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Bei uns wird dauernd gelesen, meine Mutter ist Schriftstellerin und hat schon mehrere Bücher veröffentlicht. Ich habe den Weg vom Text zum Buch oft mit erlebt. Ich dachte mir: Das kann ich auch.... Und mit einem Buch von Kids für Kids entsteht mal etwas Anderes - Kinder und Jugendliche haben das Recht gehört zu werden!
Sofort fand ich einen Verlag, der sich für meine Idee begeistern konnte. Herr Büngen vom Geest-Verlag in Vechta wollte dann auch alles ganz genau wissen. Wie ich es mir vorgestellt habe, wie ich an Texte von Jugendlichen und Kindern kommen wollte, wie ich genügend Interesse für mein Buch wecken wollte.
Ich hatte schon eine genaue Vorstellung. Kinder sollten für Kinder schreiben, damit Erwachsene verstehen. Denn ein Kind, das sich für Kinderrechte einsetzt, wird später als Erwachsener ganz anders mit Kindern und Kinderrechten umgehen. Außerdem kann man mit diesem Buch auch Erwachsene ansprechen.
Dann hatte ich mir vorgestellt, dass ich Erwachsene finden könnte, die als Autorenpaten mein Buch unterstützen. Zu jedem Kapitel sollte es einen Einleitungstext von einem Prominenten geben.
Der Verlag war einverstanden und hat sogar noch mitgemacht, als ich vorschlug, das Geld, das mit dem Buchverkauf eingenommen wird, der Unicef zu spenden.
Als ich begann, Informationen zu Kinderrechten zu sammeln, stellte ich fest, dass es Kinderrechte noch gar nicht so lange gibt.

Kinderrechte sind die Rechte von Kindern und Jugendlichen. Weltweit festgeschrieben sind sie in der UN-Kinderrechtskonvention, die die Vollversammlung der Vereinten Nationen im November 1989 verabschiedet hat und die heute von den meisten Staaten der Erde anerkannt sind. Die USA hat dieses Abkommen nicht unterschrieben.
Was mich auch wunderte war, dass Kinder zu politischen Dingen doch gar nicht befragt werden. Wer entscheidet denn da, was unsere Rechte sein sollten? Das bedeutet, dass sich in den festgeschriebenen Kinderrechten in erster Linie die Interessen von Erwachsenen wieder finden?
Der Sache wollte ich auf den Grund gehen. Ich habe dann die wichtigsten Kinderrechte zusammengetragen und Kids in meiner Schule und in meinem Freundeskreis gefragt, ob sie für mich eine Kurzgeschichte, ein Gedicht oder eine Reportage schreiben wollten:
- Das Grundrecht auf Gleichheit
- Das Recht auf Gesundheit
- Recht auf Bildung und Information
- Recht auf Freizeit und Erholung
- Das Recht gehört zu werden
- das Recht auf Meinungs- und Gedankenfreiheit
- Das Recht auf gewaltfreie Erziehung
- Das Recht auf Privatsphäre
- Das Recht auf Schutz im Krieg und auf der Flucht
- Das Recht auf Elterliche Fürsorge
- Rechte bei Trennung der Eltern
- Das Recht auf Betreuung bei Behinderung.
Ich sah dann aber bald, dass ich das irgendwie anders angehen musste. Ein Redakteur von den Grenzland-Nachrichten, einer lokalen Zeitung in unserem Gebiet hat mir dann geholfen und einen tollen Artikel über meine Idee in die Zeitung gesetzt.
Zwischenzeitlich hatten Frau Elke Heidenreich und Herr Rolf Zuckowski schon zugesagt, mich als Paten zu unterstützen. Dann meldete sich die Familienministerin Renate Schmidt. Ihr Büro bot mir Hilfe an. Es wurde von dort aus ein Kontakt zur Internetseite der „Blinden Kuh“ hergestellt. Das ist eine Suchmaschine für Kinder.
Die haben dann einen Aufruf auf ihrer Startseite eingestellt. Jetzt bekam ich Texte in Hülle und Fülle. Mein Buch begann zu wachsen!
Weitere Paten für die Einleitungskapitel fanden sich: Christoph Biemann Autor, Regisseur und Darsteller bei der Sendung mit der Maus, Frau Christine Westermann (bekannt aus der Sendung „Zimmer frei“), Reinhard Mey (ein toller Liedermacher), Frau Marietta Slomka (Moderatorin des heute-journal), Nena (99 Luftballons).
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