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Der Traum vom Fliegen ist so alt wie die Menschheit. Aber es dauerte mehrere 1000 Jahre, bis es endlich gelang, in die Luft zu steigen.
   
 

Auf in den Himmel, aber wie?

Im 15. Jahrhundert machte sich Leonardo da Vinci daran, das erste Flugzeug zu erfinden.

Leonardo da Vinci Die wichtigste Frage, die gelöst werden musste, war: Wie bekommt man eigentlich ein Flugzeug in die Luft? Denn Materialien wie Holz, Papier, Stoff und Metall können ja gar nicht fliegen.
Zeichnung eines Hubschraubers

Da Vinci kam auf die Idee, dass man sich in die Luft schrauben könnte, vorausgesetzt, man kann diese Schraube schnell genug drehen.

Er erfand damit den ersten Hubschrauber (Helikopter) zumindest theoretisch, denn erst im 20. Jahrhundert wurden die ersten richtigen Hubschrauber gebaut.

 
   
Leonardo da Vinci (1452-1519) war nicht nur Flugzeugerfinder, sondern ein berühmter Maler und Wissenschaftler der Renaissance. Hier sind ein paar bekannte Werke von ihm. Wenn du da drauf klickst, kannst du dir das in groß ansehen:
Mona Lisa
Mona Lisa
Proportionen des menschlichen Körpers
Mensch
Anatomische Zeichnung vom menschlichen Körper
Anatomie
Menschliches Konochengerüst
Skelett
Waffen, mit denen man Festungen brechen konnte
Waffen
Studien von Gesichtern
Gesichter
   
 

Heißluftballons

Klick drauf und du bekommst das Bild in gross ...    Eine andere Möglichkeit sah Leonardo Da Vinci darin, dass man heiße Luft in einen Ballon füllen könnte. Denn da heiße Luft leichter als normale Luft ist, müsste ein solcher Ballon einfach in den Himmel steigen.

Doch, erst 300 Jahre später im Jahre 1783 gelang es den Brüdern Joseph and Etienne Montgolfier in Paris einen solchen Ballon - Die Montgolfiere - zu bauen und tatsächlich damit zu fliegen. 

Am 5. Juni 1783 stiegen sie vor vielen Schaulustigen etwa 300 Meter mit ihrem Ballon in die Luft.

Schon am 27. August 1783 stieg der erste Gasballon in die Lüfte.

Gebrüder Montgolfier
 
   
 

Gleitflug, Segelflug, Vogelflug

Diese Apparate sind natürlich etwas monströs. Daher reizte noch die Idee, vom Menschen mit Flügeln, die so fliegen können, wie es die Vögel immer schon taten.

Nun haben Menschen ja nun mal keine Flügel. Also lag nichts näher, als der Gedanke, sich einfach solche Flügel zu basteln.

Klick auf Otto, dann bekommst du ihn in Groß Einer der Ersten, die damit durch die Lüfte schwebten, war Otto Lilienthal (1848-1896)

Er rannte samt Flügel einfach einen Hügel herunter und flog, bzw. glitt durch die Luft. Seine ersten Flüge waren ein Erfolg. Zum ersten mal flog ein Mensch nur mit ein paar Flügeln. Doch am 9. August 1896 geschah das, was geschehen musste. Otto Lilienthal stürzte gleich nach dem Absprung vom Berg aus 110 m Höhe ab. Am nächsten Tag starb er an den Folgen seiner schweren Verletzungen.

Nahezu zeitgleich wurde auch das Photographieren erfunden. So gibt es von den Flügen Lilienthals und von seinem Flugzeug Fotos aus jener Zeit.

Otto Lilienthal
Lilienthal fliegt!
Otto Lilienthal
Glückliche Landung
Otto Lilienthal
Abgestürzter Flieger
 

Weitere Informationen mit Bildern über die Flüge von Otto Lilienthal findest du auf den Seiten des  Otto-Lilienthal-Museums in Anklam. Anklam, im östlichen Teil Vorpommerns, ist die Geburtstadt von Lilienthal.

Richtig wissenschaftlich geht es auf den  Seiten der TU-Berlin zu. Das ganze ist auch noch auf Englisch. Aber hier kannst du schon anhand der Bilder gut sehen, woher sich Otto Lilienthal seine Ideen geholt hat: nämlich direkt aus der Natur.

