Blinde Kuh Kids-E-Zine Reportage
Wunschtipps und Weihnachtskrimskrams
Die Reportage von Andreas Binner (12) Dezember 2000

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Es ist soweit! Die von uns Kindern so heiß geliebte Weihnachtszeit. Adventskranz, Kerzenlicht, Lebkuchen, Plätzchen Backen und viele andere tolle Sachen gibt es zu dieser Zeit. Ich will sie euch mit meinem Artikel noch ein bisschen süßer machen. Aber ihr werdet wohl keinen Artikel von mir zu sehen bekommen, ohne dass ich an irgendwas meckern muss, also gibt es auch zu Weihnachten einige kritische Worte von mir zu lesen.
 

Weihnachtskonsum

Alle Jahre wieder beginnt der Weihnachtskonsum früher, aber warum? Eigentlich ist das glasklar, weil die Firmen auf das Geld, das sie aus dem Verkauf schlagen, scharf sind. Aber die Frage für die Verbraucher ist doch, ob das noch schön ist. Im Oktober, 3 Monate vor Weihnachten, schon Lebkuchen essen, Weihnachtsgeschenke kaufen und, und, und? Ist das noch normal? Wo bleibt denn da das Weihnachtsgefühl? Wenn es dann soweit ist, hängen einem die Lebkuchen schon zu den Ohren raus und man kann das ganze Weihnachtszeugs nicht mehr sehen. Brauchen wir das? Ist das nicht alles nur schwachsinnig? Ja das ist es. Schwachsinnig, dieses Wort trifft es genau! 

Im Oktober hängen die Lichterketten an den Kaufhäusern, drinnen stehen die hässlichen Lila Nikoläuse und die Weihnachtsbäume aus Plastik. Eine meiner Lehrerinnen bezeichnet das als Verfall der Kultur, das ist vielleicht ein bisschen hart ausgedrückt, aber in einer gewissen Weise trifft das auch zu. Aber wie kann man denn verhindern, dass immer früher die Weihnachtsdekoration in den Kaufhäusern steht? Einfach nichts kaufen! Klar, die Versuchung ist groß, aber man kann ihr doch wohl widerstehen. So bleibt die schöne Weihnachtsstimmung erhalten und bleibt auch etwas Besonderes. 

Der Christkindlesmarkt beginnt ja zu Glück auch "erst" am 1. Dezember. Wer nicht die Möglichkeit hat, einen schönen Christkindlesmarkt zu besuchen, kann unter www.christkindlesmarkt.de den Nürnberger Christkindlesmarkt live per WebCam betrachten, auch den sogenannten "Prolog" könnt ihr euch dort anschauen – aber in der Realität ist es eben immer noch schöner.

© 2000 Andreas Binner

 

Interviews zum Thema Weihnachten 

Hier habe ich einige Menschen zu Thema Weihnachten interviewt und eine Umfrage durchgeführt. Vielen Dank an Galleria Kaufhof Regensburg, dass sie mir ihren Weihnachtsmann kurz zur Verfügung gestellt haben!

Dieses Interview führte ich mit dem "Erzieher" Holger Gerstel.

Blinde Kuh:
Herr Gerstel, Sie sind zur Zeit Erzieher. Was machen sie hauptberuflich?

Gerstel:
Ich bin Soldat.

Blinde Kuh:
Wie finden Sie Weihnachten?

Gerstel:
Angenehm

Blinde Kuh:
Was ist für Sie das schönste an Weihnachten?

Gerstel:
Das ich mir Zeit für mich nehmen kann.

Blinde Kuh:
Was mögen Sie sonst noch an der Weihnachtszeit?

Gerstel:
Ich mag
- Knackersemmeln
- den guten Geruch
- die Plätzchen
- und die gemütlichen Stunden zuhause

Blinde Kuh:
Haben Sie durch ihren derzeitigen Job (Erzieher), in dem Sie ja viel mit Kindern umgehen, eine besondere Beziehung zu Weihnachten?

Gerstel:
Nein, eigentlich nicht.

Blinde Kuh:
Macht Ihnen der Job als Erzieher Spaß?

Gerstel:
Ja sehr! Manchmal werde ich wieder zum Kind. Viele Leute sehen den Begriff "Erzieher" viel zu streng, es macht einfach Spaß, auf die Kinder aufzupassen, wir gehen in den Park, die Stadt oder irgendwo anders hin und haben Spaß.

