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Blinde Kuh
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Der unheimliche Schrank
eine Geschichte von Theresa (12)

Monika war 14. Sie ging gerade mit ihren Freundinnen Svenja und Alyna shoppen. Zu Hause angekommen, war Monika so müde, dass sie sich gleich ins Bett legte und schlief.
Mitten in der Nacht wurde sie wach. Ihr Handy klingelte. Monika guckte auf die Uhr 12 Uhr! Mitternacht! Zitternd nahm sie ihr Handy, drückte das grüne Telefon, nahm den Apparat an ihr Ohr und fragte: „Hallo!?“ Am anderen Ende keuchte jemand. Irgendjemand atmete schwer! „Haaaaallo?“, fragte Monika wieder. Tuuuuut
Aufgelegt! Wer war das? Monika legte das Handy weg und wollte wieder einschlafen, doch aus ihrem Schrank kamen auf einmal knarrende Geräusche. Monika stand auf und ging zum Schrank.
„Ist da jemand drin?“, fragte sie und klopfte an die Schranktür. Das Knarren hörte auf. Naja, dachte sich Monika, ging in ihr Bett und schlief dann auch endlich ein.

Am nächsten Morgen erzählte sie Svenja und Alyna alles, was passiert war. Die Freundinnen nahmen Monika natürlich gar nicht ernst! „Moni, du hast bestimmt geträumt! Du hast doch auch erzählt, dass heute Morgen niemand in dem Schrank war!“, erklärte Alyna. Auch wenn Monika sicher war, das das alles kein Traum war, gab sie Ruhe.
In der Nacht geschah das Gleiche wie in der Nacht davor. Monikas Handy klingelte und dann knarrte der Schrank...

Monika erzählte wieder alles ihren Freundinnen. Svenja sagte: „Meine Süße, du bildest dir das ein! Dieser Schrank ist ein stinknormaler Schrank! Wie jeder andere auch!“
Beweisen konnte Monika nichts! Darum gab sie wieder Ruhe. Aber innerlich hatte sie natürlich keine Ruhe. Deshalb ging sie nach der Schule nicht mit ins Eiscafé sondern in die Bibliothek um ein bisschen zu recherchieren. Sie wusste noch nicht was sie herausfinden würde, aber irgendetwas wird sie schon finden.
Nach einer Stunde, hatte sie eine alte Zeitung in der Hand von 1969! -Ganz schön alt. Und darauf war ihr Haus zu sehen! Ja, sie erkannte es ein wenig wieder!
Sie las sich den Artikel durch

In der Straße „Am Steg“ hat vorgestern ein Haus gebrannt! Es war die Nummer 18. Das Haus brannte fast ganz nieder,
es blieben nur noch ein paar Grundrisse übrig und ein Schrank. Dieser Schrank hätte eigentlich mit verbrennen müssen,
aber das war er nicht. Der Schrank ist ohne einen kleinsten Kratzer aufgefunden worden! Die Polizei und die Feuer-
wer findet dies sehr komisch. Eigenartig, aber spannend! Wie das passiert ist, oder passieren konnte, bleibt ein Rätsel.

Unter dem Zeitungsartikel prangt ein Foto. Ein Foto! Der Schrank! Das ist der Schrank! Ihr Schrank! Das ist Monikas Schrank!
„Das ist ja unheimlicher als unheimlich!“, murmelt sie. Dieser verfluchte Schrank steht bei ihr im Zimmer! Monika legte die Zeitung zurück und rannte nach Hause.
Sie rief ihre Freundinnen an und 10 Minuten später waren die drei in Monikas Zimmer. „Was ist denn jetzt los? Warum sollten wir so schnell zu dir kommen?“, fragte Svenja.
Monika erzählte alles was in dem Zeitungsartikel stand und was sie dachte. Alyna lachte: „Moni! Das kann gar nicht sein! Das ist doch krank! Da ist nichts!!“ - „Genau!“, bestätigte Svenja.
Und so machte Alyna die Schranktür auf und dann schubsten die Beiden Monika hinein! „Wenn du es darin 5 Minuten aushältst, weißt du das du keine Angst mehr haben musst!“, rief Alyna.
„Nein! Bitte Leute!“, rief Monika als Svenja die Tür des Schrankes verschloss. „Ihr versteht das nicht!“
Monika schrie die ganze Zeit und es hörte sich ein wenig nach einem Kampf an. Plötzlich jedoch war alles still. „Was ist denn jetzt los?“, fragte Svenja, „hat sie jetzt endlich ihre Angst überwunden?“ Die Freundinnen machten die Schranktür auf und da saß Monika zerzauste Haare kaputte Klamotten und ihre Augen waren schwarz, ganz schwarz. Die Augen guckten leer gerade aus. „Hey! Monika!“, riefen die Freundinnen. Alyna stupste Monika an. Keine Reaktion. Seit diesem Tag, hatte Monika kein Wort mehr gesprochen.
Was in dem Schrank passiert ist, wird man wohl nie erfahren...

 
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