| Die keltische
Gesellschaft Nach
den Notizen von Julius
Cäsar war die gallische Gesellschaft wie folgt aufgebaut:
Die oberste Schicht bildeten
Stammesfürsten oder Häuptlinge, gefolgt von den Druiden und den Kriegern. Die dritte
Schicht bildeten die Handwerker, Bauern und Händler. Die vierte Schicht bildeten die
Unfreien. Die Kelten zersplitterten sich in Stämme und Clans, unter denen nicht selten
Streitigkeiten vorherrschten. Eine gemeinsame Führung der Kelten im Sinne eines Königs oder
dergleichen gab es nicht. Dieser Umstand machte die Kelten teils eben besiegbar, in dem
etwa die Römer die Stämme gegeneinander aufhetzten, teils aber auch unbesiegbar, weil
man eben nicht mit einem gefallenen König gleich das ganze Keltentum besiegte, sondern
immer nur einzelne Stämme.
Entscheidungen in der Gemeinschaft
wurden von allen "freien" Kelten getroffen, allerdings gab es auch Treffen
zwischen den verschiedensten Häuptlingen und Stammesfürsten, die sich in einer Art Senat
zusammensetzten.
Die Beschreibung der keltischen
Lebensart, sie seien ja im wesentlichen nur prahlende Rauf- und Saufbrüder, bezog sich
offenbar vor allem auf die Krieger. In der Tat gab es bei den Kelten keine geordnete
Kriegsführung, wie etwa bei den Römern und Griechen. Sie stürzten sich einfach lauthals
und meist nackt in die diversen Schlachten.
Die hohe Stellung der Frauen in der
keltischen Gesellschaft zeigt aber, dass weniger die Schlachten als mehr das alltägliche
Leben die gesellschaftliche Ordnung bestimmte. In den 1000 Jahren des Keltentums waren die
Raubzüge der Kelten eigentlich eher eine Seltenheit, die überwiegende Zeit bestimmte der
Alltag in den Siedlungen und Gehöften.
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