Weihnachten
3000
Eine
Geschichte von
Gilles (11)
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Wir schreiben das Jahr 3000. Es
war Sonntag und Weihnachten. Onkel Tom hatte gerade Oma und Opa
die Tür aufgemacht, doch Tim bekam davon überhaupt nichts mit.
Er war gerade in den Lift getreten, der eine unsichtbare auf-
und abschwebende Platte war und legte sich in seinem Zimmer auf
sein an der Decke schwebendes Bett. Gerade kam Botonn 34002 ins
Zimmer und putzte. Der Roboter war noch gar nicht so etwas
besonderes, auch wenn es das 2007 noch nicht gab. Die sich
selbst putzenden Fenster, die vollautomatischen Autos, die
kochenden, putzenden und aufräumenden Roboter, die sich selbst
schreibenden Hausaufgaben, die Schullaptops, die Playstation 35
die gerade mal so groß wie ein Fingerhut war und die
Einkaufstaschen die einem bei den Einkäufen hinterher schwebten
waren ganz gewöhnlicher Alltag. Doch Weihnachten war immer noch
am gleichen Tag. Wurde allerdings etwas anders gefeiert. Nämlich
zweimal im Jahr. Im Jahr 2867 fand man eine Möglichkeit, eine
Kopie von Jesus zu erstellen. Nun wurde der Tag seiner Geburt
und der Tag seiner Auferstehung von den Toten gefeiert. Heute
feierte man den Tag seiner Auferstehung. Die ganze Familie saß
schon um den runden Tisch und aß die Vorspeise. Tim drückte auf
den grünen Knopf auf dem Stuhl, nahm Platz und er flog mit Tim
zu Tisch. Er durfte sich wie jedes Jahr neben seinen Cousin
Alfred setzen, der allerdings viel lieber neben Anton saß. Mit
einem Mal kamen Teller mit Steaks, Pommes und Salat auf die
Plätze der Kinder und Teller mit Blutwurst, Sellerie und Nudeln
auf die Plätze der Erwachsenen geflogen. Der Stern auf der
Spitze des Weihnachtsbaums leuchtete hell und ein gelber Strahl
schlang sich wie eine Schlange um ihn. Danach schwebte er über
dem Tisch, wo er dann als kleines Feuerwerk im Zimmer
explodierte. Das stellte die Farben dar, die entstanden, als man
mit Hilfe von Blitzen eine Kopie von Jesus erstellte. Die Kerzen
brannten plötzlich, wie angezündet mit unsichtbarem Streichholz.
"Dann lasst es euch schmecken!", sagte Onkel Tom und gab ein
Zeichen mit der Hand, dass wir Essen durften. Immer wieder
explodierte eine der gelben Funken in der Luft. Erst als es zum
Nachtisch kam, schienen sie die Lust, über den Köpfen der
Familie zu explodieren, verloren zu haben. Ein Roboter sperrte
die Teller, in einem blauen Käfig, der aus einem Strahl kam, den
er abfeuerte, ein und brachte sie anschließend in die Küche. "So
Kinder, dann versammelt euch um den Weihnachtsbaum und singt uns
das Lied vor, das ihr in der Schule gelernt habt", sagte der
Vater und drückte die Kinder vor den Weihnachtsbaum, die sofort
anfingen zu singen:
"In der schwarzen trostlosen Nacht
gibt der Herr gut auf uns Acht
lässt das Böse nicht an uns ran
zum Helfen tut er was er kann
Und zusammen singen wir versammelt um den Weihnachtsbaum
denn wir alle träumen diesen einen Traum..."
Weil anscheinend niemand von dem Lied ausgesprochen Begeistert
war sagte der Vater kurz: "Ähm...schön, macht eure Geschenke
auf!"
Auf den Paketen waren farbige Knöpfe, die wenn man sie drückte
als erstes die Schleife lösten, danach den Kleber und
anschließend die Verpackung aufmachten.
Die Kinder nahmen ihre Spielzeuge, die sie bekommen hatten,
sahen sie sich kurz an und drehten und zogen an den Schaltern,
die an ihnen befestigt waren, woraufhin sie in der Luft Saltos
schlugen, gegen andere kämpften oder Platzpatronen abfeuerten.
Opa setz sich zu den Kindern auf den Boden und erzählte ihnen,
wie Weihnachten vor 993 Jahren gefeiert wurde.
Als er fertig mit erzählen war konnten die Kinder nur staunen.
"Sie hatten wirklich noch keine fliegenden Weihnachtsbäume,
Tische, Stühle, Möbel?" "Nein, sie setzten sich ganz normal auf
am Boden stehende Stühle." "Und ihre Spielzeuge konnten nicht
fließend reden? Und ihr Haushalt wurde nicht von Robotern
erledigt? Und man musste die Geschenke noch persöhnlich kaufen
gehen? Und wenn man wollte, dass die Hausaufgaben gemacht wurden
musste man sie selber erledigen? Und-" " Ist schon gut!",
stoppte er die kleine Laura. "Nein, das hatten sie damals alle
nicht, aber an dem Grund, warum sie es feierten hat sich nicht
viel geändert!", sagte er, schaute aus dem Fenster und erkannte
eine Sternschnuppe hoch am Himmel stehend leuchten.
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