Die Suchmaschine für Kinder - ©1997 Birgit Bachmann und Stefan R. Müller
Einsatzmöglichkeiten der Blinden Kuh im Unterricht
Blinde Kuh
Spiele
Kids-E-Zine
Schulnetze Schulprojekte
 
Die Blinde Kuh im Schulunterricht
Eine Frage erreicht uns immer wieder. 

Wie kann man die Blinde Kuh im Unterricht einsetzen?

Einfach blöd und ohne Ziel drin herumsuchen lassen, oder nur die Spiele spielen, das kann es doch nicht sein.

Stimmt!

Nun, eigentlich ist dieses Internet-Angebot nur für Kinder. Für sie machen wir das alles hier. Als wir anfingen, waren Eltern und Lehrer nicht unsere Zielgruppe. Sie haben ja so schon genug Seiten.

Natürlich kann man mit der Blinden Kuh als Kind ein wenig das Internet entdecken. Und wir werden uns bemühen, dass es auch nicht so langweilig werden muss. Aber besser ist es doch meist, selbst Internet zu machen, mit den Kindern. Vorraussetzung dafür ist in der Regel auch ein "fressiges" Thema, eines, das viele Schüler mitmachen lässt und am besten eines, das sich im Internet auch darstellen lässt. Beispiele dieser Art haben wir zur Genüge unter dem Stichwort "Schulprojekte" zusammengefasst. Da gibt es zwar schon allerlei, aber eben noch nicht genug. Jedes dieser Angebote stellt für andere Schüler ein Mehrwert dar. Jedes dieser Angebote wird von Kindern auch außerhalb der Schule aufgesucht, man glaubt es kaum, aber so schlecht wie PISA die Schüler macht, sind sie nicht, denn sie surfen ja auch Sonntags. Wenn wir in unsere Suchwortstatistik schauen, sind nicht nur die Wörter "Spiele" oder "Fernsehen" darin zu entdecken.

Aber, wir hätten da auch mal ein paar andere Ideen. Wir haben den Bereich "Englisch" z.B. etwas aufgepeppelt, ebenso "Naturkunde" und "Sachkunde" sowie "Umwelt". Man muss jetzt nicht nach English-Lessions suchen, denn das Internet ist eh global, also Live, mit echten englischen und amerikanischen Kindern, die natürlich auch Dinge im Internet machen. Viele Informationen sind auf Englisch, klar, die USA ist ja dafür nun mal Vorreiter gewesen. So kann ein Besuch einer amerikanischen Zoo-Seite viel interessanter werden, als "trockene" Bücher es sein können. Denn da muss man Englisch können, oder zumindest mal im Wörterbuch nachschauen, um z.B. die WebCams der US-Zoos zu handhaben und um die Informationen über die dort lebende Tiere zu verstehen. Englisch wir zur Nebensache, dennoch notwendig bleiben. Das gleiche gilt auch für asiatische oder gar afrikanische Seiten. Warum immer "über" und warum nicht einmal "mittenrein"? Ebenso haben wir hier und da ein paar kleine Überraschungen versteckt. Dinge, von denen die Medien nicht sprechen, die sie noch nicht einmal erahnen. Sagen wir mal einfach, es sollen Überraschungen bleiben. So wird man mit dem Suchwort "Englisch" auch zu den Seiten der BBC gelangen, die etwa London und andere Städte live vorstellen. Oder, mittenrein in die NASA. Man gelangt zu Photographien über amerikanische Landschaften, wie den Grand Canyon, und man findet sich relativ schnell in einer Kinderseite voll mit englischen Schülern, die sich wahrscheinlich auch gerade fragen, was sie nun im Internet machen sollen. Internet ist kein Buch, kein Fernsehen, Internet ist schlichtweg das Internet. So wollte man eigentlich nur ein paar nette Beispiele für englische Texte zusammensammeln, und schon steckt man mitten in einer Englischsprachigen Welt. Haben wir natürlich auch mit Frankreich und Spanien so gemacht. Wir wollen ja nicht einseitig sein.

Anders sind die Bereiche Natur- und Sachkunde ausgerichtet. Zwar haben wir hier auch viele Seiten speziell für Kinder, auch und gerade für kleinere eingebaut, aber eben auch Seiten für "Experten" oder gar Liebhaber bestimmter Tierarten. Ebenso ist auch der Bereich "Umwelt" aufgebaut, der vollgespickt mit Seiten ist, von denen einige gar nicht mal für Kinder gemacht waren, aber okay, sie sind dennoch interessant. Interessant insbesondere für eine Zielgruppe um die 12 Jahre.