   
 
Motorflugzeuge

Noch musste man heftig arbeiten, um mit dem Haufen Zeugs zu fliegen.

Ein Anschub musste her, also irgendetwas, was Kraft hat und damit das Flugzeug in die Lüfte heben konnte. Eine solche Kraft konnte bald schon durch einen Benzinmotor erreicht werden, allerdings, sind Motoren nicht gerade leicht, und so wurden die Flugzeuge mit der Zeit auch immer schwerer.

Orville
Orville
Wright
Wilbur
Wilbur
Wright
Die Ersten, die mit einem Motorflugzeug in den Himmel stiegen, waren die Brüder Wilbur (1867 - 1912) und Orville (1871 - 1948) Wright. Am Morgen des 17. Dezember 1903, hob ihr Flyer nach mehreren Fehlstarts endlich vom Big Kill Devil Hill an der Küste von Nord-Karolina (USA) ab. Ganze 36 m wurden geflogen, was schlappe 12 Sekunden dauerte. Was für eine Sensation. Doch schon im zweiten Flug wurden 260 m zurückgelegt. Der Motorflug war erfunden.
Klick drauf, und du bekommst das Bild in groß ... Gebrüder Wright Gebrüder Wright

Doch, waren die Amerikaner wirklich die Ersten? 

Klick drauf, und du bekommst einen großen Weißkopf ...
Eventuell flog schon 2½ Jahre vor den Gebrüder Wright, am 14. August 1901, Gustav Weißkopf aus Deutschland mit seinem selbstgebauten Motorflugzeug in die Lüfte. Und das würde bedeuten, schon wieder waren es zuerst die Europäer. Doch, es gibt nur ein kleines Problem. Es gibt kein Foto von dem Flug, sondern nur von dem Flugzeug auf dem Boden. Niemand scheint zu wissen, ob Weißkopf wirklich jemals geflogen ist. Seine Maschine wurde nachgebaut und es gelang sogar, damit in den Himmel zu steigen. Möglich wäre es jedenfalls gewesen.
Gustav Weißkopf Nr.21B Gustav Weißkopf Nr.21B Gustav Weißkopf Nr.21B

Wie auch immer, von da an kam die große Zeit des motorisierten Fluges. Anfangs nahm allerdings niemand Notiz von den sensationellen Erfolgen. Fliegen? Das ist doch ein Witz, ein Abenteuer für wagemutige Verrückte! So dachten die meisten Leute. Doch überall bastelten Leute an Flugzeugen herum und versuchten damit in die Luft zu kommen. Die verrücktesten Maschinen wurden gebaut und es gab richtige Flugmeisterschaften, um das beste aller Flugzeuge herauszufinden.

Es sollte aber noch einige Jahrzehnte dauern, bis die ersten Passagiere mit an Bord durften.

 

Weitere Informationen zu Gustav Weißkopf  www.weisskopf.de

Im  Deutschen Museum in München hängt ein Nachbau des Flyers. Außerdem gibt es weitere Informationen über die Gebrüder Wright.

In den USA gibt es ein  Wright-Brothers-Museum mit vielen Infos und Bildern.

   
 
Zeppeline (Luftschiffe)

Natürlich machte man sich auch auf, Ballons mit Motoren zu versehen. Denn bisher flogen sie nur dorthin, wohin der Wind es wollte, aber nicht unbedingt der Ballonführer.

Graf Zeppelin erfand eine eigenartige Konstruktion: 

Mehrere Ballons wurden hintereinander gebunden. Das ganze wurde dann noch mit Stoff überzogen. Unten hing eine Gondel für Mannschaft und Passagiere. 

An dieser Zigarrenform wurden mehrere Motoren angebracht.

Graf Zeppelin

Gefüllt waren die Ballone nicht mit heißer Luft, sondern mit Wasserstoff, einem Gas, das leichter ist als Luft.

Klick drauf, und du bekommst diese Aufnahme in gross ... Klick drauf und du bekommst diese Aufnahme in groß ... Der Zeppelin LZ 127 Der Zeppelin LZ 126

Leider ist Wasserstoff hochexplosiv. 

