Blinde Kuh Weihnachtstombola 2000

 

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Geschichte: Der dreifache Weihnachtsmann

Freitag, 22. Dezember 2000 - 16:08
Beitrag von Moritz Jähde (9) aus Rotenburg/Fulda

 

Der dreifache Weihnachtsmann

Es war kurz vor Heiligabend, im Himmel herrschte das totale Chaos. Überall hörte man nur eins, nämlich: "Hast du es schon gehört, der Weihnachtsmann ist krank, usw." Außerdem sah man überall Plakate, auf denen stand: "Weihnachtsmann gesucht!!! Bitte im Himmelsrathaus melden."  Doch nur wenige meldeten sich, aber von ihnen war keiner für den Weihnachtsmannposten geeignet.

Der 24. Dezember rückte immer näher und immer noch war kein Weihnachtsmann gefunden. Die Drillinge Max, Moritz und Marie wollten sehr gerne Weihnachtsmann sein (sie waren acht Jahre). Doch als sie sich im Himmelsrathaus meldeten, sagte der Mann, bei dem man sich anmelden sollte, nur: "Ihr seid noch viel zu klein. Geht wieder spielen," und führte sie, ehe sie widersprechen konnten, hinaus.

Max und Moritz wollten die Hoffnung, einmal Weihnachtsmann zu sein, schon aufgeben, als Marie rief: "Ich hab's. Könnten wir uns nicht übereinander stellen? (das konnten sie sehr gut), einen langen Mantel anziehen und ihn so zuknöpfen, dass man nur den Kopf des Oberen sieht, das bist dann Du Max, Du hast den erwachsensten Kopf. Natürlich müssen wir dich ein bisschen schminken. Außerdem müssen wir uns ein paar Kissen um den Bauch binden. Dann sehen wir wie ein Erwachsener aus. Am Anfang hatten Moritz und Max zwar ihre Zweifel, aber zum Schluss konnte Marie sie überzeugen.

Am 23. Dezember um elf Uhr zwanzig standen sie verkleidet als Erwachsener vor dem Himmelsrathaus. Sie zählten bis drei und gingen hinein. Erst wurden sie zu den Leuten geschickt, bei denen es sich der Himmelsrat (H.-Rat) noch einmal überlegen wollte und schließlich als Weihnachtsmann für dieses Jahr ernannt. Sie waren so glücklich, dass sie fast umfielen vor Freude. Zum Glück konnten sie sich noch ausbalancieren. Der H.-Rat teilte ihnen ihre Route mit, dass sie dieses Jahr auch den Nordpol beschenken sollen, dass sie diesmal die Rekordzahl von 14.511.882 Kindern beschenken dürfen usw.. Sie mussten viele Fragebögen ausfüllen und Texte lesen (gut, dass sie schon lesen konnten). Außerdem mussten sie sich Fragebögen mit nach Hause nehmen.

Endlich war es der Abend des 24. Dezembers. Der Schlitten war flugbereit und gerade flogen sie los. Sie beschenkten jedes Haus und brauchten keine Ruten. Als es sechs Uhr morgens war, sie gerade mit dem Nordpol fertig waren, und zwölf Stunden pausenlos gearbeitet hatten, waren sie auf dem Heimweg in den Himmel, dessen Standort nicht verraten werden darf.

Wie jedes Jahr wurde der Weihnachtsmann (in diesem Fall Max, Marie und Moritz) unter lautem Getöse begrüßt. Doch gerade, als sie aussteigen wollten (natürlich übereinander und verkleidet) stolperten sie, der Mantel ging auf und der ganze Schwindel flog auf.

Erst starrten alle Leute verwirrt auf die Drillinge und dann brach ein noch lauterer Applaus als bei der Begrüßung los. Der H.-Rat entschuldigte sich vierundfünfzig mal, dass er sie als Kinder nicht nehmen wollte und Max, Marie und Moritz bekamen jeder ganz viele Orden und Auszeichnungen.

 

 
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