Die Blinde Kuh - Suchmaschine für Kinder
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Ausschreibung für ein Buch zum Thema Kinderrechte
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Hallo!

Mein Name ist Mirella Roemer. Ich bin 14 Jahre alt und Herausgeberin eines Buches für Kinderrechte und wie kam es dazu? In der Zeitschrift Geolino stand ein Artikel, der mich neugierig machte. Wer eine gute Idee hat, Kinderrechte bekannt zu machen, der kann sich bei der UNICEF als Junior-Botschafter bewerben..... Den Aufruf fand ich klasse. Ich habe mir gedacht, da lasse ich mir etwas einfallen.

Die Kinderrechte, geschrieben von Kindern für Kinder

Kids For Kids

 

Bei uns wird dauernd gelesen, meine Mutter ist Schriftstellerin und hat schon mehrere Bücher veröffentlicht. Ich habe den Weg vom Text zum Buch oft mit erlebt. Ich dachte mir: Das kann ich auch.... Und mit einem Buch von Kids für Kids entsteht mal etwas Anderes - Kinder und Jugendliche haben das Recht gehört zu werden!

Sofort fand ich einen Verlag, der sich für meine Idee begeistern konnte. Herr Büngen vom Geest-Verlag in Vechta wollte dann auch alles ganz genau wissen. Wie ich es mir vorgestellt habe, wie ich an Texte von Jugendlichen und Kindern kommen wollte, wie ich genügend Interesse für mein Buch wecken wollte.

Ich hatte schon eine genaue Vorstellung. Kinder sollten für Kinder schreiben, damit Erwachsene verstehen. Denn ein Kind, das sich für Kinderrechte einsetzt, wird später als Erwachsener ganz anders mit Kindern und Kinderrechten umgehen. Außerdem kann man mit diesem Buch auch Erwachsene ansprechen.

Dann hatte ich mir vorgestellt, dass ich Erwachsene finden könnte, die als Autorenpaten mein Buch unterstützen. Zu jedem Kapitel sollte es einen Einleitungstext von einem Prominenten geben.

Der Verlag war einverstanden und hat sogar noch mitgemacht, als ich vorschlug, das Geld, das mit dem Buchverkauf eingenommen wird, der Unicef zu spenden.

Als ich begann, Informationen zu Kinderrechten zu sammeln, stellte ich fest, dass es Kinderrechte noch gar nicht so lange gibt.

Kinderrechte sind die Rechte von Kindern und Jugendlichen. Weltweit festgeschrieben sind sie in der UN-Kinderrechtskonvention, die die Vollversammlung der Vereinten Nationen im November 1989 verabschiedet hat und die heute von den meisten Staaten der Erde anerkannt sind. Die USA hat dieses Abkommen nicht unterschrieben.

Was mich auch wunderte war, dass Kinder zu politischen Dingen doch gar nicht befragt werden. Wer entscheidet denn da, was unsere Rechte sein sollten? Das bedeutet, dass sich in den festgeschriebenen Kinderrechten in erster Linie die Interessen von Erwachsenen wieder finden?

Der Sache wollte ich auf den Grund gehen. Ich habe dann die wichtigsten Kinderrechte zusammengetragen und Kids in meiner Schule und in meinem Freundeskreis gefragt, ob sie für mich eine Kurzgeschichte, ein Gedicht oder eine Reportage schreiben wollten:

  • Das Grundrecht auf Gleichheit
  • Das Recht auf Gesundheit
  • Recht auf Bildung und Information
  • Recht auf Freizeit und Erholung
  • Das Recht gehört zu werden
  • das Recht auf Meinungs- und Gedankenfreiheit
  • Das Recht auf gewaltfreie Erziehung
  • Das Recht auf Privatsphäre
  • Das Recht auf Schutz im Krieg und auf der Flucht
  • Das Recht auf Elterliche Fürsorge
  • Rechte bei Trennung der Eltern
  • Das Recht auf Betreuung bei Behinderung.

