In England
Letzten Herbst wollten wir mal wieder verreisen, und zwar mit Motorrädern nach England. Also packen wir unsere Sachen und fahren los in Richtung Oostende, wo wir zum ersten Mal übernachten und dann gleich am nächsten Morgen die erste Fähre nehmen wollen. Gesagt getan, wir nehmen die Fähre und kommen trotz Seegangs heil in Dover in England an. Motorräder aus dem Schiff heraus fahren und ja nicht vergessen, dass in England Linksverkehr ist. Ist schon etwas ungewohnt. Aber nach einiger Zeit geht einem das auch schon in Fleisch und Blut über.
So fahren wir erstmal weiter nach Bridport, wo die Jugendherberge ist, in die wir eigentlich wollten. Da wir sie nicht auf Anhieb gefunden hatten, haben wir einfach die nächstbesten Leute da angesprochen und gefragt, wo denn die Jugendherberge sei. Aber denkste, die Jugendherberge hatten sie vor ungefähr 3 Jahren geschlossen! Also sind wir weiter in den nächsten Ort gefahren, um dort in die Jugendherberge zu gehen, und dieses Mal hat es sogar geklappt. Schnell die Betten bezogen und ab in die Heia, wir waren tierisch müde von der langen Fahrt.
Am nächsten Morgen gab es original englisches Frühstück, dass heißt "Porridge", spricht man "PORRIDSCH" (Haferflocken mit Wasser gekocht) und dann als "Hauptgericht" Toast mit gebackenen weißen Bohnen in Tomatensoße. Und danach essen die Engländer noch Toast, es ist echt erstaunlich, das die morgens nicht platzen, soviel wie die essen...... Dann sind wir wieder auf unsere Motorräder gestiegen, weil wir in die nächste Stadt fahren wollten. Also auf nach Yeovil, eine eigentlich kleine Stadt, aber man kann dort ganz toll bummeln und einkaufen. Dann sind wir auch noch am selben Tag nach Bath weitergefahren, eigentlich eine Kulturstadt, aber da mich (im Gegensatz zu meinen Eltern!) Kultur nicht so sehr interessiert, haben wir uns auch dort eher auf einkaufen beschränkt. Ich kannte Bath ja schon von meinem Englandaustausch von der Schule aus, also konnte ich meinen Eltern ein wenig über Bath erzählen, und kam so um eine Stadtrundfahrt herum. In Bath haben wir dann auch übernachtet und sind am nächsten Morgen frisch und fröhlich weiter gefahren, nach Brighton. Brighton ist eine ganz tolle Universitätsstadt an der Küste. Abends sind wir dann dort auch noch schön am Meer lang gewandert. Am nächsten Morgen hieß es dann auch schon wieder zurück zum Fähranleger zu fahren, denn unsere Fähre ging so um 18.00 Uhr nach Oostende zurück. Dort sind wir dann wieder in die Jugendherberge gefahren haben dort geschlafen und sind am Freitag wieder zu Hause in Hamburg gewesen.
Die Engländer sind schon ein lustiges Völkchen, sie fahren auf der falschen Seite und es ist alles furchbar teuer in England. Aber am merkwürdigsten sind ja immer noch die Essgewohnheiten der Engländer, morgens schlagen sie sich die Bäuche voll, mit Toast, Haferflocken, und Bohnen. Manche Engländer essen auch Würstchen und Speck dazu. Aber auf jeden Fall gehört ein Ei zum Frühstück. Spiegelei oder Rührei ist völlig egal, Hauptsache ein Ei!
Dann essen sie zu Mittag nur einen Müsliriegel und zum "Tea" (das ist für die so was wie Abendbrot, nur so zwischen 16.00- 17.00 Uhr) essen die wieder ganz schön viel. Diese Mahlzeit besteht häufig aus mitgebrachten Speisen von dem "Take-away" das ist so ähnlich wie ein Imbiss, nur dass man die Sachen mit nach Hause nimmt und dort isst. Es ist meistens ein Stück Fisch und eine Portion Pommes (Fisch + Chips). Zu unserem Abendbrot essen die Engländer nur ein paar Kekse. Und das größte Problem ist, dass sie alles anbrennen lassen, egal ob Toastbrot oder Würstchen überall sieht man den blauen Dunst von Angebranntem...
Sandra