Blinde Kuh:
Haben Sie ein Rezept für weihnachtliches Gebäck, das man selbst leicht nachmachen kann?

Gerstel:
Ja! Mein Elisen Lebkuchen Rezept. (siehe "Rezepte")

Blinde Kuh:
Danke für das Interview!

Die Galleria Kaufhof Regensburg war so freundlich und hat mir ihren Weihnachtsmann kurz zur Verfügung gestellt. An dieser Stelle vielen Dank!

Blinde Kuh:
Herr Weihnachtsmann, wann sind Sie geboren?

Weihnachtsmann:
1969

Blinde Kuh:
Wie finden Sie ihren Beruf?

Weihnachtsmann:
OK

Blinde Kuh:
Wer hilft Ihnen denn beim Verschicken der vielen Geschenke?

Weihnachtsmann:
Das übernimmt inzwischen UPS (Anmerkung der Redaktion: Liebe Kinder, bitte glaubt das nicht! Der Weihnachtsmann bringt die Geschenke natürlich immer noch selbst!)

Blinde Kuh:
Seit wann gibt es Weihnachten und den Weihnachtsmann?

Weihnachtsmann:
Ich kann mich nicht daran erinnern, dass es irgendwann schon mal kein Weihnachten gegeben hat.

Blinde Kuh:
Seit wie viel Jahren machen Sie diesen Job?

Weihnachtsmann:
Seit 10 Jahren!

Blinde Kuh:
Von wem haben Sie diesen Job?

Weihnachtsmann:
Von meinem Großvater, das wird immer von Großvater zu Großvater weitergegeben.

Blinde Kuh:
Warum geben Sie sich für eine so billige Werbekampagne her?

Weihnachtsmann:
Ich will doch nur Freude verbreiten!

Blinde Kuh:
Was wünschen Sie den Kindern zu Weihnachten?

Weihnachtsmann:
Alles Gute zu Weihnachten, und dass sie gute Noten in der Schule haben, und dass sie schöne Feiertage haben, und dass sie ein schönes Weihnachten verbringen, und dass alle sich gerne haben und an Weihnachten Frieden herrscht.

Das nächste Interview habe ich mit einer Frau, die ein Karussell betreibt, geführt.

Blinde Kuh:
Frau Holmann, wie finden Sie Weihnachten?

Holmann:
Sehr schön.

Blinde Kuh:
Wie kommen Sie zu diesem Job?

Holmann:
Das liegt schon sehr lange in der Familie.

Blinde Kuh:
Was machen Sie besonderes, um sich auf Weihnachten einzustimmen?

Holmann:
Ich muss arbeiten! Also habe ich keine Zeit Plätzchen zu backen und so etwas.

Blinde Kuh:
Was wollen Sie den Kindern zu Weihnachten noch sagen?

Holmann:
Viel Spaß an Weihnachten! Besucht einen Christkindlsmarkt in eurer Nähe und habt Spaß!

Blinde Kuh:
Danke für das Interview!

Diese Interview führte ich mit der Lehrerin Frau Dechansreiter.

Blinde Kuh:
Frau Dechansreiter, was sind Sie von Beruf?

Dechansreiter:
Ich bin Sport und Musiklehrerin für die Realschule und mache Hausaufgabenbetreuung am Gymnasium. Außerdem bin ich Musicaldarstellerin für das Theater Regensburg.

Blinde Kuh:
Wie empfinden Sie die Weihnachtszeit?

Dechansreiter:
Ich liebe Weihnachten!
Romantische Christkindlsmärkte, kuscheln drinnen, wenn es draußen kalt ist usw.

Blinde Kuh:
Wie finden Sie diesen Winter?

Dechansreiter:
Bescheiden!

Blinde Kuh:
Haben Sie durch ihren Beruf eine besondere Beziehung zu Weihnachten?

Dechansreiter:
Winterferien sind toll! (fängt an zu lachen)

Blinde Kuh:
Was mögen Sie lieber, Weichnachten oder Silvester?

Dechansreiter:
Ich mag lieber Weihnachten als Silvester, weil ich ein sehr familiärer Mensch bin. Und weil ich noch kleine Geschwister habe, ist bei uns daheim Weihnachten auch immer so schön.

Blinde Kuh:
Was wünschen Sie sich zu Weihnachten?

