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Internet-Lexikon - Viren-Infos für Kinder - Wie kommen die Viren in die Mails?
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Och, ich bin doch nur ein Spielchen und gar kein Virus. hi .. hi ...
Ich komme über E-Mail zu dir in Freundschaft "PEACE".  Ich bin ein kostenloses Geschenk. Komm spiel mit mir! 
Klick-Mich .. Klick-Mich .. Klick-Mich .. Klick-Mich .. ja .. ja .. jaaaa
 
E-Mail Viren
 

Dies ist eigentlich keine spezielle Art von Viren, sondern eine spezielle Art der Verbreitung von Viren, die sich besser durchsetzen konnte als die Verbreitung über das Dateien-System, zum Beispiel über Festplatten und vor allem Disketten oder heutzutage eben CD-ROMS, was gern von Link-Viren genutzt wird und in einem speziellen Kapitel erklärt wurde.

Man unterscheidet hier zwei Grundarten

(1) E-Mail-Viren, 
die gar keine sind
(Hoaxes)

Sie funktionieren nicht als Computerprogramm, sondern in den Köpfen der Leute durch Kettenbriefe, Virenwarnungen und Spendenaufrufe. Ihr Hauptangriffziel sind Dummheit und Naivität.
(2)

 

E-Mail-Viren
die tatsächlich welche sind

Sie lungern als Anhang in den E-Mails herum und warten darauf, das jemand sie startet. Sie können getarnt sein als Spiel, als Screensaver, oder gar als etwas anderes ganz Witziges, aber eben ein Programm. Sie können durch den PC-User verschickt werden, absichtlich, in dem er getäuscht wird ("Trojanische Pferde"), aber auch ohne seine Mithilfe ("Würmer"), oder sie können in Wordtexten stecken ("Makro-Viren")
 
E-Mail-Viren, die gar keine sind (Hoaxes)
 

Mittlerweile haben Virenprogrammierer herausgefunden, dass sich die Unwissenheit der Computer-Benutzer viel einfacher ausnutzen lässt. Und, nun muss man gar nicht mehr programmieren können.

Dabei wird ein Rundmail an alle, die man kennt, geschickt und vor einem Email-Virus gewarnt. Vor allem die Neulinge im Internet schicken dieses Mail als Warnung dann immer weiter. Der "Virus" ist in diesem Fall dann das Mail selbst. Da dieses Mail immer weitergeleitet wird, sammeln sich auch die E-Mail-Adressen derer, die sich offenbar nicht mit dem Internet auskennen. 

Besonders schön ist dann, dass man so herausfinden kann, in welchen Firmen Leute sitzen, die nicht wissen, was sie tun. In einem zweiten Schritt sind dann diese Firmen ein beliebtes Angriffsziel, z.B. mit Werbung für eigenartige Dinge im Netz, die man eh umsonst haben kann, oder gar nicht braucht.

Gegen diese Art von Viren, die leider am meisten verbreitet ist, hilft kein Virenscanner. Man muss sich das wie eine Gerüchteküche vorstellen. 

Das beste ist es eben, diese Gerüchte nicht weiterzuleiten.

Den Namen hat diese Virenart aus dem Englischen (engl. hoax, altengl. hocus: Scherz, Falschmeldung).

Ein solcher Hoax steht als Text in dem Mail und könnte wie folgt aussehen:

