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Eines Tages als
ich mal wieder morgens in den Schulbus einstieg, bemerkte ich,
dass ich meine Fahrkarte vergessen hatte.
Also zückte ich mein Portemonnaie um die Busfahrt zu bezahlen.
Mist!!!, dachte ich mir, als ich sah, dass meine Mutter mir
einen 20 €-Schein eingesteckt hatte, die Fahrt aber nur 0,90€
kostete.
Als ich dem Busfahrer den Schein überreichte, bekam ich erst
einmal einen Anschiss, und wurde von ihm gefragt, ob ich
denn nicht in der Lage sei gescheites Bargeld mit mir zu führen.
Darauf erwiderte ich kühl:,, Ist das kein gescheites Bargeld? "
Er drückte mir den Fahrschein in die Hand, und nuschelte noch
etwas Unverständliches. Ich bevorzugte heute einen Fensterplatz
weiter hinten. Ich machte es mir gemütlich, da ich mindestens 20
Minuten Fahrt vor mir hatte. Nach 5 Minuten stieg dann Pablo
ein, gefolgt von nicht gerade sympathisch aussehenden Jungs.
Ich kannte ihn ein bisschen, da er jeden Morgen mit mir im Bus
fährt. Die Jungengruppe allerdings hatte ich noch nie gesehen.
Pablo war in der 9. Klasse und ziemlich dick.
Trotzdem war er ein liebevoller, gutmütiger 9.Klässler. Er
setzte sich in die Mitte des Busses, nachdem er mir kurz zu
gewunken
hat. Die Jungen-Gruppe stellte sich neben seinen Platz, und fing
an ihn zu beleidigen. Mit den Worten ,,Fettkloß" oder
,, Wie viele Burger isst du am Tag? 20 oder 50? Du siehst ja
schon aus wie einer. Ich glaube eher 50!"
traten sie ihm wirklich nahe. Ich sah Tränen in seinen Augen.
Irgendwann zerrten sie an ihm und seiner Kleidung, und schubsten
ihn durch den Bus. Ich wollte mich zwar nicht einmischen,
meldete es aber trotzdem dem Busfahrer, der nur mit den
Schultern zuckte.
Er wollte mit alledem nichts zu tun haben, und hielt sich
daraus. Mittlerweile schlugen die Jungen richtig auf Pablo ein,
doch keiner half, und selber konnte er sich nicht wehren. Eine
Haltestelle vor der Schule schubsten die Jungen Pablo aus dem
Bus.
Er hatte Nasen-Bluten, und ein blaues Auge. Er sah gar nicht gut
aus. Die Jungs im Bus allerdings amüsierten sich köstlich über
ihn.
Auch wenn er mit seiner Mutter beim Schulleiter waren, und sich
beim Busunternehmen beschwert haben, kann man daran ,das es
passiert ist, nichts mehr ändern!!!
Diese Geschichte ist nicht von irgendwo hergeholt. Diese
Geschichte wurde miterlebt. Auch wenn es brutal klingt.
Macht euch also auch mal Gedanken wie man solchen Kindern helfen
kann! Vielleicht bist du der oder die Nächste!
Gruß ;-)
Christina |