Die Blinde Kuh - Suchmaschine für Kinder
Die Suchmaschine für Kinder - ©1997 Birgit Bachmann und Stefan R. Müller
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Blinde Kuh
Kinder-Post
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Blutflecke an der Mauer
eine Geschichte von Moritz (11 Jahre),
der sich darüber freuen würde, wenn du ihm deine Meinung dazu schreibst.

In einer Schule in Berlin war es ganz still, man hörte nur das Zwitschern der Vögel. Doch da fing zum letzten mal in diesem Schuljahr die Pausenklingel an zu läuten. Plötzlich flog die Eingangstür auf und Kinder kamen heraus gestürzt. Da gab es drei Kinder, es waren zwei Jungen und ein Mädchen. Die beiden Jungen hießen Jan und Moritz. Das Mädchen hieß Anika. Auf ihrem Heimweg konnten sie eine Strecke zusammen laufen und beredeten ihre Ferienreiseziele .Jan und Moritz waren Brüder und fuhren auf die Insel "Wake" in den U.S.A.. Doch da fuhr Anika auch hin, das hatten die Eltern von Jan und Moritz mit denen von Anika besprochen, ohne den Kindern was zu sagen. Alle drei freuten sich riesig und gingen nach Hause. Als sie zuhause ankamen erfuhren sie, dass sie schon jetzt ihre Koffer packen mussten, denn ihr Flug war für früh am Morgen gebucht.

Nachdem sie angekommen waren packten die Eltern die Koffer aus und machten etwas zu essen. Während dessen erkundeten Jan, Moritz und Anika die waldige und hügelige Gegend. Da sahen sie einen Waldweg und gingen auf ihm weiter. Nach einer Biegung türmte sich plötzlich eine riesige Mauer vor ihnen auf. Ihre Münder standen weit auf und Anika stieß ein :"Ooooh" aus, auch die Augen der Kinder standen vor Staunen auf. Nachdem sie sich wieder gefasst hatten, gingen sie leise um die Schlossmauer herum und hörten an einer Stelle ein leises Keuchen. Plötzlich schreckte Jan zurück, der ganz vorne lief und anscheinend etwas gesehen hatte . Jetzt sahen auch die anderen beiden was Jan gesehen hatte, ein wenig Blut kam an der Mauer hinunter geronnen. Sofort rannten die drei nach hause und erzählten es ihren Eltern, doch die meinten: "Ach, das war bestimmt nur rote Farbe oder etwas Ketchup. Ihr habt euch bestimmt getäuscht." Doch die Kinder ließen den Gedanken nicht los, dass es doch Blut war. Deshalb beschlossen sie, dass sie in der nächsten Nacht versuchen wollten ins Schloss zu kommen und zu gucken, woher das Blut kam.

Also gingen sie nächste Nacht um 22 Uhr aus dem Haus und schalteten die Taschenlampen ein. Sie fanden den Weg zum Schloss ohne Mühe wieder und gingen auf ihm entlang, dabei hörten sie das leise Rufen der Eulen, die in den Bäumen hockten und in die Nacht starrten. Leise gingen sie um die Schlossmauer und tatsächlich fanden sie eine unverschlossene Tür. Sie gingen hinein. Plötzlich fragte jemand mit wichtigtuerischer Stimme: " Was wollt ihr denn hier?" Moritz antwortete ängstlich stotternd : " Ahh, ämm, wir wollten eigentlich nur..." " Ach ich verstehe schon." Polterte der Geist sofort los, "Ihr wollt bestimmt einen Schlossführer, der euch hier herum führt." Keines der drei Kinder kam zu Wort, denn der Geist brabbelte ununterbrochen:" Dies ist der Haupteingang, das ist die Folterkammer und..." Während er redete, dachte er sich, wenn ich die Kinder in einem der Kerker einsperre, wird mein großer Bruder endlich davon überzeugt sein , dass ich es wert bin ein ganzer Geist zu werden. Doch in diesem Moment meinte Anika, der das Ganze unheimlich geworden war: " Also wir müssen jetzt ganz schnell nach hause, weil wir noch was essen müssen jetzt und und ..." Schnell rannten sie weg und hörten nur noch ein : " Ach hier braucht mich ja eh niemand, dann geh ich eben." Doch er hatte vergessen, dass er nur ein nur ein Halbgeist war, deswegen machte es ein lautes " Bumms" und ein: "Aua! Können diese doofen Türen nicht ein bisschen weicher sein? Immer wieder vergesse ich , dass ich nur ein Halbgeist bin und renne gegen die Türen!"

Nachdem Anika am nächsten Morgen aufgewacht war, schaute sie auf die Uhr. Es war 11 Uhr mittags. Während sie aufstand, um die beiden Jungen zu wecken, hörte sie ein Klappern von Geschirr und Herrn und Frau Müller miteinander reden . Es wurde ein schöner Tag , denn sie gingen Eis essen und machten einen Ausflug. Als Herr und Frau Müller sich gerade dazu bereit erklärt hatten, Fischbrötchen zu holen, meinte Jan ganz nebenbei: " Ich finde , wir müssen

heute Nacht noch einmal zu diesem Schloss gehen und herausfinden, was da los ist. Ich wette, da wird nur ein Film mit ´nem als Geist verkleideten Menschen gedreht." Moritz und Anika stimmten ihm zu, obwohl ihnen dabei ein bisschen mulmig zumute war. Doch Anika warf bedenklich ein; " Und was ist wenn ..." Sie wurden unterbrochen, denn Herr und Frau Müller öffneten die Autotür und reichten die Fischbrötchen herein, dabei sagten sie; " Jetzt ist unser Geldbeutel aber viel leichter als heute morgen, bestimmt können wir uns die nächsten 1-2 Monate zu hause nichts mehr leisten."

