| Eine
Frage erreicht uns immer wieder.
Wie kann man
die Blinde Kuh im Unterricht einsetzen?
Einfach blöd
und ohne Ziel drin herumsuchen lassen, oder nur die Spiele
spielen, das kann es doch nicht sein.
Stimmt!
Nun, eigentlich
ist dieses Internet-Angebot nur für Kinder. Für sie machen wir
das alles hier. Als wir anfingen, waren Eltern und Lehrer nicht
unsere Zielgruppe. Sie haben ja so schon genug Seiten.
Natürlich kann
man mit der Blinden Kuh als Kind ein wenig das Internet
entdecken. Und wir werden uns bemühen, dass es auch nicht so
langweilig werden muss. Aber besser ist es doch meist, selbst
Internet zu machen, mit den Kindern. Vorraussetzung dafür ist in
der Regel auch ein "fressiges" Thema, eines, das viele
Schüler mitmachen lässt und am besten eines, das sich im
Internet auch darstellen lässt. Beispiele dieser Art haben wir
zur Genüge unter dem Stichwort "Schulprojekte" zusammengefasst.
Da gibt es zwar schon allerlei, aber eben noch nicht genug. Jedes
dieser Angebote stellt für andere Schüler ein Mehrwert dar.
Jedes dieser Angebote wird von Kindern auch außerhalb der Schule
aufgesucht, man glaubt es kaum, aber so schlecht wie PISA die
Schüler macht, sind sie nicht, denn sie surfen ja auch Sonntags.
Wenn wir in unsere Suchwortstatistik schauen, sind nicht nur die
Wörter "Spiele" oder "Fernsehen" darin zu
entdecken.
Aber, wir
hätten da auch mal ein paar andere Ideen. Wir haben den Bereich
"Englisch" z.B. etwas aufgepeppelt, ebenso
"Naturkunde" und "Sachkunde" sowie
"Umwelt". Man muss jetzt nicht nach English-Lessions
suchen, denn das Internet ist eh global, also Live, mit echten
englischen und amerikanischen Kindern, die natürlich auch Dinge
im Internet machen. Viele Informationen sind auf Englisch, klar,
die USA ist ja dafür nun mal Vorreiter gewesen. So kann ein
Besuch einer amerikanischen Zoo-Seite viel interessanter werden,
als "trockene" Bücher es sein können. Denn da muss
man Englisch können, oder zumindest mal im Wörterbuch
nachschauen, um z.B. die WebCams der US-Zoos zu handhaben und um
die Informationen über die dort lebende Tiere zu verstehen.
Englisch wir zur Nebensache, dennoch notwendig bleiben. Das
gleiche gilt auch für asiatische oder gar afrikanische Seiten.
Warum immer "über" und warum nicht einmal
"mittenrein"? Ebenso haben wir hier und da ein paar
kleine Überraschungen versteckt. Dinge, von denen die Medien
nicht sprechen, die sie noch nicht einmal erahnen. Sagen wir mal
einfach, es sollen Überraschungen bleiben. So wird man mit dem
Suchwort "Englisch" auch zu den Seiten der BBC
gelangen, die etwa London und andere Städte live vorstellen.
Oder, mittenrein in die NASA. Man gelangt zu Photographien über
amerikanische Landschaften, wie den Grand Canyon, und man findet
sich relativ schnell in einer Kinderseite voll mit englischen Schülern,
die sich wahrscheinlich auch gerade fragen, was sie nun im
Internet machen sollen. Internet ist kein Buch, kein Fernsehen,
Internet ist schlichtweg das Internet. So wollte man eigentlich
nur ein paar nette Beispiele für englische Texte
zusammensammeln, und schon steckt man mitten in einer
Englischsprachigen Welt. Haben wir natürlich auch mit Frankreich
und Spanien so gemacht. Wir wollen ja nicht einseitig sein.
Anders sind die
Bereiche Natur- und Sachkunde ausgerichtet. Zwar haben wir hier
auch viele Seiten speziell für Kinder, auch und gerade für
kleinere eingebaut, aber eben auch Seiten für
"Experten" oder gar Liebhaber bestimmter Tierarten.
Ebenso ist auch der Bereich "Umwelt" aufgebaut, der
vollgespickt mit Seiten ist, von denen einige gar nicht mal für
Kinder gemacht waren, aber okay, sie sind dennoch interessant.
Interessant insbesondere für eine Zielgruppe um die 12 Jahre.