Dechansreiter:
Ein Viag Interkom Genion Handy, weil das billiger ist als mein Festnetzanschluss von der Telekom, eine kleine Reise, zum Beispiel mal ein Wochenende Skifahren oder wandern, dass ich mal wieder in den Urlaub fliegen kann, dass ich mir endlich meinen ersten Fernseher kaufen kann und außerdem noch einen Snowboardkurs.

Blinde Kuh:
Wie finden Sie Schnee?

Dechansreiter:
Super toll! Ich liebe Schnee!

Blinde Kuh:
Wie wäre für Sie Weihnachten ohne Schnee?

Dechansreiter:
Oh Gott, SCHRECKLICH!

Blinde Kuh:
Was ist besser, Snowboardfahren oder Skifahren?

Dechansreiter:
Ich finde Skifahren, wenn man richtig Kaften kann, dann fährt man nämlich wie von selber und das finde ich super!

Blinde Kuh:
Wie finden Sie den Nikolaus?

Dechansreiter:
Da ich noch kleine Geschwister habe, also ich bin jetzt 26, mein nächster Bruder ist 23, dann meine Schwester wird jetzt 12 und meine kleinste Schwester ist 10. Also kommt noch der Nikolaus zu uns und das ist total schön. An Nikolaus fahr ich immer heim.

Blinde Kuh:
Wie finden Sie es, in der Früh Ihr Auto abzukratzen?

Dechansreiter:
Total deppert! (Bayrisch, heißt so viel wie dumm, blöd) Aber ich mag das total, wenn ich durch so eine schöne Winterlandschaft fahre und wenn Schnee fällt. Das finde ich super.

Blinde Kuh:
Wie fühlen Sie sich, wenn Sie in der Früh die Rollos hochziehen und sehen, dass es ganz viel geschneit hat?

Dechansreiter:
Das freut mich total, wenn ich in der Früh den Rollo hochziehe und es hat geschneit.

Blinde Kuh:
Danke für das Interview!

© 2000 Andreas Binner

 

Umfrage zum Thema Weihnachten 

Ich habe mit der Hilfe einiger Freunde eine Umfrage zum Thema "Ist Weihnachten für dich ein christliches Fest?" durchgeführt. Hier kommen die Ergebnisse.

Ja, es ist ein christliches Fest Nein, es ist kein christliches Fest
265 von 300 Befragten 35 von 300 Befragten

Die Umfrage wurden in folgenden Städten in Bayern durchgeführt:

  • Regensburg
  • Neutraubling
  • Nürnberg
 

Weihnachten - Geht es nur um Geschenke?

Ich habe ein gewisses Recht, diese Frage zu stellen. Denn einige der Leute (besser gesagt Kinder), die bei der Umfrage zum Thema "Ist Weihnachten für dich ein christliches Fest?" befragt wurden, wussten nicht, warum es denn eines sein sollte. Einige sagten sogar, es geht doch nur um Geschenke. Seltsam, oder? Weihnachten ist nämlich eigentlich ein christliches Fest. An Weihnachten wird die Geburt von Jesus dem "Sohn Gottes" gefeiert. Also sollten Nichtgläubige eigentlich gar kein Weihnachten feiern? Aber auch Nichtgläubige feiern Weihnachten, nur eben nicht als christliches Fest wie Christen es tun. Man geht ja an Weihnachten auch normalerweise in die Kirche. Oft gibt es an Weihnachten in der Kirche eine Aufführung, die zeigen soll, wie es am Tag von Christi Geburt abgelaufen ist. Allgemein bekannt ist ja, dass Jesus in einem Stall in Bethlehem geboren wurde, weil Josef und Maria bei keinen Wirten mehr ein Zimmer bekommen haben. 

Auch die Blinde Kuh beschäftigt sich mit der Geburt Christi. Sucht auch mal in der Blinden Kuh zu Weihnachten!

So, das war es, mein Weihnachten für euch. 

Kommentare? Mailt sie mir einfach an:

andreas.binner@gmx.de 

An diese Adresse könnt ihr mir auch Ideen für neue Artikel oder ähnliches schicken. 

Danke für die Aufmerksamkeit und tschüß!

© 2000 Andreas Binner

 

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Wunschtipps und Weihnachtskrimskrams - Dezember 2000 Andreas Binner
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