Die Blinde Kuh - Suchmaschine für Kinder
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Blinde Kuh
Kinder-Post
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Nur eine Rolltreppe
Hallöchen!
Ich habe mal eine Geschichte geschrieben... Na ja, vielleicht ist sie etwas seltsam, aber egal! :) Also, ich bin die Katta, 14 Jahre alt. 

Noch 10 Minuten! Das konnte Gwen nicht mehr rechtzeitig schaffen. Sie knallte die Wohnungstür zu und betrat den Gang. Durch die schummrige Beleuchtung konnte sie nur wenig von ihrer Umgebung erkennen. Aber es war auch nicht viel was man dort sehen konnte. Rechts und Links Türen, dazwischen schmutzige Wand. Es war still. Totenstill. Zu still für ein Wohnhaus. Doch Gwen achtete nicht darauf und blickte stattdessen auf die Leuchtziffern ihrer Uhr. Noch 9 Minuten. Ihre Schritte wurden schneller. Sie mochte dieses Haus nicht. Sie konnte nicht sagen warum, aber es machte ihr Angst. Die Stimmung war ihr unangenehm. Die Rolltreppe! 

Gwen nahm sie nur im Augenwinkel wahr. Seit sie mit 7 Jahren fast ihren linken Arm durch eine Rolltreppe verloren hatte, verabscheute sie diese. Nein, ganz sicher würde sie nie mehr mit einer fahren. Oder doch? Sie würde über 3 Minuten sparen, wenn sie anstatt die Treppen zu nehmen, die Rolltreppe benutzte.“ Ja“, dachte sie entschlossen, „es ist doch nur eine Rolltreppe.“ 

Langsam machte sie ihren ersten Schritt und setzte den Fuß auf die erste Stufe, dann den anderen. Sie fuhr! Gwen musste lachen! 9 Jahre hatte sie keine Rolltreppe berührt. Dabei war es so harmlos, so einfach! Ihre Uhr. Noch 7 Minuten. Noch 7 Minuten? Dann musste sie ja längst unten sein. Sie richtete ihren Blick nach vorne. Kein Ende! Sie wurde vor Schreck ganz blass. Die Rolltreppe, dass wusste sie, konnte nicht so lang sein. Blitzschnell drehte sie sich um. 

Meter um Meter Rolltreppe bahnten sich aneinander. Länger und höher als das Haus überhaupt war. Gwen erfasste Panik und Angst- eine Angst, wie sie sie noch nie in ihrem Leben erlebt hatte. Was ging hier vor? Gwen wusste es nicht. Aus lauter Verzweiflung versuchte sie wieder zurück nach oben zu steigen. Jeder, der dass schon mal getan hat, weiß, wie mühsam es ist. Schwindel erfasste sie. Ihre Hände suchten nach dem Handlauf- er war verschwunden! Fast wäre sie gefallen, konnte sich nur noch im letzten Moment retten. Sie gab auf. Hoffnungslosigkeit machte sich in ihr breit. 

Erst jetzt merkte sie, wie kalt es auf einmal geworden war. Unglaublich kalt. Ihr fröstelte. Die schummrige Beleuchtung wurde immer schwächer. Sie konnte kaum noch die Betonwände erkennen. Und plötzlich endete die Treppe. Gwen stand in einem Gang. Nicht sehr breit, nicht sehr hoch. Um sie herum überall Beton. Sie wusste nicht mehr ein noch aus. In ihrem Kopf schwirrten tausend Gedanken. Sie fing an zu laufen. Es war schlimmer, als ihr schlimmster Albtraum. 

Poch. War was das? Poch. Schon wieder. Schritte! Es war jemand hinter ihr. Gwen schrie vor Entsetzen. Sie fing an zu laufen. Dann, dann blieb sie aus heiterem Himmel stehen und drehte sich um. Nichts zu sehen. Nur dieser schrecklich eintönige Gang. Hatte sie sich das Ganze nur eingebildet? Sie setze ihren Weg fort. Das war es wieder! Sie konnte nicht mehr klar denken. Das Blut rauschte durch ihre Ohren. Ihr ganzer Körper fing an zu zittern und gehorchte ihr nicht mehr. Sie stürzte auf den harten Boden. Die Schritte wurden immer schneller- und lauter. Sie kamen näher! Ihr Bein schmerzte. Sie versuchte es zu bewegen. Es tat schrecklich weh. 

Die Schritte! Sie klagen jetzt ganz nah. Noch wenige Sekunden... Dann sah sie es. Sie konnte die schemenhafte, schwarze Gestalt erkennen. Und die Augen! Nein, das waren keine Augen. So unheimlich boshaft konnte nichts von dieser Welt sein. Der riesige Schreck gab ihr neue Kraft. Wie durch ein Wunder schoss sie hoch und rannte los. Schmerzen durchdrangen ihren ganzen Körper. Sie war nicht mehr in der Lage, Gedanken zu fassen- sie hatte dem Tod in die Augen geschaut. Die Schritte kamen wieder näher. Ihrer letzten Kräfte schwanden. Sie wusste, lang würde sie das nicht mehr durchhalten. 

Das Etwas war wieder ganz nah. Sie konnte die Kälte und die Boshaftigkeit spüren, die von ihm ausgingen. Nein, dachte sie! Ihr Herz begann wie wild zu schlagen. Sie stand vor einer Wand. Kalter Beton! Es war die Hölle. Gwen wusste, es würde keinen Ausweg mehr geben. Sie schaute auf die Uhr. Noch 5 Sekunden. Langsam blickte sie zurück. Die Augen- sie waren wieder da! Ganz nah- und sie starrten Gwen an. Sie tat einen Atemzug. Es wurde ihr Letzter. 

 
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