VIRUS WARNING!!!!!!!  Die Überschrift soll locken und Angst machen
This is really important. Please read this!!!!! Klar, das ist oberwichtig, sonst liest es ja keiner, nicht wahr?
If you receive an e-mail titled XXXXXXXXXXX or YYYYYYYYYYY do not open it!!!!! Angeblich kommt ein E-Mail, das ein Virus enthält, und das einen bestimmten Betreff hat.
It will erase EVERYTHING on your hard drive! Der Virus mach grausame Dinge, wie z.B.: Festplatten löschen oder auch schon mal Passwörter aushorchen, also irgendwas, wovor ein Laie natürlich wirklich Angst hat.
Send this letter out to as many people as you can.... Natürlich soll man das an alle und jeden weiterschicken, sonst verbreitet sich der Virus ja nicht. ist doch klar!
  this is a new virus and not many people know about it!! This information was received this morning by IBM, please share it with anyone that might access the Internet!!!  Super-Namen machen Super-Vertrauen. Große Unternehmen werden aufgelistet, die angeblich auch warnen. Vielleicht glauben das die Leute jetzt?
This virus will destroy your hard drive and holds the potential to DESTROY the hard drive of anyone whose mail is in your box and whose mail is in their box and so on and on!!!!! Okay, wer es jetzt nicht glaubt, der bekommt es noch einmal auf den Tisch mit Angst und Bange machen.
 So delete any message titled XXXXXXXXXXX or YYYYYYYYYYY ...this virus can do major DAMAGE to worldwide networks!!!! Ja ja, noch einmal für die ganz Doofen eine Beschreibung, wie der Virus aussehen könnte, der bald über E-Mail kommt (aber eigentlich ja nie kommen wird)
PLEASE PASS THIS ALONG TO ALL YOUR FRIENDS AND PEOPLE IN YOUR MAILBOXES. AOL HAS SAID THIS IS A VERY DANGEROUS VIRUS AND THERE IS NO REMEDY FOR THIS...FORWARD IT TO ALL YOUR ON-LINE FRIENDS Fett und breit, das muss jetzt sein, schicke das bloß an alle weiter, die dir lieb sind, wird gesagt. Rette endlich die Welt. Nur du kannst sie noch retten, aber tue was, handle, wedle mit den Armen, mache endlich Panik. Sonst, wie gesagt, schicken die Leute ja diese Sache nicht weiter.
 A.S.A.P.!!!!!!!!!!!!!!!!!! Ja, du mich auch ;o)

Hier wird natürlich mit kleinen psychologischen Tricks gearbeitet. Dieses Teil hier ist auf Englisch, also ein Zeichen dafür, dass wenn deutsche Kinder das bekommen, der Absender gar nicht wusste, wem er das schickte.

Es gibt aber auch deutschsprachige Hoaxes. Auch hier gilt die Faustregel:

Alles, was dir im Internet Angst macht, zeigst du deinen Eltern und jemandem, der sich auskennt. Auf keinen Fall aber tust du das, was in diesem Mail drin steht. Denn genau das wollen diese Leute ja, dir Angst machen, und dass du vor Angst, etwas falsch zu machen, dann das tust, was die sagen.

 
E-Mail-Viren, die gar keine sind (Kettenbriefe)
 

Eine andere Form sind "Kettenbriefe" im Internet, die aber ähnlich funktionieren wie die gefakten Viren, also die Hoaxes. Meist wird irgendetwas in Aussicht gestellt, was man dann haben oder gewinnen kann, wenn man das Email an zig Personen weiterleitet. Auch hier wird dann die Unwissenheit ausgenutzt, um das Mail zu verbreiten, aber eben auch Mail-Adressen gesammelt, die dann an Werber weitergeleitet werden.

Kettenbriefe immer löschen und niemals weiterleiten. Wenn nach Daten gefragt wird, auf keinen Fall  beantworten.

Das gleiche gilt für Unterschriftensammlungen. Bist du dagegen, dass Tiere leiden müssen? Ja, du bist dagegen. Alle Kinder sind dagegen. Da will man etwas tun. Nun, es sammeln Leute "Unterschriften" über das Internet. Das ist Unsinn. Denn Unterschriften sind nur dann gültig, wenn du auch unterschreibst, also auf einem Papier oder so. Was die Leute haben wollen, sind Daten von dummen Leuten und deren E-Mail-Adressen.

HILFE !!! HILF MIR !!!
Ich brauch' schnell ganz viel GELD!
Ich will den Weltfrieden schaffen und ich will kranken Kindern helfen und kranken Tieren und besonders den kleinen kranken Viren. Du kannst Patenonkel einer Ameise werden oder einer Stubenfliege. Mit 100 Euros könnten 3 bedrohte Ameisen eine Universität besuchen. Du musst mir helfen! Schicke doch ganz viel Geld auf mein geheimes Raffkonto: 0815
Stichwort: "Kohle von Dummis"
Ähnlich funktionieren auch Spendenaufrufe oder andere Hilfsaktionen. Generell, in Deutschland dürfen Vereine keine Spendenaufrufe an Kinder richten. Das kann sogar richtig Ärger geben. Da wir von ganz traurigen Dingen geredet, damit du eben auch Geld überweist und dich engagierst, also auch noch deine Freunde überredest, dort Geld zu überweisen. Lustig, sagt der Trickbetrüger. Denn auf wessen Konto zahlst du denn da ein? Hm?

