www.blinde-kuh.de - Die Suchmaschine für Kinder - ©1997 Birgit Bachmann und Stefan R. Müller
Die Wikinger-Seiten der Blinden Kuh
Es ging auch etwas friedlicher zu - Schwedische Wikinger im Osten
Blinde Kuh
Entdeckung Amerikas
Schrecken Europas
Wikinger-Links
 
      
 

 

Runenstein

 

 


Wikinger-Denkmal
in Kiew

 

Rurik (Hrodrek)

 

 

Olga

 

 


Langschiffe

 

 

Wladimir

 


Schlangenmuster

Die Rus und Waräger

Obwohl eigentlich nicht so ganz klar ist, was "Wikinger" heißt, also woher das Wort kommt, und obwohl anfangs die Wikinger eher Bauerngruppen waren, von denen nur einige gelegentlich mit den Schiffen die Küsten unsicher machen, kann man die Wikinger in drei große Gruppen teilen.

Während die Norweger sich vor allem auf den Norden Englands, Irland und Island spezialisierten, und später sogar Grönland und Amerika erreichten, hatten es die Dänen auf die Küsten des Festlands abgesehen. Sie suchten das heutige Deutschland, Frankreich, Spanien und Sizilien in Italien heim. Und die Dänen  siedelten auch im Westen Englands. Die Dänen wurden später bekannt als "Normannen".

Etwas ruhiger und mit weniger Kriegsgeschrei ging die Besiedlung durch die Schweden im Osten vor sich. Ihre Ausdehnung nach Osten erfolgte nicht mit Kriegs-, sondern mit Handelsschiffen.

Von den slawischen Bewohnern des Ostens wurden sie Rus genannt. Mehrere Wikinger schlossen sich in Genossenschaften, die auch Lage genannt wurden, um gemeinsam Handelsreisen oder andere Unternehmen zu begehen und sich gemeinsam ein Schiff für die Fahrten zu leisten, was die Sache dann etwas billiger für jeden Einzelnen macht.

Jedenfalls im Einflussgebiet im Norden, Novgorod, hatten die Wikinger bereits im 9. Jahrhundert einen Handelsposten mit den Namen Holmgàrd.

Was erstaunlich war, der Sage nach riefen die slawischen Stämme selbst die Rus dazu auf, die Herrschaft über das Gebiet zu übernehmen, weil diese in Staatgeschäften begabter und erfahrener seien. Wahrscheinlich konnten die Slawen sich nicht auf einen König aus ihren eigenen Reihen einigen. Wie es aber genau vor sich ging, ob die Wikinger nicht auch im Osten plündernd durch die Gegend zogen, und die Schwäche der zerstrittenen Slawischen Stämme ausnutzen, ist unbekannt.

Die Wikinger fuhren im Jahre 860 den Fluss Don runter und dann über die Wolga in das Kaspische Meer. Dann standen sie vor den Toren des Byzantischen Reiches, dessen Hauptstadt Konstaninopel war.

Zwei Gefährten des Rurik (Hrodrekr), der ab 862 als König das Land der Rus in Novgorod regierte, gründeten im Süden den Posten Kiew.

Im Jahre 882 wurde die Reiche Kiew und Novgorod von Ruriks Nachfolger Helgi (Oleg) vereint, wobei er die beiden Herrscher Kiews töten ließ. Aus dem Land der Rus holte er sich Schweden, die er zu einem Bund vereinte, die Wargärer (nordisch "væringjar", was Eidgenossen meint). Sie bildeten eine Garde aus gleichzeitig Handelsleuten und Kriegern.

Im Jahre 911 griff Helgi mit seinen Wargärern Konstaniopel an. Plündernd fuhren die Wikinger von Kiew aus durch das Kaspische Meer. 944 kommt es zum Friedensvertrag zwischen Byzanz und Kiew. Die Wargärer werden zu Söldnern des Byzantischen Reiches und bildeten das Kernstück der Armee.

Kiew und Novgorod dehnten sich weiter aus. Nach dem Tode Igors, dem Nachfolger von Helgi, übernahm dessen Frau Olga im Jahr 954 die Regierungsgeschäfte für ihren Sohn, der noch etwas zu jung dazu war. Olga besuchte den Byzantischen Kaiser, um sich dessen Religion genauer anzusehen, fand die Orthodoxe Kirche aber nicht so dolle. Zwar holte sie Missionare ins Land, aber dann einigte sie sich mit dem deutschen Kaiser Otto I, katholische Geistliche nach Kiew kommen zu lassen. Das Rittertum des Westens ersetzte dann auch im Osten den Kriegerglauben der Wikinger an Odin und Thor.

Kiew-Novgorod wurde dann vor allem durch Heirat immer größer. Die unmittelbare Nähe zu Byzanz sorgte dann auch dafür, dass der kulturelle Einfluss aus Byzanz stärker wurde. Im Jahre 990 lässt sich der Großfürst Wladimir I, der beide Reiche 980 vereinte, im orthodoxen Glauben taufen und heiratete Anna, die Schwester des byzantischen Kaisers Basileios II.

Die Geschichte ging natürlich weiter. Aus Kiew-Novgorod wurde dann, nach dessen Zerfall, nach Überfällen durch die "Goldene Horden" des Dschingis-Khan, und nach Kriegen gegen Schweden, Mongolen bzw. Tartaren, das russische Zarenreich. In Novgorod wird eine Stadt Namens Moskau gegen 1147 gegründet. Sie ist heute die Hauptstadt Russlands. Kiew wurde zur Hauptstadt der heutigen Ukraine.

      

      

Im Osten Europas kamen die schwedischen Wikinger bis ans Schwarze Meer. Etwas raubeiniger ging es im Westen mit den dänischen und norwegischen Wikingern zu:

Genaues dazu kannst du im folgenden Kapitel lesen:

  Schrecken Europas

Die Wikinger sind auch richtig weit nach Westen gesegelt, siehe:

  Entdeckung Amerikas

Außerdem, wenn dich das Thema noch mehr interessiert, habe ich eine Reihe Webseiten dazu zusammengestellt, die du alle in Ruhe absurfen kannst.

  Wikinger-Links

      
 
Noch mehr Informationen über die Wikinger findest du in der Suchmaschine
Blinde Kuh
Kinder-Post

Die Wikinger-Seiten für Kinder der Blinden Kuh
Die Blinde Kuh
- Erste deutschsprachige Suchmaschine speziell für Kinder
www.blinde-kuh.de © 1997-2004 Birgit Bachmann und Stefan R. Müller