Ich sah dann aber bald, dass ich das irgendwie anders angehen musste. Ein Redakteur von den Grenzland-Nachrichten, einer lokalen Zeitung in unserem Gebiet hat mir dann geholfen und einen tollen Artikel über meine Idee in die Zeitung gesetzt.

Zwischenzeitlich hatten Frau Elke Heidenreich und Herr Rolf Zuckowski schon zugesagt, mich als Paten zu unterstützen. Dann meldete sich die Familienministerin Renate Schmidt. Ihr Büro bot mir Hilfe an. Es wurde von dort aus ein Kontakt zur Internetseite der „Blinden Kuh“ hergestellt. Das ist eine Suchmaschine für Kinder.

Die haben dann einen Aufruf auf ihrer Startseite eingestellt. Jetzt bekam ich Texte in Hülle und Fülle. Mein Buch begann zu wachsen!

Weitere Paten für die Einleitungskapitel fanden sich: Christoph Biemann Autor, Regisseur und Darsteller bei der Sendung mit der Maus, Frau Christine Westermann (bekannt aus der Sendung „Zimmer frei“), Reinhard Mey (ein toller Liedermacher), Frau Marietta Slomka (Moderatorin des heute-journal), Nena (99 Luftballons).

 

Dann bekam ich plötzlich ein Mail von der Kinderfilm GmbH, einer Filmgesellschaft, die für den KIKA dreht. Die interessierten sich für meine Idee und wollten eine Dokumentation über mich drehen. Jetzt wurde plötzlich alles noch viel aufregender, als es sowieso schon war. Im August stand ein Team vom Fernsehen bei uns vor der Tür. Iris Schülke (Autorin), Axel Funk (Kameramann), Navin Sarup (Ton – auch „Spaßmännchen“ genannt“). Das war toll. Ich habe alles über mein Projekt erzählt, was ich gemacht habe, wie ich auf die Idee gekommen bin. Es war sehr spannend und aufregend vor der Kamera zu stehen.

 

In der Zwischenzeit habe ich eine Schreibwerkstatt organisiert. Die Brüggener Bücherei hat extra für mich in den Ferien geöffnet, damit ich mich mit Kindern und Jugendlichen treffen konnte. Auch da sind Texte entstanden, die in mein Buch kommen.

Dann wollte ich natürlich auch Sponsoren gewinnen, die mein Buch unterstützen, denn je weniger Kosten für das Buch entstehen, desto mehr bleibt für die Unicef übrig. Da habe ich viele Absagen kassiert. Aber die Volksbank Brüggen-Nettetal e.V. und die Firma Degussa haben mich unterstützt.

 

Ich habe mich jetzt entschieden und die Texte ausgewählt, die in mein Buch kommen, ich habe mich für ein Titelbild entschieden, ich habe eine Einleitung verfasst und die Frau des Bundespräsidenten wird ihr Vorwort auch noch reinsetzten.

Alles ist jetzt auf dem Weg zum Verlag! Jetzt muss ich abwarten. Meine freie Zeit nutze ich, um noch weitere Sponsoren zu finden.

 

Was jetzt noch passieren wird:

Die erste große Veranstaltung ist für den 11. November geplant. Da fahre ich dann mit meiner Schulklasse nach Bonn ins Haus der Geschichte. Dort findet die Buchmesse MIGRATION statt und mein Buch wird präsentiert! Mein Buch geht dann auf den Weg zur Unicef und ich bewerbe mich für den Unicef-Junior Botschafter. Mal sehen, wie es dann weitergeht. Aber ich habe in jedem Fall viel erreicht. Mit dem Erlös des Buches will ich die Aktion „Schule in der Kiste“ unterstützen. Mit „Schule in der Kiste“ ermöglicht Unicef Unterricht in provisorisch hergerichteten Gebäuden, in Zeltschulen oder im Freien. So können Kinder in Kriegs- und Krisenregionen schnell wieder lernen. Jeder der stabilen Metallkisten enthält genug Material, um zwei Grundschulklassen zu unterrichten. Ich habe mich für dieses Kiste entschieden, weil ich denke, dass kluge Kids mehr Chancen haben!

Brüggen, 03.11.2005
Mirella Roemer

 

 

 
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