Also, kein Geld irgendwo hinschicken, wenn der Aufruf nur aus dem Internet kommt. Sprich auf jeden Fall mit deinen Eltern darüber und sage ihnen, mit ernsthafter Miene aber eben nicht oberlehrerhaft, dass das immer ganz schlau ist, die Kontonummer zu überprüfen, bevor man Trickbetrügern Geld schenkt. Egal wie traurig auch die Geschichte sein mag, die da im Mail steht.

Alles, was dich in Eile bringt, also gaaaaanz dringlich gemacht werden muss, laut E-Mail, ist sehr verdächtig. 

Wieso darf man sich keine Zeit nehmen, das zu überprüfen und darüber erst einmal nachzudenken. Ganz einfach, dann würde der Betrug ja entdeckt werden.

Auch Spendenaufrufe, ob nun für Tiere, arme kleine Kinder oder für die Umwelt, sollte man lieber nicht weiterleiten zu seinen Freunden, denn diese denken dann, du hättest das geprüft. So klappt der Trick sogar noch besser.

 
E-Mail-Viren, die gar keine sind (Geschenke im Web)
 

Bei dieser Form wirst du aufgefordert, auf eine Webadresse zu klicken, bei der es ein cooles Spiel, ein Video oder ein sonst etwas Cooles gibt.

Die Webprogrammierer sind aber nicht blöd. Die legen da etwas hin, was auf deinem Rechner dann lustige Dinge tut.

Meist wirst du sogar auch noch aufgefordert, etwas zu installieren, damit du den Film auch besser und schneller sehen kannst.

High-Speed-Zugriff

und solche Dinge. Was für ein Quatsch. Deine Internet-Verbindung wird davon nicht schneller, aber ganz schön teurer. Denn statt der üblichen Internet-Verbindung, die dir deine Eltern oder sonst jemand eingerichtet haben, ist da nun ein 0190er-Dialer, also eine Internetverbindung, die kostenpflichtig und schweineteuer ist. Ruckizucki können das dann einige Tausend Euros werden. 

Diese Einwahl-Software ist so gemein, dass die dann immer bleibt und du die kaum loswirst. Man muss dann schon ganz schön Computer-Profi sein, um das wieder vom Rechner zu werfen. 

Also lass es ganz einfach mit den Geschenken aus dem Internet.

Frag lieber deine Eltern vorher. Die lesen sich nämlich auch das Kleingedruckte durch. Hoffentlich. Wenn nicht, sagst du denen bitte, dass die das tun sollen. Kein Kind ist ja davor sicher, dass seiner Eltern noch blöder sind, als es selbst.

Auf diese Tricks fallen auch Erwachsene rein. Kein Wunder, denn für die ist diese Form des Trickbetruges ja auch gemacht.

 
E-Mail-Viren, die welche sind (Mail-Anhang)
 

"Attachments" (englisch), oder Mail-Anhänge (deutsch) enthalten Dateien, die selbst nicht zum Mail-Text gehören. Sie entstehen dann, wenn man etwa ein Bild, eine Musikdatei, oder ein Programm an jemand anderes per E-Mail schickt.

Attachments selbst sind keine Viren, sondern das ist ein Verfahren, wie man Dateien über E-Mail verschickt. Da Viren ausführbare Programme sind, stecken sie auch nicht in Bildern oder in Musikdateien. Also, coole Bilder deiner PopStars oder gar eine krasse mp3-File oder auch ein Video kannst du meist bedenkenlos über E-Mail versenden.

Problem sind eher Spiele, Bildschirmschoner oder andere Programme, ja auch Word-Dokumente. In ihnen könnten sich Viren eingenistet haben. Oft werden Viren auch so verschickt, Leute also bewusst getäuscht, in dem man diese als Spiel oder so etwas tarnt. Siehe "Trojanische Pferde". Aber, es gibt auch regelrechte weltweite Internet-Attacken, und denen ist es egal, ob auch Kinder Opfer solcher Mails werden. Siehe "Web-Würmer".