Abends spielten sie noch ein Spiel, doch dann gingen alle ins Bett und waren froh darüber. Nach 15 Minuten flüsterte Moritz; " Jan, Anika, wacht auf! Habt ihr etwa vergessen, dass wir zum Schloss wollten?" " Nein, natürlich nicht!" flüsterten sie zurück. Also standen sie auf (sie mussten sich nicht mehr anziehen, denn sie waren noch angezogen, als sie ins Bett gingen) und gingen aus dem Haus. Dann rannten sie schnell zum Schloss. Doch als sie auf das Schlossgelände kamen, rief jemand: "Eindringlinge! Eindringlinge! Fangt sie!" Schon sahen sie ein paar kleine Gestalten auf sie zu rennen. Sie sahen aus wie Zwerge. Anscheinend waren es Zwerge mit kleinen Holzkeulen und Eisenhelmen. Auf einmal fing Jan, zum Erstaunen der anderen, laut an zu lachen. Was die Zwerge ganz und gar nicht lustig fanden, denn sie mussten sich die Ohren zuhalten und einige fingen auch an zu lachen. Sie lachten so doll, dass einige umfielen und sich die Bäuche hielten. Anika und Moritz lachten auch.

Nachdem sich alle wieder eingekriegt hatten, fragte Moritz vorsichtig; "Seid ihr sehr gefährlich?" Einer der Zwerge antwortete mit hoher Stimme; "Hoho, naja so gefährlich sind wir nun auch nicht." Auf einmal kam es aus Anika herausgesprudelt; " Was ist das eigentlich für Blut draußen an der Mauer?" Ein anderer Zwerg antwortete ängstlich; "Das ähh....Das hmm.. Das ist so, hier sind schon öfter Leute herein gekommen und sie wurden von schrecklichen M.. Monstern aufgefressen. Dann hat es immer so gespritzt." Ein langes Schweigen trat ein, bis der erste Zwerg die Stille brach; "Es gibt da einen schrecklichen Mann, der ihnen das befohlen hat und uns hat er beauftragt, die Leute zu fangen, Doch wir wollen, dass er getötet wird. Aber das geht nur, wenn die Seelen der Getöteten, die die Monster ihnen ausgesaugt und einsperrt haben, befreit werden. Denn sie bringen ihn dann um und sterben danach selbst. Nur leider kommen wir nicht an die Gläser, in denen die Seelen gefangen sind, heran. Das können nur Kinder." Sofort wurde es Anika, Jan und Moritz klar, dass sie es schaffen mussten, die Seelen zu befreien. Deshalb fragte Jan; "Wo sind denn diese Seelen?" Der zweite Zwerg lächelte und meinte: " Wir werden euch hinführen."

Als sie angekommen waren, sahen sie eine kleine eisenbeschlagene Hintertür. Vor ihr lief der kleine Halbgeist hin und her. Einer der Zwerge erklärte ihnen, was sie vorhatten; "Einer von uns wird ihn weglocken und dafür sorgen, dass ihr ganz in Ruhe rein und die Seelen befreien könnt, denn dann töten sie den Schrecklichen," Schon ging ein Zwerg auf den Halbgeist zu und lockte ihn etwa 5 Meter von der Tür weg, die nur mit einem Haken verschlossen war. Schnell rannten die Kinder los. Es waren nur noch vier...drei...zwei Meter bis zur Tür. Plötzlich drehte der Halbgeist sich um und sah sie rennen. Sofort rannte , das heißt schwebte er hinter ihnen her. Er holte immer weiter auf. Doch da erreichten sie die Tür, öffneten sie und schlugen sie schnell hinter sich zu und verriegelten sie. Und wieder hörten sie ein: "Bumms!" und " Aua! Können denn die doofen Hartholztüren nicht ein bisschen weicher sein? Immer wieder vergesse ich, dass ich nur ein Halbgeist bin und renne gegen eine Tür!" Dann wandten sie sich dem Raum zu. Er stand voll mit Unmengen an Einmachgläsern in denen wohl die Seelen gefangen waren. Auf einmal erzitterte die Tür von einem gewaltigen Schlag getroffen und drohte aus der Wand zu brechen. Doch Anika nahm sich ein Glas und warf es gegen ein anderes und schon sah man dunkle Schatten, die auch die anderen Gläser kaputtschlugen und somit auch die anderen Seelen frei ließen. Plötzlich zersplitterte sie Tür und die Seelen flogen heraus. In diesem Augenblick wurde den Kindern schwarz vor Augen.

Als sie wieder aufwachten, lagen sie zuhause in ihren Betten. Sie dachten, es wäre alles ein Traum gewesen, doch jeder fand eine kleine Holzkeule und einen eisernen Helm unter seinem Kopfkissen und so wussten sie, dass sie nicht geträumt hatten. Es wurden noch schöne Ferien auf Wake, muss gesagt werden.

ENDE

 
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