Ein anderer Fokus lag auf das Thema Geschichte. Das war sehr schwer, richtig viel passende Sachen zu finden, da es kaum spezielle Seiten für Kinder gibt, wenn, dann meist ab 16 J., also für die höheren Semester. Dennoch fanden wir was. teils wickelt es sich um den Komplex Märchen, teils ist es das Thema Mittelalter und Ritter, teils sind es aber auch aktuelle Ausstellungen. Natürlich hätten wir gern zu jedem Völkchen, das in den letzten 4000 Jahren von sich Reden machte egal auf welchem Erdteil, gern ein paar Seiten dazu gefunden. Aber, nada, so viele sind es nun leider dann doch nicht geworden. Na gut, man kann nicht alles haben, aber da ist noch Stoff für internetigen Projektunterricht zu finden. Und nicht gerade wenig. Gerade die kleinen Heimatgeschichten sind interessant. Wann, wo, welcher Kelte, wem in welchem Dorf ein römisches Goldstück gab, ja, das kann interessant sein. besonders wenn man 10-12 Jahre alt ist, und nun unbedingt mehr über die Kelten wissen will. Dieses Thema war so dünn besetzt, dass wir selbst uns ein herz fassten und der großen Nachfrage mit eigenen Kelten-Seiten begegneten. Aber das soll es eigentlich nicht sein. Wir vernetzen, machen ein paar kleinere Mitmachgeschichten und gut. Wir können einfach nicht das ganze Internet noch einmal machen. Jeder macht Internet. Wenn man also etwas sucht, kann man nur froh sein, dass da jemand was zu gemacht hat und dass es vor allem auch auffindbar ist. je mehr solche Seiten bei uns angemeldet werden, desto eher werden sie von den Kindern gefunden, die hier tagtäglich zu Zigtausenden nach irgend etwas suchen.

So schließt sich der Kreis. Die einen machen Content, wieder andere suchen Content und machen Content, den wieder andere suchen. Keine dieser Content-Seiten ist aber in der Lage, sich allein durch das Internet zu schippern. Die Zuwege müssen da sein und sie müssen einfach sein. Zusammen ergibt es das, was wir alle "Internet" nennen, aber eigentlich richtig "World Wide Web" heißt. Und das wiederum macht nicht einer alleine, egal was die Portal-Angeber auch immer erzählen, sondern alle zusammen. Machen Sie einfach mit. Es gibt keine User des Internets, sondern nur Macher. Die einen machen mehr, die anderen weniger.

Um eine große Lücke zu schließen, arbeiten wir auch mit Verlagen und Fernsehsendern zusammen. Im Kleinen versteht sich, nichts Großes, nur eben mit voller Kraft, unendlich viel Wissen für die Kinder auffindbar zu machen - das ist das Band dieser kleinen Allianz. Sehen Sie es einfach mal so, die Kinder schimpfen mit uns, wenn sie ihre Sachen nicht finden. Und das wollen wir ja nun nicht. Dazu gehört aber auch, dass sie auch das finden, was z.B. einige Lehrer und auch Schulklassen irgendwo in einer versteckten und von allen Besuchern verlassenen Winkel des Internets gemacht haben. Melden Sie solche Seiten an, bei uns, und auch bei Anderen. Wirken Sie mit, beim Projekt "Internet für Kinder", ob nun bei uns, oder auf anderen Kinderseiten. Vernetzen Sie die Seiten, sichern Sie die Wege zwischen den kleinen heilen Welten für Kinder. Alles was Kinder nicht finden, suchen sie dann im Bereich der Erwachsenen. Wir alle sind dann selber schuld, wenn die Kinder im Netz irgendwo verloren gehen. Deshalb muss eine riesige Positiv-Welt, eine Alternative aufgebaut werden. Was nützt der schönste Fahrradhelm, wenn man in der Gegend gar nicht Fahrrad fahren kann?

Das ist die Blinde Kuh, ein Zeichen, ein Symbol, ein Modell. Sie allein ist aber nicht das Internet. Auch wenn sie meistens recht einsam auf weiter Flur für eine vernetzte Internetwelt für Kinder kämpft, und das auch gegen alle Strömungen, wenn es sein muss. Sie ist textlastig, ist das nicht cool? Und wehe dem wenn nicht, was meinen Sie wie die Kinder meckern. Sie gehört zu den TopSites im deutschsprachigen Internet, und das ohne die Millionen, die andere in unsinnigem Webdesign und Webkonzepten verlieren. Auf ihren Seiten spielt die Musik so laut, dass sie gar nicht mehr die Technik sichern kann, während andere nur laut reden, aber ihnen die Kinder davonlaufen. Sie ist unbestechlich und neutral, na ja, etwas kommerzfeindlich, aber Macken hat ja jeder. Gleichzeitig kooperiert sie aber mit seriösen Unternehmen, und das sogar ohne zu fragen, was sie dafür als Gegenleistung bekommt. Sie macht eben weder Produkterziehung, noch Sendebegleitung. Und gehen Sie mal davon aus, dass einige Häuser ziemlich genervt sind, dass die fette Blinde Kuh zwischen ihnen und den Kindern im Netz steht und sei uns einfach nicht kaufen können. Ist eben irgendwie auch Freies Internet und kein Werbeauftritt. Schauen Sie sich an, wie viel Mühe aufgewendet wird, um die Medien gegen die Blinde Kuh aufzubringen, um sie in Vergleichen runter zu drücken, um sie endlich von der TopPosition zu schießen. Das bedeutet, das finden viele Leute aber gar nicht gut, sich ausgerechnet in der Öffentlichkeit mit einer privaten Homepage gemessen zu werden.

