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NAAoG e.V. Indinaerkinder in Deutschland
Gastbeitrag der  NAAoG e.V. : Indianerkinder in Deutschland - POWWOW
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Gastbeitrag von Carmen Kwasny aus Kaiserslautern / Deutschland
Pressesprecherin der Native American Association of Germany e.V. (NAAoG) - Dezember 1999

Am Wochenende geht es zum Powwow

Im Großen und Ganzen unterscheidet sich der Alltag indianischer Kinder nicht sehr von Eurem. Doch obwohl die meisten Indianer heute ein modernes Leben führen, gibt es doch noch viele, die ihre Kultur und ihre Traditionen pflegen. Für die Indianer, die in Deutschland leben, ist das jedoch gar nicht so einfach, denn vieles von dem, was die indianischen Stämme in Amerika tun, kann man hier in Deutschland nicht machen. So haben zum Beispiel die verschiedenen Stämme Tänze, die nur von Stammesangehörigen getanzt werden dürfen und Zeremonien, die nur auf Stammesland durchgeführt werden.

Glücklicherweise gibt es ein indianisches Tanzfest, bei dem alle tanzen und singen können, egal von welchem Stamm sie kommen. Diese Beadwork Blattindianischen Volksfeste nennt man „Powwows". Ausgesprochen wird das Pauwau und nicht etwa Pov-wov. Die Powwows haben auch nichts mit der Zeichentrickfigur zu tun, die Ihr im Fernsehen sehen könnt. Der kleine gezeichnete Indianer in dieser Serie heißt „Powwow". Das ist aber völliger Quatsch mit Soße. Ein Kind „Powwow" zu nennen wäre genauso, als würden wir ein deutsches Kind „Volksfest" taufen. Powwows gibt es nicht nur in den USA und in Kanada, sondern auch in Deutschland. Unser Verein organisiert solche Powwows und jeder ist herzlich willkommen. Es gibt gutes Essen und alkoholfreie Getränke. Alkohol ist beim Tanzen und Singen nicht erlaubt, weil das Tanzen und Singen etwas ganz Besonderes ist. Beim Powwow gibt es auch eine ganze Menge Händler, die indianischen Schmuck, Kunstgewerbe oder verschiedene Materialien verkaufen, die man zur Herstellung einer Tracht braucht.

3 Freunde beim Tanzen
Die drei Freunde Schneeadler (8), sein Freund (9) und Morgenlichtmädchen (7)

Beim Powwow wird stundenlang getanzt. Oft fängt das Fest schon am Freitag Abend an und dauert dann bis Sonntag Abend. Am Samstag und Sonntag beginnt das Tanzen so gegen 13:00 Uhr. Am Samstag tanzen wir dann bis ca. 22:00 oder 23:00 Uhr. Am Sonntag müssen wir früher Schluss machen, weil die meisten noch viele Stunden lang mit dem Auto nach Hause fahren müssen. Wir organisieren Powwows in ganz Deutschland. Freitag und Samstag Nacht sitzen wir noch bis in die frühen Morgenstunden hinein gemütlich beisammen, scherzen und lachen oder singen und tanzen ohne Trachten. Auch unsere Kinder, egal ob Deutsche oder Indianer, gehen meistens nicht vor Mitternacht ins Bett. Am Montag sind wir dann alle fix und fertig, total k.o., aber glücklich und zufrieden.

Beim Powwow gibt es übrigens Tänze, bei denen alle mittanzen dürfen. Auch Ihr seid dann herzlich eingeladen mitzutanzen. Wir zeigen euch dann, wie das geht.

Zum Schluss möchte ich euch noch etwas Wichtiges sagen, damit Ihr euch nicht blamiert, wenn Ihr mal richtige Indianer trefft:

Das Indianergeheul gibt es gar nicht

Keine Faschingskostüme beim Powwow

 

   
 
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