Die Blinde Kuh - Suchmaschine für Kinder
Die Suchmaschine für Kinder - ©1997 Birgit Bachmann und Stefan R. Müller
Was macht der Hund von Thomas Brezina eigentlich im Internet?
Blinde Kuh
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Blinde Kuh Interview
Thomas Brezina - Der Kinderbuchautor

 
Thomas Brezina mit seiner Daffi

Dies ist Thomas Brezina. 
Er lebt in Wien und manchmal auch in London und schreibt Bücher für Kinder. Lustige Geschichten, spannende Krimis, aufregende Abenteuer, interessante Schulbücher. Manche davon sind sicher auch in deinem Bücherregal zu finden. 

Der Hund von Thomas heißt Daffi.
Sie ist eine neugierige und manchmal auch dickköpfige Hundedame. Mit ihr macht er gern lange Spaziergänge. 

 

Das Interview

Ich habe Thomas eine Menge Fragen gestellt, denn ich bin ziemlich neugierig. 
Zuerst einmal ein paar ganz persönliche:

Blinde Kuh:
Wie warst du in der Schule und was waren deine Lieblingsfächer?

Thomas:
Ich war ab der 8.Klasse (in Österreich vierte Klasse Gymnasium) gut, vorher mittel. Am schwierigsten war für mich Deutsch, da ich mit der Rechtschreibung auf Kriegsfuß stand. Latein habe ich auch nicht sonderlich gemocht. Im Gymnasium habe ich in den höheren Klassen öfters gefehlt, weil ich damals schon beim Fernsehen gearbeitet habe. Da ich aber ein guter Schüler war, konnten sich die Professoren nicht aufregen. Englisch, Mathematik und Zeichnen fand ich am besten.

 

Blinde Kuh:
Dein Sternzeichen und Geburtstag?

Thomas:
Ich wurde am 30.01.63 um 2.00 Uhr morgens in Wien geboren. Ich bin Sternzeichen Wassermann.

Blinde Kuh:
Was war dein Traumberuf als Kind?

Thomas:
Tierarzt

 

Thomas Brezina auf seinem Boot

Blinde Kuh:
Hast du selbst Kinder?

Thomas:
Nein, dafür aber eine Menge Kinder, die mir täglich schreiben.

Blinde Kuh:
Was war dein Lieblingsbuch als Kind?

Thomas:
"Die Kinder aus Büllerbü!" von Astrid Lindgren.

Blinde Kuh:
Welches Kinderbuch magst du heute noch besonders?

Thomas:
"Pippi Langstrumpf" und "Karlsson vom Dach". 

 

Für Zwischendurch mal eine kleine Daffi-Galerie:
Wenn du auf die Bilder klickst, kannst du sie groß sehen.

 

Daffi mit Blume

Daffi mit Blume

Daffi an Bord

Daffi an Bord

Daffi duscht

Daffi duscht

Daffi auf Liegestuhl

Daffi auf Liege

 
Weiter mit dem Interview

Und nun ein paar Fragen zu deinem Beruf:

Blinde Kuh:
Wann hast du mit dem Schreiben begonnen?

 

Thomas:
Mit ungefähr acht, neun Jahren habe ich zum ersten Mal versucht, ein Buch zu schreiben. "Die Maus auf dem Jupiter" sollte es heißen. Ich habe ca. 30 Seiten geschafft. Leider ist dieses Manuskript verschwunden. 

Geschichten geschrieben habe ich immer gerne. Deshalb habe ich auch an Wettbewerben teilgenommen und ... gewonnen. Dadurch sind Leute vom Fernsehen und vom Radio auf mich aufmerksam geworden.

 

Thomas Brezina am Schreibtisch

Blinde Kuh:
Wie bist du Buchautor geworden?

Thomas:
Im Radio hat jemand von einem Verlag meine Geschichten gehört. Man rief mich an und fragte, ob ich nicht auch Bücher schreiben möchte.
Als ich JA gesagt habe, hatte ich ziemlich Herzklopfen. Ich wusste gar nicht, ob ich das kann. Schließlich habe ich mich an die Arbeit gemacht, aber mein erstes Buch hatte nur 60 Seiten - statt 140!! Deshalb habe ich die Geschichte weggeworfen und eine neue geschrieben.
Bücher zu schreiben ist für mich ein Abenteuer. Was ich schreibe, das erlebe ich in meinem Kopf! Ich rege mich beim Schreiben auf und vergesse oft zu essen und zu trinken!

 

Blinde Kuh:
Was hast du alles schon geschrieben?

Thomas:
Bis zum Frühjahr 2001 habe ich schon Bücher für mehrere Serien geschrieben u.a:
Tom Turbo" (Ravensburger Verlag), "Ein Fall für dich und das Tiger-Team" (Franz Schneider Verlag), "Der Grusel-Club" (Franz Schneider Verlag), "Die Knickerbocker-Bande" (Ravensburger Verlag), und "Sieben Pfoten für Penny" (Ravensburger Verlag), meine Sachbuchreihe "Dein großes Abenteuer" (Tessloff Verlag), "Die Schatzsucher-Drillinge" (Ravensburger Verlag), "Drachenherz" (Schneiderverlag) sowie ganz neu die Mädchenserie: "No Jungs" (Schneider Verlag).

Thomas Brezina im Büro
Und ich schreibe weiter und weiter. Die Ideen und Pläne für viele neue Bücher und auch neue Buchserien habe ich in einem dicken Kalender aufgeschrieben.

 

Blinde Kuh:
Welches war dein erfolgreichstes Buch?

Thomas:
"99 heiße Spuren" aus der Reihe "Die Knickerbocker-Bande" erzielte die höchste Auflage.