Das größte Luftschiff, das je gebaut wurde, die "Hindenburg" explodierte dann auch in den 30er Jahren bei dem Landeversuch in New York. Diese Katastrophe beendete die große Zeit der Luftschiffe.

Heute fliegen noch kleinere Luftschiffe dieser Art (statt Wasserstoff mit Helium), aber häufig leider nur, um als Werbefläche zu dienen. Schade eigentlich.

 

Weitere Informationen mit Bildern gibt es beim  Zeppelinmuseum Friedrichshafen

Ein paar alte Photos finden sich auf  Luftschiff.de

Vielleicht auch interessant, die  Deutsche Zeppelin Reederei in Berlin dort kann man Flüge buchen, die reichlich teuer, aber trotzdem schnell ausgebucht sind.

   
 
Höher, Schneller und Weiter

Nachdem die ersten Maschinen problemlos im Himmel waren, und vor allem deren Einsatz im Ersten Weltkrieg und ihr Einsatz als Postflieger in den USA den Durchbruch für die Luftfahrt gebracht hatten, ging es nun daran, den Himmel zu erobern.

Drei große Ereignisse folgten und diesmal waren die Amerikaner die ersten:

Überquerung des Nordpols

Am 9. Mai 1926 überflog der Amerikaner Richard E. Byrd mit einer Fokker F. VII a/3m den Nordpol und kam dem Luftschiff "Norge" zuvor. Zwei Tage später überflog die Norge mit Roald Amundsen an Bord als erstes Luftschiff, den Nordpol.

Überquerung des Atlantiks

Am 21. Mai 1927 landete der Amerikaner Charles Lindbergh nach 33½ Stunden Flug von New York (USA) nach Paris (Frankreich) mit seiner Maschine die "Spirit of St.Louis" im Flughafen von Paris. Dies war der erste Flug über den Atlantik. 5810 km flog Lindbergh, der aufpassen musste, dass er während des langen Fluges nicht einfach einschlief und ins Meer stürzte. Die Sensation war perfekt. Ganz Paris war auf den Straßen, um den Amerikaner und sein Flugzeug mit eigenen Augen zu sehen.

Klick drauf, und du bekommst die Spirit in groß ...

Einmal um die ganze Erde

Der erste Flug rund um die Welt gelang bereits früher. Am 28. September 1924 erreichten 3 amerikanische Maschinen nach 175 Tagen und 44.312 km ihren Ausgangspunkt in den USA. Allerdings wurde nicht in Einem durchgeflogen. Die reine Flugzeit dauerte 15½ Tage.

1929 ist es das Luftschiff "Graf Zeppelin", dass in 22 Tagen um die ganze Welt fliegt.

 

Weitere Informationen gibt es direkt bei der  Lindbergh Foundation, eine Organisation die Lindbergh mit gegründet hat.

   
 
Die ersten Passagierflüge

Heutzutage fliegt alles mögliche in die Luft. Ballons, Segelflieger, Gleitflieger, Ultralight-Flugzeuge, Motorflugzeuge, Düsenflugzeuge, Hubschrauber, Wasserflugzeuge, Raketen u.s.w.

Bis es aber so weit war, musste noch viel passieren. Noch waren die Piloten Helden, Himmelstürmer, ja Verrückte.

Doch auch schon die ersten Passagiere flogen mit. Diesmal nicht als Co-Piloten, sondern eben als Passagiere, wie dieses Photo aus dem Jahre 1924 in Detroit zeigt.

Im Mai 1930 flogen die ersten weiblichen Stewardessen bei Inlandsflügen der Boeing Air Transport 80As mit. 

Wer Stewardess werden wollte, musste eine Ausbildung als Krankenschwester haben, ledig, und durfte nicht älter als 25 Jahre sein. Man ging zu diesen Zeiten offenbar noch davon aus, dass es ein Wunder sei, wenn ein Flugzeug in den Himmel stieg, aber ein viel größeres Wunder, wenn es nicht gleich wieder herunter fiel.

Am 6. April 1926 starteten auch in Deutschland planmäßige Flüge bei der "Deutsche Luft Hansa AG", die später "Lufthansa" heißen wird. Ab 1932 fliegt die Junkers 52, genannt "Tante Ju" für die Lufthansa.


Die Ju 52 fliegt auch noch heute Rundflüge mit Passagieren.

 
   
 
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