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Blinde Kuh
Kinder-Post
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Der Grusel-Club
eine Geschichte von Leonie-Kristin (10 Jahre)

Eines abends, als ich in mein Bett gehen wollte, rief Harriet meine Schwester: " Marco! Telefon für dich!" " Ja! Moment! Ich komme!" antwortete ich ihr. Ich stiefelte die Treppe runter und entnahm Harriet den Hörer."

Hallo David!" begrüßte ich meinen Freund. "Was jetzt? Mitten in der Nacht? David! Wir haben 10 Uhr!" schrie ich in den Hörer. "Na gut! Ich komme zum Baumhaus!" willigte ich ein. Harriet guckte mich nicht verstehend an. "Ob Mom das erlauben wird?" fragte mich meine Schwester. "Sie ist doch gar nicht da!" gab ich ihr zur Antwort und war schon aus der Tür.

"Ganz schön unheimlich, so allein im Wald!" dachte ich, als ich durch das feuchte Laub ging. Doch plötzlich dachte ich an Dad und Lady. Lady war ein Hund und hatte Dad bei der Jagd geholfen und sie sind nie mehr wieder gekommen. Eine alte Legende sagt, dass im Wald ein Monster hausen würde. Es gäbe nur diese Erklärung, dass sie auf das Monster gestoßen sind.

Ich rannte und rannte, bis das Baumhaus von David und mir im Blickfeld war. " Marco! Da bist du ja endlich!" stöhnte David. "Ja!" hechelte ich. "Was ist denn los?" fragte ich meinen Freund. "Ich wollte dich fragen, ob wir beide einen Club machen." Fragte er feierlich. "Von mir aus. Aber warum konntest du mir das nicht morgen erzählen?" erkundigte ich mich. "Weil es wichtig ist!" erklärte er mir. "Komm! Lass uns ins Baumhaus gehen!" forderte David mich auf. Darauf kletterten wir hinter einander die Holzleiter hoch.

"W... was war das?" stotterte ich. "Bestimmt nur eine Eule!" sagte David lässig. Doch da war ich mir nicht so sicher. Ich hörte etwas im Laub rascheln und reagierte blitzschnell: Ich hob einen Ast vom Boden auf und drehte mich damit zu meinem unsichtbaren Feind um. "Marco! Was machst du denn da?" fragte mich mein Freund David. "Das war bestimmt nur ein Dachs oder so!" erklärte er mir. "Also! Wie wollen wir den Club denn nennen?" fragte ich, um auf ein anderes Thema zu kommen. "Mmmh! Vielleicht Gruselclub?" schlug er vor. "Ja! Genau! Das ist ne' super Idee!" freute ich mich. "Uha! Uha! Ich bin das Gruselmonster!" witzelte ich. "Das ist nicht witzig!" warnte mich David. "Die Legende sagt, dass das Monster noch irgendwo hausen soll!" " Na dann hoffendlich nicht hier!" seufze ich und dazu sollte ich auch mein gutes Recht haben.

"Marco! W... was ist das da?" fragte mich David mit zittriger Stimme. "Wo?" erkundigte ich mich. "Da!" sagte er und zeigte auf ein schleimiges Monster. Ich schluckte. "D... das ist das einäugige Monster, das Dad und Lady..." ich wollte meinen Satz gar nicht beenden. "Ich würde vorschlagen, die Kurve zu kratzen!" meinte David.

Wir rannten und rannten durch den ganzen Wald. Es fing an zu regnen, als ich endlich unser Haus sah.

...Es waren schon einige Jahre vergangen, und ich und David, wir hatten immer noch nicht unserer Familie erzählt, dass wir das einäugige Monster gesehen hatten.

 
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