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Avalon

Avalon

03.12.2008
geschrieben von Anja

Marie rieb sich die Augen. Ein Blick auf ihren Wecker verriet ihr, dass es schon 12 Uhr war. Müde schlüpfte sie in ihre weichen Pantoffeln und schlürfte zum Fenster. Kalte Luft schlug ihr entgegen. Die Fensterläden des alten Hauses klapperten schaurig im Wind. Des Hauses, indem sie seit Jahren alleine war. Aber sie wusste, dass sie früher eine Mutter gehabt hatte, die sie, als sie fünf war, verlassen hatte. Seitdem brachte ihr jemand früh und abends etwas zu essen und verschwand wieder. Ein paar mal hatte sie diesen jemand gesehen. Es war eine Frau, die um sie sorgte.

Der Vollmond schien hell ins Fenster. Marie glaubte am sternenlosen schwarzen Himmel kleine Nebel zu sehen, die immer näher kamen, wie in einem Traum. Selbst Marie kam sich vor wie in einem Traum. Ihr war, als würde sie ein kalter Nebel umhüllen. Langsam wurde aus den Nebeln, ein milchiger Nebel. Er näherte sich Marie. Ihr Herz schlug schneller, ihr Atem wurde heftiger und sie hatte am ganzen Körper eine Gänsehaut. Der Nebel näherte sich und nahm langsam Gestalt an. "Ein Gespenst!", dachte Marie.

Plötzlich stand die Nebelgestalt vor ihr und sah sie an. Marie blieb stocksteif stehen. Dann hauchte es: "Komm mit mir, ins Reich der Menschen, Elfen und Zauberwesen" und strich Marie mit einem Finger über die Wange. Er war kalt, eiskalt. Sie zitterte am ganzen Körper. Dann schüttelte sie heftig ihren Kopf, so dass ihre braunen Locken durch die Luft wirbelten. "Bitte", hauchte das Gespenst, und erst jetzt erkannte Marie, dass es ein Junge war. Er war schön. Aber wieder schüttelte Marie den Kopf. "Bitte, Marlatea!", flüsterte das Gespenst bittend. Marie starrte ihn an.

"Wie hast du mich genannt? Marlatea?", das Gespenst nickte, "Nein, ich will nicht mit dir weg." "Du willst hier allein sein in diesem gottverlassenen Haus?", fragte er leise. Sie schüttelte den Kopf. "Also", murmelte das Gespenst und zog sie aus dem Fenster in die kalte Nacht. Marie wollte sich wehren, doch es gelang ihr nicht. Sie fühlte sich so leicht wie eine Feder und glitt durch die Nacht. "Wer bist du? Und warum nennst du mich so? Und wohin gehen wir? Und warum nimmst du mich mit?" "So viele Fragen", hauchte das Gespenst und lies sie los, Marie flog nun selbst durch die Nacht. "Ich bin Prinz Karolik, und ich nenne dich so weil du so heißt. Wir gehen an einen schöneren Ort, in das Schloss unserer Großmutter. Und ich nehme dich mit, weil du dazu bestimmt bist."

Marie hatte noch nie ihre Großmutter gesehen. So weit sie sich erinnerte war sie immer in diesem Haus gewesen. Allein und verlassen. Und nun sprach dieser Nebel-Junge von ihrer Großmutter, und anscheinend auch seiner. "Bist du mein Bruder?" Das Gespenst nickte. "Ich bin fünf Jahre älter als du. Als unsere Mutter mit dir floh, wurde ich verbannt für immer ein Gespenst zu sein. Bis an den Tag, an dem du mich rettest. Deshalb hole ich dich."

"Also wirst du kein Gespenst mehr sein, wenn ich bei meiner Großmutter bin?", fragte ich, wieder nickte er, "Aber warum floh Mutter?"

"Du und ich, wir sind nur Halbgeschwister. Ich bin der Sohn eines Prinzens und du bist die Tochter eines - also - eines Dunkelelfens. Unsere Großmutter verbannte sie, weil unsere Mutter einen Dunkelelfen liebte. Und dafür wurde Großmutter bestraft.", flüsterte Karolik. "An mir."