Ein anderer
Fokus lag auf das Thema Geschichte. Das war sehr schwer, richtig
viel passende Sachen zu finden, da es kaum spezielle Seiten für
Kinder gibt, wenn, dann meist ab 16 J., also für die höheren
Semester. Dennoch fanden wir was. teils wickelt es sich um den
Komplex Märchen, teils ist es das Thema Mittelalter und Ritter,
teils sind es aber auch aktuelle Ausstellungen. Natürlich
hätten wir gern zu jedem Völkchen, das in den letzten 4000
Jahren von sich Reden machte egal auf welchem Erdteil, gern ein
paar Seiten dazu gefunden. Aber, nada, so viele sind es nun
leider dann doch nicht geworden. Na gut, man kann nicht alles
haben, aber da ist noch Stoff für internetigen Projektunterricht
zu finden. Und nicht gerade wenig. Gerade die kleinen
Heimatgeschichten sind interessant. Wann, wo, welcher Kelte, wem
in welchem Dorf ein römisches Goldstück gab, ja, das kann
interessant sein. besonders wenn man 10-12 Jahre alt ist, und nun
unbedingt mehr über die Kelten wissen will. Dieses Thema war so
dünn besetzt, dass wir selbst uns ein herz fassten und der
großen Nachfrage mit eigenen Kelten-Seiten begegneten. Aber das
soll es eigentlich nicht sein. Wir vernetzen, machen ein paar
kleinere Mitmachgeschichten und gut. Wir können einfach nicht
das ganze Internet noch einmal machen. Jeder macht Internet. Wenn
man also etwas sucht, kann man nur froh sein, dass da jemand was
zu gemacht hat und dass es vor allem auch auffindbar ist. je mehr
solche Seiten bei uns angemeldet werden, desto eher werden sie
von den Kindern gefunden, die hier tagtäglich zu Zigtausenden
nach irgend etwas suchen.
So schließt
sich der Kreis. Die einen machen Content, wieder andere suchen
Content und machen Content, den wieder andere suchen. Keine
dieser Content-Seiten ist aber in der Lage, sich allein durch das
Internet zu schippern. Die Zuwege müssen da sein und sie müssen
einfach sein. Zusammen ergibt es das, was wir alle
"Internet" nennen, aber eigentlich richtig "World
Wide Web" heißt. Und das wiederum macht nicht einer
alleine, egal was die Portal-Angeber auch immer erzählen,
sondern alle zusammen. Machen Sie einfach mit. Es gibt keine User
des Internets, sondern nur Macher. Die einen machen mehr, die
anderen weniger.
Um eine große
Lücke zu schließen, arbeiten wir auch mit Verlagen und
Fernsehsendern zusammen. Im Kleinen versteht sich, nichts
Großes, nur eben mit voller Kraft, unendlich viel Wissen für
die Kinder auffindbar zu machen - das ist das Band dieser kleinen
Allianz. Sehen Sie es einfach mal so, die Kinder schimpfen mit
uns, wenn sie ihre Sachen nicht finden. Und das wollen wir ja nun
nicht. Dazu gehört aber auch, dass sie auch das finden, was z.B.
einige Lehrer und auch Schulklassen irgendwo in einer versteckten
und von allen Besuchern verlassenen Winkel des Internets gemacht
haben. Melden Sie solche Seiten an, bei uns, und auch bei
Anderen. Wirken Sie mit, beim Projekt "Internet für
Kinder", ob nun bei uns, oder auf anderen Kinderseiten.
Vernetzen Sie die Seiten, sichern Sie die Wege zwischen den
kleinen heilen Welten für Kinder. Alles was Kinder nicht finden,
suchen sie dann im Bereich der Erwachsenen. Wir alle sind dann
selber schuld, wenn die Kinder im Netz irgendwo verloren gehen.
Deshalb muss eine riesige Positiv-Welt, eine Alternative
aufgebaut werden. Was nützt der schönste Fahrradhelm, wenn man
in der Gegend gar nicht Fahrrad fahren kann?
Das ist die
Blinde Kuh, ein Zeichen, ein Symbol, ein Modell. Sie allein ist
aber nicht das Internet. Auch wenn sie meistens recht einsam auf
weiter Flur für eine vernetzte Internetwelt für Kinder kämpft,
und das auch gegen alle Strömungen, wenn es sein muss. Sie ist
textlastig, ist das nicht cool? Und wehe dem wenn nicht, was
meinen Sie wie die Kinder meckern. Sie gehört zu den TopSites im
deutschsprachigen Internet, und das ohne die Millionen, die
andere in unsinnigem Webdesign und Webkonzepten verlieren. Auf
ihren Seiten spielt die Musik so laut, dass sie gar nicht mehr
die Technik sichern kann, während andere nur laut reden, aber
ihnen die Kinder davonlaufen. Sie ist unbestechlich und neutral,
na ja, etwas kommerzfeindlich, aber Macken hat ja jeder.
