| Es war kurz vor
Weihnachten und wie jedes Jahr ein dichtes Gedränge in den Kaufhäusern und Straßen. Die
Innenstadt war ein einziges Verkehrschaos und die Kaufhäuser waren so überfüllt, dass
man sich kaum umdrehen konnte. Auch Martin und seine Mama waren einkaufen, denn ihr war noch in letzter Minute
eingefallen, dass sie noch kein Geschenk für den Vater hatte.
So schoben sich die Beiden durch die
Menschenmenge. Die Mama ging vornweg und zog Martin hinterher. Martin fand das
stinklangweilig und er war auch bloß mitgegangen, weil die Mama ihm versprochen hatte,
dass er sich nach den Weihnachtseinkäufen etwas in der Spielwahrenabteilung aussuchen
durfte.
Endlich waren sie fertig und schoben
den Einkaufswagen an die Kasse. Aber wie immer wenn es Martin eilig hatte, dauerte es ewig
und für Martin sah es so aus, als ob die Schlange vor ihnen immer länger wurde. Aber
dann war es endlich soweit und sie waren dran. Ungeduldig zog Martin die Mama am Ärmel zu
den Spielsachen.
"Schneller Mama, mach doch
nicht so langsam", sagte er.
Er nahm ein Buch aus dem Regal, sah
es stolz an und sagt: "Das will ich haben". Die Mutter bezahlte und sie
verließen das Geschäft.
Auf dem Weg nach Hause, sahen sie
ein kleines Mädchen, das weinend auf der Straße stand. Ob sie kein
Zuhause hat? dachte
Martin. Er ging auf das Mädchen zu und fragte: "Warum weinst du?"
"Ich habe meine Puppe verloren",
schluchzte sie.
"Das tut mir aber leid."
Martin konnte sie nicht länger
weinen sehen und sagte schließlich: "Hier habe ich ein Geschenk für dich."
Er gab ihr sein neues Buch und
meinte: "So kurz vor Weihnachten sollte niemand traurig sein und vielleicht bringt
dir der Weihnachtsmann eine neue Puppe."
Das Mädchen lächelte, bedankte
sich bei Martin und wünschte ihm ein frohes Weihnachtsfest.
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