Blinde Kuh:
Welches deiner Bücher magst du am Liebsten?

Thomas:
Immer das Buch, das ich zuletzt geschrieben habe.

Blinde Kuh:
Wann und wo bekommst du die besten Ideen?

Thomas:
Beim Duschen, Spazierengehen, mitten in der Nacht oder im Flugzeug - muss dann aber sofort alles aufschreiben, weil es sonst wieder "weg" ist.

 

TigerTeam 2 von TerzioThomas Brezina im Internet

Natürlich hat Thomas Brezina auch seine eigene Webseite. Dort kannst du auf eine spannende Schatzsuche gehen!

Die CD-ROM-Reihe von Terzio zum Tiger-Team ist ein echter Action- und Rätsel-Knüller für 8 - 14jährige Brezina-Fans.

 

und jetzt noch eine kleine Leseprobe aus:No Jungs!

No Jungs! - Zwei allerbeste Feindinnen

...Lissi und Tinka gingen dicht nebeneinander. Ihre Schultern berührten sich, aber es schien sie diesmal nicht zu stören. Tinka hatte den Kopf eingezogen, Lissi hingegen hatte sich aufgeplustert wie ein Vogel, der einen Gegner abschrecken wollte.

Die Blicke der Mädchen wanderten ständig nach allen Seiten. War da etwas? Beobachtete sie jemand? Lauerte eine Gefahr? Unter ihren Schuhen knirschte der Kies. Raschelte ein Blatt, drehten sie sofort die Köpfe in die Richtung, aus der das Geräusch kam. Meter für Meter legten sie zurück.

Sie schienen sich in einem ganz normalen Garten zu befinden. Es gab keine starrenden Blicke. Keine unsichtbaren Tiere. Keine Frau Schicketanz, die mit Leuten oder Wesen sprach, die nirgendwo zu sehen waren. Auch das Haus wirkte verlassen und still. Kein Rauch aus dem Schornstein, die Fensterläden im oberen Stockwerk geschlossen. Ebenso die mächtige Tür.

"Was ist ein Folfonia-Schlüssel?", fragte Tinka flüsternd. "Woher soll ich das wissen?", brummte Lissi ungehalten. Tinka biss sich auf die Zunge. Wozu nur hatte sie gefragt? "Ins Haus kommen wir nie hinein", entschlüpfte es Lissi. "Alte Schwarzseherin", schimpfte Tinka. Sie trat an die schwere rote Holztür und betrachtete sie prüfend. Es gab weder Klinke noch Schloss, nur einen dicken schwarzen Eisenring, der in Augenhöhe in der Mitte der Tür angebracht war.

"Aufmachen!", rief Lissi und trommelte mit den Fäusten gegen das Holz. Ihre Schläge hallten im Haus, als läge hinter der Tür eine riesige Halle. "Aufmachen!" Die Tür bewegte sich keinen Millimeter. Lissi legte eine kurze Pause ein, sammelte neue Kräfte und setzte das Trommeln dann fort. Als es nichts nützte, versuchte sie mit den Fingern die Eisenbänder zu greifen und daran zu ziehen. Es brachte nichts.

Schließlich fiel ihr noch der Eisenring auf. Er war beweglich in einer Schlinge befestigt und ließ sich anheben. Heftig ließ sie ihn auf das Holz niederfallen. Aber auch dieses Klopfen nützte nichts.

"Da kommen wir nicht rein", wiederholte Lissi. Tinka strich sich das Haar hinters Ohr. "Irgendwie muss es funktionieren." Lissi machte mit der Hand eine lässige, einladende Bewegung auf die Tür. "Na, dann probier es doch du!"

In Tinka erwachte der Ehrgeiz es zu schaffen. Sie erinnerte sich an die Tafel am Gartentor. Statt zu klingeln, genügte es, Frau Schicketanz freundliche Gedanken zu schicken. Also stellte sie sich vor die Tür und dachte: "Könntest du bitte aufgehen, wir sollen hier einen Schlüssel finden und dazu müssten wir ins Haus."

Mit einem lang gezogenen, seufzenden Knarren schwenkte die Tür auf. Aus der Diele kam das Funkeln der Kristalle.

Lissi blieb der Mund vor Staunen offen. "Wie hast du das gemacht?", wollte sie wissen. Ein triumphierendes Lächeln huschte über Tinkas Gesicht. Sie zuckte mit den Schultern und sagte locker: "War nicht schwierig. Ich habe die Tür einfach gebeten, uns reinzulassen."

Es war für Lissi unmöglich, ihre Überraschung zu verbergen. Seite an Seite betraten sie das Haus und blieben knapp hinter der Tür stehen. Beiden ging die gleiche Frage durch den Kopf: "Wo sollte sich dieser Schlüssel befinden? Und wie sah er wohl aus?"

Die Tür zu dem Zimmer mit den Bücherstapeln stand halb offen. Tinka ging vorsichtig näher und öffnete sie bis zum Anschlag. Lissi warf einen Blick in den Raum und lächelte: "Gefällt mir", sagte sie, als sie das Durcheinander sah.

"Frau Schicketanz hat mir einiges gesagt", erinnerte sich Tinka. "Dass es so vieles gibt, was man irgendwann wissen muss." In der Atmosphäre des Hauses kehrte ihre Erinnerung zurück. Die alte Frau hatte ihr angekündigt, bald nicht mehr da zu sein. Außerdem hatte sie schon damals gesagt, dass sie die beiden Mädchen "herbeigehext" hatte. Und noch etwas war da gewesen, das mit Stolpern zu tun hatte. Tinka würde alles bekommen, was sie brauchte, ja geradezu darüber stolpern.

Was hatte sie damit gemeint?...

 

 
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