| Anka war mit ihren Eltern und ihrem Bruder Nico neu in ein altes Haus gezogen. Es lag dunkel und einsam in der nähe eines Friedhofs. Anka war es gleich unheimlich gewesen.
Doch wenn man es abends sah, wie Anka, war es noch schrecklicher. Ein Fensterladen knallte zu und jemand schrie.
Dann fuhr ein rascheln durch den Busch. Mit einem Satz war Anka hinter dem Rücken der Mutter verschwunden. Ihr Bruder höhnte:
"Fürchtest du dich? Willst wohl zu Mama? Mehr Anstand hätte ich dir schon zugetraut." Doch auch seine Stimme klang Angstvoll und
zitterig. "Lasst und rein gehen. Es fängt an zu regnen" rief Mama. Alle rannten ins Haus.
Als Anka dann zum Essen kam und die Tür zum Esszimmer aufmachen wollte, schwang sie von selber auf.
Noch ehe sie den Türknopf anfassen konnte. Nachher ging sie in ihr Zimmer und legte sich ins Bett. In ihrem
Traum wurde sie gezwungen ganz allein in dem Haus zu bleiben. Alle zogen
aus. Schweißgebadet wachte sie auf. Ein leises Kichern hörte sie. War es Einbildung? Hatte Nico den Fernseher angelassen? Aber da rief eine krächzende
Stimme: "Komm,Anka! Hier ist es schön. Du sollst bei den Toten ewig leben." Wo waren ihre Eltern oder Nico?
Ich gehe zu Nico, dachte sie. Sie tastete nach dem Licht-Schalter. Das Licht ging aber nicht an und sie musste im
Dunkeln auf den Flur hinaus gehen. Da waren wieder diese Stimmen. Hilfe!!! Wäre sie bloß jetzt bei den Eltern. Als sie den Flur entlang ging, sah sie eine schwarze Gestalt, die den Weg zum Dachboden einschlug. Sie schrie und versteckte sich hinter dem
Geländer. Die Gestalt fuhr herum und rief: "Wer ist da? Anka?"
"Nico! Bin ich froh. Ich habe Stimmen gehört und will wissen was das ist. Sie riefen nach mir."
Nico nickte und gemeinsam gingen sie die knarrende Treppe hinauf. Was erwartete sie dort oben? War die Stimme Einbildung oder echt?
Sie betraten den Dachboden. Plötzlich lachte
jemand hell auf. Die zwei wandten sich um schauten in einen Spiegel, der so gleich anfing zu blitzen. Der Boden schwankte wie wild. Anka wurde in einen Sog gezogen und Nico
verschwand. Gleich darauf prallte sie auf harten Boden. Im gleichen Moment glitten schwarze Gestalten über sie und
riefen: "Anka! Anka! Frühstück! Anka!" Anka öffnete die Augen. Ihre
Mutter stand da. War alles nur ein Traum? Aber wieso klebte an ihren Händen immer noch schwarzer Schleim?
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