Gleichzeitig kooperiert sie aber mit seriösen Unternehmen, und
das sogar ohne zu fragen, was sie dafür als Gegenleistung
bekommt. Sie macht eben weder Produkterziehung, noch
Sendebegleitung. Und gehen Sie mal davon aus, dass einige Häuser
ziemlich genervt sind, dass die fette Blinde Kuh zwischen ihnen
und den Kindern im Netz steht und sei uns einfach nicht kaufen
können. Ist eben irgendwie auch Freies Internet und kein
Werbeauftritt. Schauen Sie sich an, wie viel Mühe aufgewendet
wird, um die Medien gegen die Blinde Kuh aufzubringen, um sie in
Vergleichen runter zu drücken, um sie endlich von der
TopPosition zu schießen. Das bedeutet, das finden viele Leute
aber gar nicht gut, sich ausgerechnet in der Öffentlichkeit mit
einer privaten Homepage gemessen zu werden.
Und, wie gesagt,
eigentlich ist die Blinde Kuh nicht für die Schule, sondern für
die Kinder, die zufälligerweise auch Schüler sind, doch nicht
nur. Und deshalb werden sie darin auch Spiele, auch
Fernsehsender, auch Chats, auch Stars und auch Fußball, ja sogar
Rezepte und manch einer sogar seine eigene Homepage drin finden.
Denn auch das alles gehört zu ihrer Lebenswelt. Kann man gut
finden oder auch nicht, nur es ist nun mal so.
Unser Ziel muss
es sein, bei den an die hunderttausend Suchanfragen am Tag mit
möglichst wenigen 0-Treffer-Seiten antworten zu müssen
(höchstens 10% 0-Treffer, im Vergleich, die 0-Treffer bei
Suchmaschinen für Erwachsene sind weitaus höher) und mit
möglichst sinnvollen und eben nicht mit irgendwelchen Treffern
bei all den Suchworten zu parieren. Unser Ziel ist es eben nicht,
Besucher zu genieren, denn wir haben ja auch keine
Werbebotschaften, weder interne noch externe, die wir unter das
Volk bringen müssen. Dass die Blinde Kuh so groß ist, war ein
Versehen und eben nicht Bestandteil eines Konzeptes. Das heißt
nur, dass dieses Konzept von den Kindern zumindest angenommen
wird, auch dann, wenn sie immer noch etwas zu meckern haben. Und
das heißt auch, da wir eben auch keine PR machen, dass sie von
allein immer wieder kommen und das sogar freiwillig. Sie brauchen
ein Werkzeug, das sie für ihren Alltag im Internet nutzen
können, und mehr ist als nur ein kleines Spielportal, nämlich
der weitgefächerte Zugang zu den Inhalten im gesamten Web.
Inhalte, die spezielle für sie gemacht werden, und außerhalb
der Blinden Kuh kaum auffindbar ist. Lassen Sie sich nicht
täuschen, wenn sie unsere recherchierten Links in anderen
Angeboten vorfinden. Es ist und war immer im deutschsprachigen
Internet die Blinde Kuh, die dies in dieser Breite und Tiefe
möglich machte.
Man kann jetzt
überlegen, was genau sollen eigentlich die Kinder so alles
finden? Was sie nicht finden sollen, ist ja leicht gesagt, aber
was sollen sie finden? Die Frage ist gar nicht mal so albern. Wir
sind auf Sendung. Das ist ein unabhängiger Sender. Also, was
sollen wir senden?
Weitere
Anregungen, die diese Arbeit unterstützen, nehmen wir gern mit
auf. Denn wenn Sie sich schon fragen, wie man dieses Werkzeug
für den Unterricht einsetzen kann, dann können Sie eigentlich
auch gleich mit überlegen, wie man dieses Werkzeug für den
Unterricht in den unteren Klassen (Alter bis maximal 14)
optimieren kann. Sie können eigentlich auch gleich mitmachen und
Bereiche ganz übernehmen. Warum auch nicht. Niemand sagt ja,
dass die Leute der Blinden Kuh für das ganze Land und gleich
für ein paar andere Länder mit, alle Arbeit allein machen muss.
Geld dafür gibt
es aber nicht. Nur Ruhm und Ehre. Ist aber auch schon mal was.
Und reichlich viele Kinder, die ganz froh sind, schnell ihre
Sachen im Internet gefunden zu haben. Und manche schicken sogar
mal ein Danke-Mail. Was will man mehr?
Ihre Blinden
Kühe
Mehr für
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