Die Blinde Kuh - Suchmaschine für Kinder
Die Suchmaschine für Kinder - ©1997 Birgit Bachmann und Stefan R. Müller
Die Polizei im Internet? Wie? Wo? Was macht sie denn da?
Blinde Kuh
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Blinde Kuh - Interview
blaulicht.gif (2559 Byte) Die Polizei im Internet (Kriminalprävention)

 

Mittlerweile ist unter der Adresse http://www.polizei.propk.de/kids/ schon reichlich viel zu sehen und vor allem auch zu lesen.Polizei-Seiten für Kinder ...

Auf zwei Schwerpunkte stützen sich diese Polizei-Seiten für Kinder:

  • Sicherheit im Alltag
  • Sicherheit im Internet

eigentlich genau das, was man sich so wünscht.

Das Interview haben wir Mitte Januar 2000 mit Burkhard Metzger über Email geführt. Er ist Polizeirat und der Geschäftsführer der Zentralen Geschäftsstelle Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes. Er wies uns darauf hin, dass die Polizei in den einzelnen Bundesländern natürlich auch ein eigenes Angebot im Internet haben.

Blinde Kuh:

Zuerst einmal möchten wir wissen, was genau macht die Polizei im Internet und welche Aufgaben sieht sie für sich in Bezug auf die Kinder im Netz?

Burkhard Metzger:

Das Programm Polizeiliche Kriminalprävention (ProPK) ist eine Einrichtung der Polizei, die bundesweit Vorbeugungstipps in Sachen Kriminalität gibt, seit 01.01.2000 auch unter www.polizei.propk.de im Internet.

Weil viele Internetnutzer Kinder und Jugendliche sind, will das ProPK auch speziell für diesen Personenkreis ein Angebot machen, das ankommt.

Dazu gehört insbesondere unsere Rubrik "Kids und Teens", die allgemeine Sicherheitstipps, spezielle Tipps zur Nutzung des Internets, die Internetiquette (Benimmregeln fürs Netz) sowie Spiele und Preise zum Mitmachen für Kinder und Jugendliche enthält.

Mit diesem Angebot für die jungen Internetnutzer sollen Kinder und Jugendliche über die mit Kriminalität verbundenen Gefahren aufgeklärt und zu richtigen Verhaltensweisen hingeführt werden.

Blinde Kuh:

Welche Möglichkeiten haben Kinder generell, sich über das Internet an die Polizei zu wenden, ohne ihren Namen sagen zu müssen, wenn sie z.B. Probleme mit Fieslingen und dergleichen haben? Und wie können sich Kinder über das Internet an die Polizei wenden, wenn sie eigenartige Emails von eigenartigen Gestalten erhalten?

Burkhard Metzger:

Anonyme Hinweise an die Polizei im Netz bringen nicht viel, weil in solchen Fällen die Glaubwürdigkeit der Nachricht nicht beurteilt werden kann.

Wenn Kinder Probleme mit Fieslingen haben oder im Netz dumm angemacht werden, ist es das Beste, wenn sie zuerst mal mit ihren Eltern sprechen, die in aller Regel wissen was zu tun ist.

In ernsten Fällen empfiehlt es sich, dann mit den Eltern zur Polizei zu gehen und dort eine Anzeige zu erstatten.

Zum Ansprechen der Polizei über das Internet bietet www.polizei.propk.de gute Möglichkeiten.

Dort sind alle Bundesländer abgebildet, deren Polizei im Internet vertreten ist. Einfach das richtige Bundesland anklicken und ein e-mail an die Polizei abschicken.

Blinde Kuh:

Was uns auch interessiert, wird es irgendwann einmal einen oder mehrere Internet-Polizisten für Kinder geben, so wie auf der Straße oder vor der Schule?

Burkhard Metzger:

Internet-Polizisten, wie EDI, den Elektronischen Detektiv fürs Internet aus Baden-Württemberg, gibt es bereits. Er ist allerdings für alle Altersgruppen da.

Wenn sich das Internet so rasant weiterentwickelt, wie das bisher der Fall war, wird es aber bestimmt auch einmal spezielle Internet-Polizisten für Kinder geben.

Blinde Kuh:

Nun, was sicher nicht ganz unwichtig ist, wie kann man eigentlich Polizist oder Polizistin werden? Was muss man alles wissen und können?

Burkhard Metzger:

Alle Bundesländer in Deutschland sind selbst für ihre Polizei verantwortlich. Deshalb gibt es keine einheitlichen Voraussetzungen dafür, Polizist oder Polizistin zu werden.

Wer zur Polizei will, sollte von der Schule einigermaßen ordentliche Noten mitbringen und sportlich fit sein. Bevor man eingestellt wird, muss man normalerweise einen Eignungstest bestehen (Rechtschreibung, Sport und ähnliches).

Genauere Informationen geben alle Einstellungsberater der Polizei. Wie man die erreichen kann, erfährt man bei jeder Polizeidienststelle.

Im Rahmen der polizeilichen Ausbildung lernt man dann alles, was man für den Beruf braucht:

  • Wichtige Gesetze wie zum Beispiel Strafrecht oder Verkehrsrecht,
  • wie man sich als Polizist/in in verschiedenen Situationen verhalten muss,
  • wie man Streitigkeiten lösen kann,
  • was Polizisten tun dürfen und was nicht,
  • Autofahren, Selbstverteidigung, Schießen und vieles mehr.

Blinde Kuh:

Nochmal zum Internet-Angebot, dort gibt es einen Wettbewerb, mögen Sie uns kurz beschreiben, was es genau damit auf sich hat?

Burkhard Metzger:

Das Programm Polizeiliche Kriminalprävention lobt durchschnittlich alle zwei Jahre einen Präventionspreis zu verschiedenen Themen aus. Letztes Jahr und dieses Jahr richtet sich der Preis an Kinder und Jugendliche.

Es findet ein Wettbewerb statt, zu dem Kinder und Jugendliche ihre eigenen Ideen und Konzeptionen einreichen können.

Diese Ideen werden dann bewertet und die Sieger des Wettbewerbs bekommen attraktive Preise.

Im letzten Jahr war das Thema "Gewalt an Schulen" angesagt, dieses Jahr wird die Eigentumskriminalität eine Rolle spielen. Gefragt sind also Vorschläge, was man gegen die Klauerei tun kann. Wie man mitmachen kann und was es zu gewinnen gibt, steht ab Ende April 2000 in der Rubrik "Kids und Teens".

Blinde Kuh:

Was denkt man eigentlich bei der Polizei über die Kinder im Netz?

Burkhard Metzger:

Das Internet bietet Kindern die Möglichkeit sich in Sekundenschnelle über interessante Sachen zu informieren, tolle Spiele zu spielen oder andere kennenzulernen.

Aber leider hat das Netz nicht nur seine guten Seiten, denn brutale Gewalt oder Pornografie sind nicht förderlich für die Entwicklung junger Menschen.

Deshalb geben wir unter "Kids und Teens" auch spezielle Sicherheitstipps zum richtigen Verhalten im Netz, geben Surftipps und weisen auf Software hin, mit der man Schmutzfinken von seinem Bildschirm verbannen kann.

Blinde Kuh:

Vielen Dank für das Interview

 

 
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