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Ich schlich
mich zum Zeltausgang. Als ich den Eingang öffnete, erschrak ich.
Ein Wehrwolf stand vor dem Zelt! Ich war dran und drauf zu
schreien. Aber er hielt mir den Mund zu. Dann sprach er mit
leiser Stimme: „ Ich bin ungefährlich. Hab keine Angst vor mir!“
Während dessen dachte ich mir: „ Wieso kann er reden? Und wieso
sagt er, dass er ungefährlich ist? Darf ich ihm glauben?“
Daraufhin schleppte er mich zu einem hohen Felsen der zum
Vollmond blickte. „Wieso hast du mich hierher gebracht?, wollte
ich wissen. Auf einmal antwortete der Wehrwolf: „ Eines Nachts
kam ich zu diesem Ort und sah einen Wolf, der den Mond anheulte.
Neben ihm stand ein Zauberer, der zum Mond blickte und versuchte
ein Zauberspruch auszusprechen. Ich wollte näher rankommen und
hörte was er sagt. Leider bemerkte mich der Wehrwolf und lief zu
mir her. Der Zauberer sprach einen Spruch. Genau dann als mich
der Wolf berührte, kam der Zauber an. Plötzlich vereinte ich
mich mit dem Wolf und wurde zum Wehrwolf.
Gleich danach heulte ich den Mond an, und der Zauberer
verschwand. Seit dem komme ich jede Nacht hierher um zu sehen ob
er wieder da ist. Trotzdem suche ich tagsüber Freunde. Heute sah
ich dieses Zelt und dachte mir: „ Da könnte jemand drin sein,
der mir vielleicht helfen kann.“ Deswegen bin ich hier.
Mir fehlten die Worte. Doch was sah ich da auf der Spitze des
Felsens. Dort war ein Zettel. Nun fragte ich den Wehrwolf: „
Stand der Zauberer da auf der Spitze des Felsens?“ „Ja, genau
da! Warum willst du es wissen?“, erwiderte der Wehrwolf. „ Dann
stammt dieser Zettel von dem Zauberer!“ schrie ich. In diesem
Augenblick gab ich ihm dem Zettel. Schließlich lief ich zurück
zum Zelt und rief ihm zu: „ Tut mir leid. Ich muss gehen. Wir
sehen uns am nächsten Abend!“
Ein Tag später sah ich einen Jungen, der mich mit dem selben
Blick wie der Wehrwolf anguckte. Da überlegte ich: „ Ob das der
Wehrwolf sein könnte?“ Am nächsten Abend sah ich ihn noch
einmal. Anschließend wollte ich mich erkundigen: „ Hast du den
Zettel entziffert?“ „ Ja, aber den Sinn verstehe ich nicht
wirklich. Hier, ich lese ihn dir mal vor“, antwortete der
Wehrwolf. „Du brauchst einen Freund, der dich so mag wie du
bist. Ihr dürft euch nicht schlagen, sondern zu spielen wagen.
Da wird der Fluch gebrochen, wie es früher versprochen.“ Da
brüllte ich: „ Das ist es!!! Wir sind doch Freunde. Wir schlagen
uns nicht. Wir spielen. Na ja, werden wir wenigstens bald. Das
ist die Lösung!“
„Ja klar! Wieso bin ich nicht selbst drauf gekommen“, murmelte
der Wehrwolf.
Zum Schluss wurden wir dicke Freunde.
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