Blinde Kuh Weihnachtstombola 2000

 

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Geschichte: Die Suche nach dem Nikolaus

Montag, 18. Dezember 2000 - 09:48
Beitrag von Annkathrin Beyer (?) aus Dinslaken

Die Suche nach dem Nikolaus

Es war einmal vor langer, langer Zeit, da lebte in einem Dorf ein Mädchen das Annkathrin hieß. Sie wünschte sich nichts mehr als den Nikolaus einmal zu sehen. Die Freunde und Freundinnen aus ihrer Klasse sagten immer, dass sie dieses nie schaffen würde. Aber sie ließ sich davon nicht ablenken. Sie wollte unbedingt den Nikolaus sehen!

Eines schönen Novembertages machte sie sich auf den Weg, um den Nikolaus zu suchen. Annkathrin hatte zwar ein bisschen Angst, aber das interessierte sie jetzt nicht. Auf dem Weg traf sie manche Leute, die sich ganz warm angezogen hatten, weil es so kalt war. Auf einmal traf sie jemanden, der genauso einen Schnurbart trug wie der Nikolaus und genauso weiße Haare wie der Nikolaus hatte. Der Mann lächelte nett und fragte sie, was sie sich vom Nikolaus wünscht. Erst hatte Annkathrin ein bisschen Angst, weil sie nicht wusste, mit wem sie da spricht. Aber plötzlich bekam Annkathrin Mut und antwortete: Ich wünsche mir nur eins. Etwas das aber nie in Erfüllung gehen wird. Nämlich, dass ich einmal den Nikolaus sehe. Da fragte der Mann: Warum meinst du, dass es nicht in Erfüllung geht?

Weil meine Freunde und Freundinnen immer sagen, dass dieses nicht in Erfüllung gehen kann, meinte Annkathrin. Der Mann sprach: Du sollst nicht immer den anderen trauen. Sie sind nur selber dem Nikolaus noch nie begegnet und deswegen sagen sie zu dir, dass du dem Nikolaus nie begegnen wirst.

Ich bin Annkathrin sprach sie. Danach sagte der Mann ich muss jetzt gehen. War nett dich kennen zu lernen Annkathrin. Als der Mann weg war, ging Annkathrin weiter und überlegte, wer das wohl gerade gewesen sein kann. Nach 10 Minuten Überlegen viel ihr etwas ein: Als Annkathrin gesagt hatte wie sie heißt, ging der Mann und stellte sich nicht vor. Und er sah auch genau so aus wie der Nikolaus. Er sagte bestimmt nicht, wie er hieß, weil er nicht wollte, dass Annkathrin weiß, dass er der Nikolaus war. Aber es blieb immer noch ein Rätsel ob er nun der Nikolaus ist oder nicht.

Als sie durch die Straßen wanderte, wurde es dunkel. Da suchte Annkathrin nach einem warmen Plätzchen. Und sie fand auch sehr schnell eins. Da drüben, in einem kleinem gemütlichen Haus, brannte ein Licht. Annkathrin ging hin und klopfte an. Ihr machte sofort einer auf. Es war ein kleiner Junge der zu ihr sprach: Komm doch rein, wir freuen uns immer über Besuch! Plötzlich kam eine junge Frau aus einem Zimmer und fragte Annkathrin, wie sie heißt. Annkathrin meinte: Ich heiße Annkathrin. Und wie heißt ihr? Die beiden sprachen: Wir heißen Jannik und Andrea. Mein Papi ist für ein Jahr verreißt, sprach Jannik. Wo kommst du eigentlich her, fragte Andrea. Ich komme aus Dinslaken, meinte Annkathrin. Ich suche den Nikolaus. Könnte ich eine Nacht bei euch bleiben, fragte Annkathrin. Andrea antwortete: Aber warum suchst du den Nikolaus, wenn er eh am 6. Dezember zu dir kommt? Ich suche den Nikolaus, weil ich mir nichts mehr wünsche, als ihn einmal zu sehen. Und wenn der Nikolaus zu mir kommt, erwisch ich ihn ja nicht. Da sagte Jannik: Komm es ist schon spät. Wir gehen schlafen. Wir haben ja noch ein Bett neben Mami frei, weil Papi nicht da ist. Als alle anderen eingeschlafen waren, konnte Annkathrin nicht einschlafen, weil es ihr ein wenig unheimlich war. Sie dachte noch einmal über den Tag nach wobei sie dann auch einschlief.

Am nächsten Morgen gab es ein ganz leckeres Frühstück: Eier mit Toast, Speck, Bratkartoffeln und Brot, Rührei mit Brot und noch vieles mehr. Nach dem Frühstück ging Annkathrin, bedankte sich für das Essen und ging hinaus. Sie musste den Mann wiederfinden, den sie am Tag vorher getroffen hatte und ihn fragen, wer er ist. Er soll aber nicht einen anderen Namen sagen. Er wird ihr ja etwas sagen müssen. Auf einmal dachte sie, der Nikolaus wird am 6. Dezember kommen. Sie wird ihn erwischen. Sie wusste nicht, warum sie so volles Vertrauen darauf hatte. Aber Annkathrin wusste, dass sie dem Nikolaus begegnen wird.

Annkathrin wanderte durch die Straßen und nach vielen, sehr vielen Stunden kam sie endlich zu Hause an. Die Tage bis Nikolaus vergingen sehr schnell. Dann war es einen Abend vor Nikolaus. Als sie am nächsten Morgen aufwachte, schliefen noch alle im Haus. Sie dachte, jetzt kommt bestimmt der Nikolaus! Schnell rannte sie die Treppe runter, guckte vor die Tür und da kam er auch schon, der Nikolaus! Der Nikolaus kam näher und näher. Als er dann endlich da war sagte er: Ich war der Mann, dem du gestern begegnet bist. Du verrätst es aber keinem, dass wir uns getroffen haben ja? Es bleibt ein großes Geheimnis, sagte Annkathrin.

 

 
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