Und, wie gesagt, eigentlich ist die Blinde Kuh nicht für die Schule, sondern für die Kinder, die zufälligerweise auch Schüler sind, doch nicht nur. Und deshalb werden sie darin auch Spiele, auch Fernsehsender, auch Chats, auch Stars und auch Fußball, ja sogar Rezepte und manch einer sogar seine eigene Homepage drin finden. Denn auch das alles gehört zu ihrer Lebenswelt. Kann man gut finden oder auch nicht, nur es ist nun mal so.

Unser Ziel muss es sein, bei den an die hunderttausend Suchanfragen am Tag mit möglichst wenigen 0-Treffer-Seiten antworten zu müssen (höchstens 10% 0-Treffer, im Vergleich, die 0-Treffer bei Suchmaschinen für Erwachsene sind weitaus höher)  und mit möglichst sinnvollen und eben nicht mit irgendwelchen Treffern bei all den Suchworten zu parieren. Unser Ziel ist es eben nicht, Besucher zu genieren, denn wir haben ja auch keine Werbebotschaften, weder interne noch externe, die wir unter das Volk bringen müssen. Dass die Blinde Kuh so groß ist, war ein Versehen und eben nicht Bestandteil eines Konzeptes. Das heißt nur, dass dieses Konzept von den Kindern zumindest angenommen wird, auch dann, wenn sie immer noch etwas zu meckern haben. Und das heißt auch, da wir eben auch keine PR machen, dass sie von allein immer wieder kommen und das sogar freiwillig. Sie brauchen ein Werkzeug, das sie für ihren Alltag im Internet nutzen können, und mehr ist als nur ein kleines Spielportal, nämlich der weitgefächerte Zugang zu den Inhalten im gesamten Web. Inhalte, die spezielle für sie gemacht werden, und außerhalb der Blinden Kuh kaum auffindbar ist. Lassen Sie sich nicht täuschen, wenn sie unsere recherchierten Links in anderen Angeboten vorfinden. Es ist und war immer im deutschsprachigen Internet die Blinde Kuh, die dies in dieser Breite und Tiefe möglich machte.

Man kann jetzt überlegen, was genau sollen eigentlich die Kinder so alles finden? Was sie nicht finden sollen, ist ja leicht gesagt, aber was sollen sie finden? Die Frage ist gar nicht mal so albern. Wir sind auf Sendung. Das ist ein unabhängiger Sender. Also, was sollen wir senden?

Weitere Anregungen, die diese Arbeit unterstützen, nehmen wir gern mit auf. Denn wenn Sie sich schon fragen, wie man dieses Werkzeug für den Unterricht einsetzen kann, dann können Sie eigentlich auch gleich mit überlegen, wie man dieses Werkzeug für den Unterricht in den unteren Klassen (Alter bis maximal 14) optimieren kann. Sie können eigentlich auch gleich mitmachen und Bereiche ganz übernehmen. Warum auch nicht. Niemand sagt ja, dass die Leute der Blinden Kuh für das ganze Land und gleich für ein paar andere Länder mit, alle Arbeit allein machen muss.

Geld dafür gibt es aber nicht. Nur Ruhm und Ehre. Ist aber auch schon mal was. Und reichlich viele Kinder, die ganz froh sind, schnell ihre Sachen im Internet gefunden zu haben. Und manche schicken sogar mal ein Danke-Mail. Was will man mehr?

Ihre Blinden Kühe

Mehr für Lehrerleutz gibt es bei www.lehrer-online.de

 

 

In der Suchmaschine sind nicht nur Kinderseiten. Das meiste kommt aus Universitäten und Servern, die eigentlich für Erwachsene sind. Vielleicht findest du ja was, was gut zu den Hausaufgaben passt.
    

Blinde Kuh
Kinder-Post
Meinungen
 

Die Blinde Kuh - Erste deutschsprachige Suchmaschine speziell für Kinder
www.blinde-kuh.de © 1997-2003 Birgit Bachmann und Stefan R. Müller