Deine Gitarre stimmen
Bevor
du mit dem Spielen beginnst, solltest du immer die Stimmung deiner
Gitarre prüfen. Damit meine ich nicht, ob die Gitarre gut
drauf ist, sondern ob die Saiten die richtige Spannung haben
und somit dann auch die richtigen Töne klingen, wenn du die
Saiten anspielst. Am Anfang wird das etwas länger dauern,
aber mit der Zeit geht es immer schneller. Die Gitarre verstimmt
sich kaum, wenn du sie nicht zu großen Temperaturunterschieden
aussetzt. Also lagere deine Gitarre nicht an der Heizung oder
am offenen Fenster. Am besten ist es für die Gitarre, wenn
du sie nach dem Spielen immer in den Gitarrenkoffer oder in eine
Gitarrenhülle tust. Wenn du deiner Gitarre mal etwas Gutes
tun willst, dann besorge dir Instrumentenpolitur aus einer
Musikhandlung. Damit solltest du deine Gitarre einmal im Monat mit
einem weichen Lappen abreiben.
Als
Ausgangspunkt für die Stimmung nimmst du am besten die tiefe
E-Saite. Das ist die dickste Saite von allen. Die anderen fünf
Saiten stimmen wir nun so, dass sie zur tiefen E-Saite passen. 
Das
geht so:
A-Saite stimmen
Du
legst deinen ersten Finger (den Zeigefinger) in den fünften
Bund auf der tiefen E-Saite und zupfst diese an. Der Ton ist
ein A und sollte mit der darunter liegenden Saite, der A-Saite,
übereinstimmen. Zupfe
am besten beide Saiten ein paar mal nacheinander an und versuche
zu hören, ob die A-Saite tiefer oder höher klingt als
das A, welches du auf der E-Saite spielst. Wenn du feststellst,
dass die A-Saite sich tiefer an hört, dann drehst du den
Wirbel der A-Saite ein wenig gegen den Uhrzeigersinn. Die A-Saite
wird dadurch mehr gespannt und hört sich höher an. Wenn
die A-Saite sich höher anhört als das A auf der E-Saite,
dann drehst du eben in die andere Richtung. Jetzt vergleichst du
die beiden Saiten wieder, indem du deinen ersten Finger in den fünften
Bund der tiefen E-Saite legst und den Ton mit der A-Saite darunter
vergleichst. Das Ganze wiederholst du so lange, bis die beiden Töne
genau gleich klingen.
D-Saite
stimmen
Du
legst nun deinen Finger wieder in den fünften Bund, aber
diesmal auf der A-Saite. Die Prozedur ist die gleiche wie
vorher. Du vergleichst den Ton mit der Saite darunter (der D-Saite).
Falls sich die Tonhöhen unterscheiden, gleichst du die D-Saite
mit Hilfe der Stimm-Mechanik an.
G-Saite
stimmen
Auch
diesmal legst Du den ersten Finger wieder in den fünften
Bund der D-Saite und vergleichst den Ton mit der darunter liegenden
H-Saite. Lass Dir dabei ruhig Zeit. Es macht wirklich keinen Spaß,
auf einer ungestimmten Gitarre zu spielen!
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