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Blinde Kuh
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Der Weihnachtsstern
von Susanne

 

Kurz vor Heiligabend schrieb jedes Kind einen Wunschzettel und legte ihn draußen auf's Fensterbrett. Auch Martin, denn er wusste das an diesem Abend, wenn alle Kinder schlafen der Weihnachtsmann seine Helfer ausschickt um die Wunschzettel einzusammeln.

Und tatsächlich saß der Weihnachtsmann am Nordpol in seiner Hütte, zwischen einem Berg von Briefen und sortierte sie, während seine Helfer die restlichen Briefe brachten. Auch Martins Brief war darunter. Mit schmunzeln und einem hoo hoo sagte er dann:

"Ja, der Martin war ein lieber Junge und weil er so brav war, soll er dieses Jahr die Spielzeugeisenbahn bekommen. Die hat er sich schon so lange gewünscht. Schnell ihr Helferlein besorgt Martins Eisenbahn."

Es dämmerte schon als die Helferlein die Geschenke eingepackt hatten und der große Schlitten beladen war.

Der Weihnachtsmann hielt seinen dicken Bauch und rief noch einmal: "Hoo, hoo, hoo! Lasst uns fahren!" und stieg in den Schlitten.

Er hatte es fast bis zu den Kindern geschafft. Da fiel plötzlich ein Stern vom Himmel, direkt vor die Hufe der Rentiere. Diese bremsten scharf und die ganzen Geschenke fielen vom Schlitten.

Wütend schimpfte der Weihnachtsmann mit dem Stern: "Sieh mal was du angerichtet hast! Kannst du nicht aufpassen?"

Aber zum weiterschimpfen hatte er keine Zeit, denn die Kinder warteten schon auf ihn. Er raffte die Geschenke schnell zusammen und warf sie auf den Schlitten, grummelte noch etwas in seinen Bart und fuhr los. Doch in der Eile hatte er Martins Geschenk liegen lassen. Der Weihnachtsmann hatte bald alle Geschenke ausgetragen. Nun stand er vor dem Haus in dem Martin wohnte. Da bemerkte er, dass sein Schlitten leer war.

"Himmel, Sack, Zement, wo ist die Eisenbahn?" ,rief er. " Was soll ich dem Jungen denn nun schenken?", sagte er verzweifelt.

Da ging die Tür auf, Martin stand da und sprang ganz aufgeregt von einem Bein auf das andere:

"Der Weihnachtsmann, der Weihnachtsmann!",rief er.

Dieser entschuldigte sich bei Martin und erzählte von seinem Missgeschick. Martin war traurig und enttäuscht, der Weihnachtsmann hatte sein Geschenk vergessen.

Plötzlich kam der kleine Stern und an einer seiner goldenen Spitzen hing das Geschenk für Martin. Der Stern hatte es gefunden und ihm wurde klar, dass nun ein Kind seinetwegen kein Geschenk bekam. Um alles wieder gut zu machen, hatte er das Geschenk dem Weihnachtsmann schnell hinterher getragen.

Als Dank wurde der Stern vom Weihnachtsmann zum Weihnachtsstern ernannt.

Seitdem sieht man am Heiligen Abend einen besonders hellen Stern am Himmel leuchten - den Weihnachtsstern.

 
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