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Blinde Kuh
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Der Wehrwolf

Eine Geschichte von Georgi

Ich schlich mich zum Zeltausgang. Als ich den Eingang öffnete, erschrak ich. Ein Wehrwolf stand vor dem Zelt! Ich war dran und drauf zu schreien. Aber er hielt mir den Mund zu. Dann sprach er mit leiser Stimme: „ Ich bin ungefährlich. Hab keine Angst vor mir!“ Während dessen dachte ich mir: „ Wieso kann er reden? Und wieso sagt er, dass er ungefährlich ist? Darf ich ihm glauben?“ Daraufhin schleppte er mich zu einem hohen Felsen der zum Vollmond blickte. „Wieso hast du mich hierher gebracht?, wollte ich wissen. Auf einmal antwortete der Wehrwolf: „ Eines Nachts kam ich zu diesem Ort und sah einen Wolf, der den Mond anheulte. Neben ihm stand ein Zauberer, der zum Mond blickte und versuchte ein Zauberspruch auszusprechen. Ich wollte näher rankommen und hörte was er sagt. Leider bemerkte mich der Wehrwolf und lief zu mir her. Der Zauberer sprach einen Spruch. Genau dann als mich der Wolf berührte, kam der Zauber an. Plötzlich vereinte ich mich mit dem Wolf und wurde zum Wehrwolf.
Gleich danach heulte ich den Mond an, und der Zauberer verschwand. Seit dem komme ich jede Nacht hierher um zu sehen ob er wieder da ist. Trotzdem suche ich tagsüber Freunde. Heute sah ich dieses Zelt und dachte mir: „ Da könnte jemand drin sein, der mir vielleicht helfen kann.“ Deswegen bin ich hier.
Mir fehlten die Worte. Doch was sah ich da auf der Spitze des Felsens. Dort war ein Zettel. Nun fragte ich den Wehrwolf: „ Stand der Zauberer da auf der Spitze des Felsens?“ „Ja, genau da! Warum willst du es wissen?“, erwiderte der Wehrwolf. „ Dann stammt dieser Zettel von dem Zauberer!“ schrie ich. In diesem Augenblick gab ich ihm dem Zettel. Schließlich lief ich zurück zum Zelt und rief ihm zu: „ Tut mir leid. Ich muss gehen. Wir sehen uns am nächsten Abend!“
Ein Tag später sah ich einen Jungen, der mich mit dem selben Blick wie der Wehrwolf anguckte. Da überlegte ich: „ Ob das der Wehrwolf sein könnte?“ Am nächsten Abend sah ich ihn noch einmal. Anschließend wollte ich mich erkundigen: „ Hast du den Zettel entziffert?“ „ Ja, aber den Sinn verstehe ich nicht wirklich. Hier, ich lese ihn dir mal vor“, antwortete der Wehrwolf. „Du brauchst einen Freund, der dich so mag wie du bist. Ihr dürft euch nicht schlagen, sondern zu spielen wagen. Da wird der Fluch gebrochen, wie es früher versprochen.“ Da brüllte ich: „ Das ist es!!! Wir sind doch Freunde. Wir schlagen uns nicht. Wir spielen. Na ja, werden wir wenigstens bald. Das ist die Lösung!“
„Ja klar! Wieso bin ich nicht selbst drauf gekommen“, murmelte der Wehrwolf.
Zum Schluss wurden wir dicke Freunde.





 

 
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