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Gastbeitrag von Tanja Knippelberg: UFOs / Historisches
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Berühmte "UFO-Erscheinungen" in der Geschichte

Ein Gott,
der in einem
mondförmigen Fluggerät
durch den Himmel reist?

Seit Menschen in den Himmel gucken, sahen sie Dinge, die sie sich nicht erklären konnten. Ufologen glauben heute, dass es sich zum Beispiel bei Berichten in der Bibel, in denen Menschen von unerklärlichen Erscheinungen am Himmel erzählen, in Wirklichkeit um Berichte über UFO-Sichtungen handelt. 

Die Leute früher glaubten allerdings nicht daran, dass die fliegenden Objekte Raumschiffe von Außerirdischen waren. Die Menschen hielten damals die Erde für den Mittelpunkt des Universums. Dass es irgendwo anders noch Leben geben könnte, wäre ihnen kaum in den Sinn gekommen.

 
    
 

UFOs = fliegende Götter?


Chinesische Zeichnung
eines durch die Wolken
fliegenden Wagens

So ganz von dieser Welt erschienen den Menschen früher diese Objekte aber scheinbar auch nicht: Sie wurden meist für fliegende Götter gehalten. Bei den Germanen gab es zum Beispiel den Donnergott Thor, der mit seinem Wagen durch die Wolken flog. Und die Kelten glaubten, dass die Unsterblichen mit flammenden Kriegswagen durch den Himmel zogen.

Auch in der Bibel finden sich einige Berichte, die manche Menschen heute als UFO-Sichtungen deuten. Der eindrucksvollste Bericht stammt aus dem Alten Testament, wo sich im Buch des Propheten Ezechiël folgende Beschreibung findet:

"Ich sah, wie der Sturm eine mächtige Wolke von Norden herantrieb; sie war von einem hellen Schein umgeben, und Blitze zuckten aus ihr. Die Wolke brach auf, und aus ihrem Inneren leuchtete ein helles Licht, wie der Glanz von gleißendem Gold. In dem Licht sah ich vier Gestalten, die wie Menschen aussahen, doch hatte jede von ihnen vier Flügel."

Ezechiël glaubte damals, er habe Gott gesehen. Heute glauben Ufologen, dass es sich dabei um ein Raumschiff von Außerirdischen gehandelt haben könnte. Möglich ist jedoch auch, dass der Prophet eine natürliche Lichterscheinung gesehen hatte. Denn für die meisten UFOs gibt es bei näherer Untersuchung eine natürliche Erklärung.

Die bekannteste "UFO-Sichtung" des 20. Jahrhunderts fand in der kleinen Stadt Roswell im Südwesten der USA statt. 

 

Roswell


So könnte die angebliche Landung des Raumschiffs bei Roswell ausgesehen haben.

Die Geschichte der modernen UFO-Sichtungen begann im Jahr 1947 in Roswell, einer kleinen Stadt im Südwesten der USA. Den Namen des Ortes kennt ihr vielleicht, denn vor einiger Zeit lief im Fernsehen eine Serie mit diesem Namen, in der - wie soll es anders sein - außerirdische Jugendliche die Hauptrolle spielen.

Zeitungsbericht
"Luftwaffe stellt fliegende Untertasse
auf Ranch bei Roswell sicher"
lautete die Schlagzeile kurz nach
der angeblichen Landung des Raumschiffes.

In Roswell soll im Sommer 1947 ein außerirdisches Raumschiff abgestürzt sein. Eine ganze Reihe von Menschen berichtete, den Absturz beobachtet zu haben. Die beim Absturz ums Leben gekommene Besatzung und die Wrackteile, so die Legende, seien vom US-Militär geborgen und an einen geheimen Ort geschafft worden...

Vor einigen Jahren tauchte ein angeblich am Absturzort gedrehter Film auf, in dem einer der toten Außerirdischen untersucht wurde. Die Außerirdischen sahen darin uns Menschen sehr ähnlich und hatten graue, haarlose Körper und sechs Finger. Der Film sorgte für viel Wirbel - wurde allerdings später als Fälschung entlarvt! Die Regierung der USA bestreitet bis heute, dass in Roswell ein Raumschiff abgestürtz ist. Es habe sich um den Absturz eines Testballons der Air Force gehandelt, so hieß es später in offiziellen Erklärungen. Im Bild rechts seht ihr einen Offizier der Luftwaffe, der in seinen Händen den Stoff des angeblichen Testballons hält.

Soldat mit Stoff des Testballons,
der bei Roswell abgestürzt sein soll
Viele Menschen glauben der Regierung ihre Geschichte nicht. Sie sind meinen, dass damals in Roswell tatsächlich Außerirdische abgestürzt sind. Sie sind überzeugt, dass die Regierung und das Militär diese Tatsache vor der Öffentlichkeit verheimlichen wollen und sprechen von einer Verschwörung, die Existenz von außerirdischem Leben vor der Öffentlichkeit verbergen will. So ähnlich wie in der Fernsehserie Akte X also. Die Beweise dafür, dass es wirklich Außerirdische waren, fehlen allerdings.

Wie dem auch sei, der kleine Ort Roswell ist durch diesen angeblichen Absturz weltberühmt geworden - und macht das Beste aus seinem Ruhm. Im kleinen Museum werden angebliche Wrackteile ausgestellt, und man bekommt den angeblichen "Körper" der Außerirdischen zu sehen. Und man kann jede Menge Roswell- und Außerirdischen-Souvenirs kaufen... So ganz ernst scheinen die Bewohner von Roswell die Sache mit den Außerirdischen also nicht zu nehmen.

Wahrscheinlich glauben nicht wenige der Bewohner Roswells selbst nicht so ganz an "ihr" UFO. Denn auch sie wissen sicher, dass es für die meisten UFOs natürliche Erklärungen gibt.

 
    

 
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