Endstation: Der Tod
Henry feierte mit seinem besten Freund und seiner besten Freundin Halloween.
Sie wetteten, dass sich niemand in die alte Höhle traue, von der man sagte, dass dort unten das geheimnisvolle Mädchen wohne, das von ihrem Freund verlassen worden sei. Seither soll sie einen riesigen Hass auf Jungen haben. Sie losten aus und das Schicksal wählte Henry aus. Er müsse ein Beweisstück mitbringen, damit man ihm glauben könne.
Henry und seine Freunde liefen zum Friedhof, wo sich die Höhle befand. Schon als er dort ankam, hatte er ein mulmiges Gefühl im Bauch. Mit einer Taschenlampe bewaffnet, marschierte er direkt auf die Höhle zu. Seine Freunde blieben am Friedhofstor stehen. Er schaltete die Lampe ein und stolperte die ersten paar Treppenstufen hinunter. Er merkte, dass es heller wurde und wurde sogleich ein bisschen mutiger. Die nächsten dreißig Stufen passierte nichts Neues.
Doch nun kam er in einen langen und dunklen Gang. Er leuchtete nach vorne und auf einmal sah er ein Mädchen. Er schätzte es auf ungefähr fünfzehn und es sah furchtbar traurig aus. Doch als es ihn sah, hellte sich ihre Miene ein kleines bisschen auf. Sie schwebte fünf Meter auf ihn zu. Im Licht der Taschenlampe wirkte es auf einmal wieder so traurig wie vorher.
Doch schlagartig wechselte ihr Gesichtsausdruck: Auf einmal war ihre Miene so erbost und wütend. Man konnte förmlich den Hass spüren, der von ihr ausging.
Mit schnellen Schritten kam sie auf den, vor Angst schlotternden, Jungen zu.
Henry wollte losrennen doch er blieb stehen. Warum sah er den Ausgang nicht mehr? Wieso war der Gang auf einmal endlos lang? Trotzdem begann er zu rennen, doch schon nach wenigen Metern hatte das Mädchen ihn eingeholt. Sie griff nach seinem Arm und grub ihre Finger in seinen Arm. Es ging eine eisige Kälte von ihr aus. Gerade noch fürchtete er sich, dann wurde er ins Schwarze gezogen.
Der Junge kam nie wieder aus der Höhle heraus und niemand traute sich mehr hinein.