Ein abenteuerlicher Sommer
"Mama, kann ich endlich in den Garten?" "Ja, geh nur!" "Juhu!", rief Penny und raste nach draußen. Endlich Sommerferien! Sie kletterte auf einem Baum und hüpfte lachend wieder hinunter. Doch beim Landen knickte sie um und fiel - nein nicht auf die weiche Erde, sondern in ein tiefes Loch.
Als sie unten angekommen war, blickte sie in ein sehr seltsames Gesicht. "Wer bist du?", fragte Penny." "Ich bin der Lachzwerg. Meine Aufgabe ist, andere zum Lachen zu bringen. Und wer bist du?" "Ich bin Penny", sagte sie."Wo bin ich hier eigentlich?" "Du bist im Zwergenland!" "Aha", sagte Penny und ging weiter, bis sie zu einem Dorf kam. Hier wimmelte es nur so von Zwergen. Penny staunte.
Penny rannte auf das Dorf zu. "Hallo!", sagte sie zu einem Zwergenmädchen. "Kannst du mir ein bisschen die Gegend zeigen?" "Ja", antwortete das Zwergenmaedchen."Ich bin übrigens Blumea. Ich bin für Blumen zuständig. Und wer bist du?" "Ich bin Penny". Dann sagte Blumea: "Dorthin solltest du nicht gehen, denn da leben die seltsamen Kobolde. Sie berauben uns, wann immer sie können!" Dann zeigte sie in die entgegengesetzte Richtung. "Und da ist das Meer. Wir sind nämlich hier auf einer geheimen Insel. Sie heißt Zwergasta." "Können wir mal zum Meer gehen?" "Ja", sagte Blumea. Dann rannten sie zum Strand. Hier war es ganz leer, nur ein einzelner Zwerg saß gedankenverloren auf einem Sonnenschirm. "Oh nein! Koboldalarm!", schrie Blumea plötzlich. Und sie hatte Recht: Ein Floß trieb auf Zwergasta zu. Darauf saßen zwei grüne Kobolde. Blumea rannte zu einem Wachturm. Sie schlug Alarm. Penny rannte in die Wellen und schwamm auf die Kobolde zu. "Hallo!", sagte sie und krabbelte auf das Floß. "Ich habe eine Frage. Warum stehlt ihr ständig etwas von den Zwergen?", sagte Penny streng. "Weil sie nicht mit uns teilen!", sagte ein Kobold. Da mischte sich der andere ein: "Wir haben gar nichts, die Zwerge haben so viel und trotzdem geben sie uns nichts ab! Das ist nicht fair von den Zwergen." "Ich rede mal mit ihnen. Aber Stehlen ist auch nicht die richtige Lösung, merkt euch das!" Die Kobolde nickten.
Als die Zwerge von ganz Zwergasta versammelt waren, begann Jenny mit ihrer Rede. "Liebe Zwerge von Zwergasta! Hiermit bitte ich euch, den armen Kobolden die Hälfte eures großen Besitzes zu geben." Die Kobolde riefen: "Als Gegenleistung wollen wir euch dann auch helfen." Blumea schaltete sich ein: "Wenn wir fair teilen, dann brauchen wir uns auch nicht mehr zu fürchten." Die Zwerge berieten sich kurz und bald schrien alle Zwerge: "Ja, wir wollen teilen!" Die Kobolde jubelten. Penny nutzte das Durcheinander und huschte davon. Sie wollte erst mal nach Hause.