| Die Größe
und Umdrehung Die Erde ist im Durchmesser in etwa 4 mal
größer als der Mond. Aber so klein im Verhältnis zu seinem Planeten ist er dann nun
auch wieder nicht. Er ist im gemessen an den anderen Monden im Verhältnis zu seinem
Planeten ziemlich groß, so groß, dass man lange glaubte, der Mond war selbst einmal ein
Planet. Vor der Entdeckung des Plutomondes Charon dachte man sogar, unser Mond sei
gemessen zu seinem Planeten der größte Mond unseres Sonnensystemes.
Der Mond dreht sich fast so schnell
um sich selbst, wie er sich um die Erde dreht. Das führt dazu, dass er der Erde
immer die selbe Seite von sich zeigt. Erst als die Menschen die erste Weltraumsonde
(Luna 2, 1959) um den Mond geschickt hatten, konnten sie sehen, wie eigentlich die
Rückseite des Mondes aussieht.
Hier kannst du dir eine Simulation ansehen, wie der Mond
um die Erde und die Erde um die Sonne kreist.
Woraus
besteht der Mond?
Das Innere des
Mondes ist teils fest, teils flüssig. Der Mond besteht aus Gestein und enthält auch
Eisen, Aluminium und Magnesium.
Die stark verkraterte Oberfläche
wurde vor Urzeiten von Lava überflutet. Der Großteil des Mondes ist mit Geröll in der
Größe von feinem Staub und Mondsteinen bis zu 80 cm bedeckt. Die dunklen Flächen auf
dem Mond sind riesige Einschlagkrater. Am Südpol des Mondes befindet
sich der größte Einschlagkrater, der in unserem Sonnensystem bekannt ist. In tieferen
Kratern an den Polen des Mondes soll es sogar Wassereis geben.
Der Mond hat keine
Atmosphäre.
Auf dem Mond herrschen Temperaturen
von +120°C am Tag bis zu -130°C in der Nacht.
Die
Umlaufzeit und Mondphasen
Der Mond braucht 29,5 Tage, um
einmal um die Erde zu kreisen. Dabei entfernt er sich jedes Jahr um ca. 4 cm (gut zwei
Finger breit) von der Erde.
Wie Du ja weißt, sieht der Mond
immer mal anders aus. Das hat einen guten Grund:
Weil der Mond um die Erde kreist,
ist er manchmal ganz, halb oder auch fast gar
nicht zu sehen. Das unterschiedliche Aussehen liegt daran, dass die Sonne ihn,
von der Erde aus gesehen, verschieden beleuchtet.

Wenn der Mond fast zwischen Erde und
Sonne steht, dann ist es Neumond, man sieht ihn kaum. Steht er hinter der
Erde, ist er ganz zu sehen, dann ist Vollmond. Dieses unterschiedliche
Aussehen nennt man Mondphasen.
Es gibt zwei besondere Fälle bei
den Mondphasen. Die erste ist, wenn die Erde genau zwischen der Sonne und dem
Mond steht und dadurch der Mond im Schatten der Erde liegt. Diesen Fall nennt man Mondfinsternis.

Der zweite spezielle Fall ist, wenn
der Mond genau zwischen Sonne und Erde steht. Dabei verdeckt der Mond die Sonne ganz und
wirft einen kleinen Schatten auf die Erde. Bei einem solchen sehr seltenen Ereignis
spricht man von einer Sonnenfinsternis.
Unser Mond ist gerade groß genug,
dass er die Sonne exakt verdecken kann. In diesem Fall spricht man von einer totalen
Sonnenfinsternis. Und was erstaunlich ist, nur bei unserem Mond und sonst keinem
anderen Mond in unserem Sonnensystem ist eine totale Sonnenfinsternis möglich.
Ein
"Erdaufgang" am Himmel des Mondes
Das war aus der Sicht der Erde, aber
was ist, wenn man auf dem Mond steht und am Himmel die Erde "aufgeht"?

Das sieht schon eigenartig aus. Auf
dem Mond ist alles umgekehrt. Am Boden, das ist der Mond, und am Horizont
"scheint" die Erde. Die Sonne steht ganz oben am Himmel und erleuchtet nur die
obere Seite der Erde. An der unteren Halbkugel der Erde ist es gerade Nacht und auf der
oberen ist Tag.
Die
Gezeiten: Ebbe und Flut
In Norddeutschland sagt man zu den
Gezeiten auch "Tiden". Bei Flut steigt das
Wasser und bei Ebbe zieht es sich zurück. Ganze Landstriche werden dann
vom Wasser freigegeben, wie das Wattenmeer an der Nordseeküste. Daran ist der Mond
schuld.
Seine Schwerkraft
zieht und drückt an der Erde. Sie hebt den Meeresspiegel an der Seite wo der Mond steht,
weil die Schwerkraft des Mondes das Wasser anzieht, aber sie drückt es
gleichzeitig auf der anderen Seite der Erde wieder weg.
Weil die Erde sich um sich selbst
dreht, "wandern" scheinbar dann diese Wasserberge. Zwischen den Wasserbergen
wird das Wasser durch die Wasserberge (Flut) weggezogen. Dort ist dann Ebbe.
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Den Gezeitenwechsel
kann man sich selbst ausrechnen: Bei 2 Wasserbergen gibt es 4
Stellen, an denen sich Ebbe und Flut abwechseln. Wenn die Erde sich in knapp 24
Stunden um sich selbst dreht, dann sind das 24 : 4 = 6
Stunden, die Ebbe und Flut zum Abwechseln brauchen. |
Die Mondlandungen
Im Jahr 1969 landeten die Amerikaner
mit einer kleinen Raumfähre (Apollo 11) auf dem Mond. Wie du sehen
kannst, kann man zwar auf dem Mond herumspazieren, aber man muss dazu schon einen
speziellen Weltraumanzug tragen.
Mittlerweile hatten die Amerikaner
auch schon ein Mondauto zum Mond geschickt und sind damit auf dem Mond
herum gefahren.
Allerdings sind Flüge zum Mond enorm
teuer. So hatte man dann diese Flüge erst einmal (1972) eingestellt, nachdem man
alles über den Mond dann wußte, was man wissen wollte.
Woher kommt
der Mond eigentlich?
Lange Zeit stritten sich die
Wissenschaftler, ob der Mond von der Erde nun eingefangen oder als ein riesiges
Stück aus der Erde abgebrochen war. Dieser Streit ließ sich nicht schlichten, und so
beschloss man wohl mehr aus Spaß in den 70er Jahren, dass der Mond gar nicht existiert,
weil er gar nicht entstanden sein konnte. Keine der Erklärungen war nämlich in der Lage,
die Entstehung des Mondes wirklich zu erklären.
Heute geht man davon aus, dass ein
Himmelskörper so groß wie der Mars die Erde traf. Dabei zerbrach er in viele kleine
Stücke und auch etwas von der Erde brach ab. Das Bruchmaterial drehte sich um sich selbst
und umkreiste dann die Erde. Dabei wurde es langsam aber sicher zu unserem Mond
zusammengedrückt.
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