Solange ein solcher Mail-Anhang nicht extra geöffnet wird, kann man die Mails auch lesen. Dein Mailprogramm sollte also schlauerweise so eingestellt sein, dass es niemals angehängte Dateien automatisch öffnet oder gar startet. Dann wird es sonst schnell zappenduster auf deinem Computer. Natürlich versuchen die Leute, die derartige Viren loslassen, alles in das E-Mail zu schreiben, damit Leute wie du  eben das Programm im Mail-Anhang öffnen und starten. Je blöder also das Opfer ist, desto besser funktioniert dieser Trick. Manchmal ist es aber auch nur ein Versehen eines Freundes, der eine infizierte Datei auf seinem Rechner weiterschickte. Also, man ist hier noch nicht einmal vor seinen eigenen Freunden sicher.

Wenn dir jemand also ein Mail-Anhang schickt und du kennst den überhaupt nicht, der dir das schickt, dann ist das schon einmal ein Zeichen dafür, dass es sich hier um einen Virus handelt. Wenn dein bester Freund oder deine beste Freundin so etwas schickt, ohne dass du danach gefragt hattest, dann frage die lieber noch einmal, ob die dir wirklich ein Programm geschickt haben.

Auf jeden Fall aber, starte das nicht sofort, sondern jage es durch dein Anti-Virus-Programm. Wenn du eines installiert hast, dann halte die Maus auf den Link für den Anhang und klicke auf die rechte Maustaste. Die meisten Anti-Viren-Programme kann man so dann gezielt starten und so die gewünschte Datei prüfen.

Erst Virus-Check,  dann starten !!!

Solltest du davon keine Ahnung haben, dann frage jemanden von deinen Freunden, einen Lehrer oder deine Eltern oder Geschwister, die sich auskennen.

Anti-Viren-Programme können solche Viren nicht immer ganz genau erkennen, da es Hundert Millionen neuer Programme im Internet gibt. Was sie aber können, ist zu erkennen, ob die angehängte Datei ein ausführbares Programm ist, oder ob es einfach  nur eine Musikdatei war. Das erkennen die an den Endungen der Programmnamen.

spielchen.exe

Hinter dem Punkt stehen noch Zeichen, die besagen, welcher Art die Datei ist. In diesem Fall sagt das .exe dass es eine ausführbare Datei ist.

bildschirmschoner.scr

Das .scr sagt, dass es ein Screensaver, also ein Bildschirmschoner sein soll, und dass diese Datei ausführbar ist.

bibliothekdatei.dll

Nicht alles ist immer in diesen exe-Dateien. Mehrere Programmen teilen sich sogenannte Bibliotheksdateien, und die enden mit .dll

archiv.zip

An dieser Seite stört mich etwas, dass da zu viele Tricks beschrieben sind. Muss das denn unbedingt sein? Die Kinder werden mich doch eh kennen- lernen, wenn ich sie per E-Mail besuche und ganz kostenlose coole krasse Geschenke mitbringe. Ja .. ja .. ja .. putt .. putt .. putt, kommt meine kleinen Kinder! Wollen wir jetzt nicht diese doofe Seite verlassen und lieber Geschenke auspacken und spielen?
Mehrere Dateien kann man "packen", damit das nicht so immens groß ist, alles zusammen und das braucht dann auch nicht so viele Bytes, wenn man das verschickt. Die Endung .zip besagt, dass es sich hier um ein ZIP-Archiv handelt, welches man auspacken muss, um dann das Programm zu starten. Ist das eine Datei mit .exe drin, würde die nun gar nicht auffallen, sondern erst dann, wenn das Archiv entpackt wurde.

Nun, es gibt eine ganze Menge davon, und die sich alle zu merken, das bringt es nicht so wirklich. Das aber genau macht ein Anti-Virus-Programm, es schaut in seine Liste an Endungen, ob eine davon dabei ist und warnt dann, dass in dem Mail ein Virus stecken könnte. Und es schaut auch in die sogenannten "Archiv"-Dateien rein, ob da solche Dateien enthalten sind.

 

 
      
 
     
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