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Die erste deutschsprachige Suchmaschine für Kinder wird betrieben vom Blinde Kuh e.V., seit 1997 zunächst rein ehrenamtlich.

Seit 2004 wird dieses Projekt gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

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Die erste deutschsprachige Suchmaschine für Kinder wird betrieben vom Blinde Kuh e.V., seit 1997 zunächst rein ehrenamtlich.

Seit 2004 wird dieses Projekt gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

 

Der Name "Blinde Kuh"

Mit "blind" hat der Name unserer Suchmaschine wenig zu tun.
Er bezieht sich viel mehr auf das Kinderspiel Blinde Kuh.

Das Kinderspiel

Kaum zu glauben, dass ein Kind dieses Spiel nicht kennt. Wie alt dieses Kinderspiel ist, weiß wohl keiner mehr. Es muss schon recht alt sein. Frage einmal deine Großeltern, die haben es auch schon gespielt, und sicherlich auch schon deren Großeltern, und deren Großeltern und deren Großeltern ...
So alt, dass man sagen kann, die Kinder im alten Rom spielten das schon.
Die Spielregeln sind einfach. Aus einer Gruppe von Kindern werden einem Kind die Augen verbunden. Danach wird es einige Male gedreht. Dann muss es als Nächstes ein anderes Kind fangen und raten, wie es heißt. Wird der Name richtig geraten, dann ist das gefangene Kind die nächste Blinde Kuh.
 
Im Englischen heißt dieses Spiel "The Blind Man's Buff".
Im Französischen heißt dieses Spiel "Colin-Maillard" (benannt nach einer Figur in den Gedichten von François Rabelais (1534))
Im Polnischen heißt dieses Spiel "Ciuciubabka".
 
Wir haben dir ein paar geschichtliche Bild-Quellen herausgesucht, die dir das Spiel zeigen. Erstaunlicherweise wurde dieses Spiel recht oft dargestellt und es war eben kein Kinderspiel.
Die Bilder kannst du dir in Groß ansehen, wenn du mit der Maus draufklickst.

Bereits aus dem Mittelalter gibt es Bilder, die Erwachsene bei Hofe zeigen, die gerade Blinde Kuh spielen. Auch Ritter und Burgfrauen fanden es besonders vergnüglich, derartige Spiele draußen im Freien zu veranstalten.

Das Bild "Kinderspiele" von Pieter Bruegel dem Älteren (1525/30-1569) aus dem Jahr 1560 ist berühmt, weil es sämtliche bekannte Spiele der damaligen Zeit darstellt. Selbstverständlich auch Blinde Kuh. Mit einer hellblauen Kapuze wurden dem Mädchen an der Wand die Augen verbunden, das nun nach den Anderen sucht.

Jagdschloß Grunewald Preußische Schlösser und Gärten in Berlin und Brandenburg
Der holländische Maler Dirck van der Lisse (Den Haag, 1607-1669) malte im Jahre 1635 Nymphen, die in einer Waldlichtung Blinde Kuh spielen. Nymphen sind Naturgeister aus der griechischen und römischen Antike.

Wallace Collection, London
Staatliche Museen Berlin Daahlem
Der französische Maler Pater Jean-Baptiste-Joseph (1695-1736) malte das Blinde-Kuh-Spiel wieder als lustiges Vergnügen bei Hofe im Garten. Nur eben mit den damals typischen Engelchen drum herum, den Putten.

Der französische Maler Jean-Honoré Fragonard malte im Jahr 1760 das Thema Liebe in seinem Bild noch etwas aus. Ein reines Kinderspiel war das also schon damals nicht.

Museo del Prado,
Madrid, Spanien.
Der berühmte spanische Maler und Graphiker Francisco José de Goya y Lucientes zeigte 1789, dass auch der spanische Hof dieses Spiel zu spielen verstand.

Frankreich stürzte seinen König. Revolution. 1803 ist Napoleon in Frankreich an der Macht. 1804 krönt er sich zum Kaiser Frankreichs. Doch das Blinde Kuh-Spiel bleibt bei Hofe bestehen, wie man in dieser Zeichnung aus der Zeitschrift Le Bon Genre von 1803 erkennen kann.

von Johannes Brahms

(1833-1897), op. 58 no. 1 (1871)

Im Finstern geh' ich suchen,
Mein Kind, wo steckst du wohl?

Ach, sie versteckt sich immer,
Dass ich verschmachten soll!

Im Finstern geh' ich suchen,
Mein Kind, wo steckst du wohl?

Ich, der den Ort nicht finde,
Ich irr' im Kreis umher!

Wer um dich stirbt,
Der hat keine Ruh'!

Kindchen erbarm dich,
Und komm herzu!

Ja, komm herzu,
Herzu, herzu!

In einem Heft für Kinder von 1930, Der Jugendfreund - Illustrierte Zeitschrift für Kinder, taucht eine Zeichnung auf, die Kinder zeigt, die dieses Spiel spielen.

Die Post in der Schweiz meinte, dass das Blinde Kuh-Spiel in ganz Europa gespielt wird, und dass Spiele, besonders Kinderspiele, Europa verbinden. Deshalb kam 1989 eine extra Blinde Kuh-Briefmarke heraus.