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Eine Reise in die Türkei

Eine Reise in die Türkei

03.12.2008
geschrieben von Matthias (10)

Wir waren mit einer Gruppe Erwachsener unterwegs. Zu Beginn der Reise war ich sehr unsicher, weil ich außer meinem Vater niemanden kannte. Aber die meisten Mitreisenden haben sich von Anfang an mit mir unterhalten, das fand ich nett. Während der Reise habe ich mich sogar mit einigen angefreundet.

Zuerst landeten wir in Istanbul. Dort hatten wir volle fünf Stunden Aufenthalt. Drei Stunden davon waren wir in einem großen Kaufhaus, das unseren Kaufhäusern hier sehr ähnlich war, aber es gab viel mehr Imbissbuden und Schmuckläden. Die Besucher schienen gern zu essen und Schmuck zu kaufen. Typisch für unsere Reise war dieser Ausflug nicht.

Während Istanbul eine moderne europäische Großstadt ist, erschienen mir die Leute in Anatolien und Kappadokien ärmer als in Deutschland, denn sie hatten oft ältere Fahrzeuge. Ihre Häuser waren in den Dörfern häufig aus einfachen Steinen oder sogar aus Lehmziegeln gebaut. Anders als bei uns waren immer viele Leute auf den Straßen. Ich fand das gut, weil überall mehr los war. Die Männer saßen auf Mauern oder Bänken und spielten mit ihren Perlenketten, die Frauen gingen einkaufen oder unterhielten sich. Einige Kinder versuchten, uns Glücksbringer zu verkaufen. Ich finde es ungerecht, dass Kinder arbeiten müssen, stattdessen sollten sie in ihrer Freizeit spielen.

Weil es so viele Kinder gibt, werden die Schüler in der Türkei abwechselnd vormittags und nachmittags unterrichtet. Es fehlen noch Schulen und Lehrer. Jeder Schüler trägt eine Schuluniform, es soll keine Unterschiede zwischen Schülern reicher und armer Eltern geben. Aber trotzdem unterscheiden sich die Uniformen der staatlichen und privaten Schulen, wobei reiche Leute ihre Kinder in die Privatschulen schicken.

Besonders aufgefallen sind mir in der Türkei die Kirchen, die man Moscheen nennt. Sie bestehen aus einem großen Gebäude mit einer schönen Kuppel, meistens aus Mosaiksteinen. Daneben steht mindestens ein schlanker Turm mit einem kuppelförmigen Dach, an dem Lautsprecher hängen, durch die zum Gebet aufgerufen wird. Zuerst hat mich das erschrocken, weil es sehr laut war, fast schon wie Geschrei. Gestört haben mich nachts die Trommler, die an das Fasten erinnern sollten, denn unsere Reise fand im Ramadan statt, dem Fastenmonat, in dem die Erwachsenen tagsüber nichts essen und trinken dürfen. Fast genauso wie bei uns in der Fastenzeit vor Ostern, wobei die Moslems sich aber an das Fasten halten.

Kompliziert war das Bezahlen in türkischer Lira, denn für einen Euro habe ich 1.800.000 Lira bekommen. Ich musste alles mal sechs minus sieben Nullen rechnen.

Zurück zu meiner Reise: Am späten Abend des ersten Tages ging unser Flug weiter nach Ankara, der Hauptstadt der Türkei, und wir waren froh, im Hotel zu sein. In den folgenden Tagen fuhr unser Fahrer Mehmet uns mit einem kleinen Reisebus genau 3.750 km durch eine schöne aber karge und bergige Landschaft. Jeden Abend übernachteten wir in einem anderen Hotel. Die Leute, die im Hotel arbeiteten, waren sehr freundlich zu mir, oft habe ich Saft oder Aprikosen geschenkt bekommen.

Am zweiten Reisetag entdeckte ich in Hattusa, der ehemaligen Hauptstadt der Hethiter, einen großen, würfelförmigen grünen Stein, der sehr seltsam war, weil er überhaupt nicht zu den Ruinen passte. Niemand wusste, woher er war. Leider durfte ich keine größeren Steine mitnehmen, weil es verboten war.

Im Götterpantheon Yazilikaya und in der königlichen Sommerresidenz Karatepe beeindruckten mich die großen Götterbilder an den Wänden, die ich vorher noch nie gesehen hatte. Sie waren sehr schön und ich konnte mir nicht vorstellen, wie die Menschen sie vor einigen tausend Jahren in den Stein gehauen hatten.

Auch sehr gut gefallen haben mir die drei riesigen Türen der Moschee in Divrigi, die mit Sternen und quadratischen Mustern verziert waren und gar nicht zu dem schlichten Gebäude passten. Das erinnerte mich an die Geschichten aus Tausend-und-einer-Nacht.

In Kappadokien erforschten wir die unterirdische Stadt Kaymakli, in der sich zur Zeit der Christenverfolgung bis zu 30.000 Menschen verstecken konnten. Sie lebten in sieben Etagen unter der Erde. Für mich war die Stadterkundung sehr aufregend und spannend, da ich immer ein Stück vor meiner Gruppe ging. Was müssen die Christen für große Angst vor den Römern und den arabischen Stämmen gehabt haben! Sie hatten geheime Ausgänge gebaut, eine Steinrutsche, mit der man schnell mehrere Etagen überwinden konnte, ja sogar ein Warnsystem mit Lehmrohren, durch die man rufen konnte, hatten sie erfunden. Ich fühlte mich wie in einer anderen Welt.

Wortwörtlich ein Höhepunkt unserer Studienreise war die Besteigung des Berges Nemrut mit dem größten Grabhügel unserer Erde. Mit einem Minibus sind wir 40 km über schmale und kurvige Strassen und Wege bergauf und bergab gefahren und ich durfte vorne sitzen. Es war abenteuerlich! Oben, auf über 2000 Meter Höhe mussten wir noch eine halbe Stunde höher steigen. Schon von weitem sah ich riesige Menschen aus Felsen gehauen und ich fühlte mich ganz, ganz klein.

Am Ende der Reise besuchte ich noch eine Edelsteinschleiferei. Hier wurden die wertvollsten Steine verarbeitet. Ich kam mir wie ein Sultan vor, als mir zur Erinnerung vom Besitzer noch ein großen Onyx, ein Halbedelstein, geschenkt wurde. Noch oft möchte ich in dieses schöne Land reisen!

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