"Und wohin fliegen wir?", fragte sie leise. "Nach Avalon, dem Land der Zauberwesen", verkündete Karolik. "Lebt Mutter noch?", fragte er danach. "Das weiß ich nicht. Ich glaube ich habe sie ein paar Mal gesehen", sagte sie, "Sie hat mir Essen und Trinken gebracht" Er nickte nur kurz. Dann flüsterte er: "Mach Os Iléntã!"

Darauf erschien eine große Wiese mit lauter bunten Blumen und Bäumen. Auf einem Berg stand ein prachtvolles schneeweißes Schloss, aus Türmen bestehend, mit blutroten Dächern. Es war wunderschön, atemberaubend, und zugleich geheimnisvoll. Der Himmel darüber war ein reines hellblau. Der Hügel, auf dem das Schloss stand, war smaragdgrün.

Am Anfang sah Marie das alles verschwommen, weil sie die haselnuss-grünen Augen zukneifen musste, weil alles so grell war, doch dann konnte sie alles mit offenen Augen betrachten.

Langsam landete sie auf der Wiese, doch trotzdem kam sie sich federleicht vor. Neben ihr landete Karolik, jedoch in Menschengestalt. Eine Zeit lang starrte er an sich herunter, und schien es fast nicht zu glauben. Dann drehte er sich zu ihr um und lächelte sie an. Zum ersten Mal konnte sie ihn genau ansehen. Und plötzlich wurde ihr klar, dass er wirklich ihr Bruder war.

Plötzlich umarmte er sie und murmelte: "Danke, danke!"

"Nein, ich habe dir zu danken", flüsterte sie. Marie sah sich mit großem Erstaunen im Schloss um. Der ganze Turm in dem sie standen war schneeweiß, bis auf die purpurnen Wandbehänge. Vor ihr stand ein großer goldener Thron, mit einem schneeweißen Tisch daneben. Der Boden war silbern. Rund um die Wand des Turmes standen kleine weiße Tische, mit goldenen Vasen und Blumen in allen Farben darin.

Als Marie nach oben schaute, wurde ihr schlecht, es ging etliche Meter nach oben. An der anderen Seite des Thrones führte eine Treppe nach oben, bis zum anderen Ende des Turmes.

Marie erstarrte als sie ihre Großmutter von der Treppe kommen sah. Niemand hatte ihr gesagt, dass es ihre Großmutter war, sie wusste es einfach. Ihre kristallblauen Augen glitzerten, genau wie Karoliks, und ihre schneeweißen Haaren durchfuhren dieselbe Farbe von blond wie Karoliks blonde Haare. Ihre Großmutter sah aus wie ihre Mutter, dass wusste sie plötzlich, und Karolik schien ihrer Mutter auch sehr ähnlich zu sein. Nur sie Marie, sah zwar aus wie ihre Mutter, sie hatte dieselben Locken und Augen, doch sie hatte braune Haare und haselnuss-grüne Augen, genau wie eine Dunkelelfe. Leicht strich sie sich über das Ohr und fühlte, dass es zerschlissen war, und spitz zulief. Erst jetzt fiel ihr das auf. Elf Jahre lang hatte sie es nicht gewusst.

"Marlatea!", rief ihre Großmutter so sanft, freundlich und so, dass Marie wusste, dass sie sie lieb hatte. Da wusste Marie, dass sie hier willkommen war. Und sie wusste, dass es ihrer Großmutter nichts ausmachte, dass sie eine halbe Dunkelelfe war. Und sie wusste, dass alles, was sie in diesem Moment fühlte, Liebe war. Sie hatte nun zwei Menschen an ihrer Seite, die sie lieb hatten und die sie immer lieb haben würden. Sie hatte das größte Geschenk bekommen, was sie hätte bekommen können: Lieb gehabt zu werden.

"Danke Avalon!", dachte sie und lachte lauthals fröhlich und drehte sich im Kreis. Noch nie hatte sie gelacht. Noch nie, bis zu diesem Tag.

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