarteilchen. Mittlerweile hat man aber noch viele solche Teilchen entdeckt, wie z.B. die Neutrinos und wie sie noch alle
heißen. So viele haben die Physiker in ihren Experimenten und Theorien
identifiziert, dass der Ausdruck Elementarteilchen gar nicht mehr richtig passte und man sich überlegte, ob nicht z.B. die Protonen und Neutronen selbst wieder aus noch kleineren Teilchen zusammengesetzt sind. In einer Theorie, die heute weitgehend akzeptiert ist, werden diese Teilchen Quarks genannt.
Die Stoffe unterscheiden sich in der
Anzahl ihrer Protonen. Wasserstoff hat z.B. nur ein Proton, Helium hingegen hat zwei. Nun
wird sicher klar, warum aus zwei Wasserstoff-Atomen bei einer Kernfusion ein Heliumatom
wird. 1+1=2.
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