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Der Unfall

Eine Geschichte von Juliana Barbara (11)

Ich bin ganz allein zu Hause.
Papa ist nicht da. Mama ist auf der Arbeit und Susen ist in der Ausbildung.
Bei meinen Freunden kann ich nicht bleiben und das Telefon klingelt nicht.
Auf einmal klingelt das Telefon.
Ich renne in den Flur und gehe dran.
Es ist Mama und sie sagt: "Dein Vater hat auf dem Nachhauseweg einen Unfall gehabt. Ich bin längere Zeit weg. Ruf Oma an. Sie soll auf dich aufpassen!"

Ich hab gleich Oma angerufen. Sie kommt um drei. Es Klingelt an der Tür Ding Gong.
Ich renne zur Tür und mache Oma Die Tür auf.
Ich erzähle ihr, dass Susen morgen von der Ausbildung zurückkommt und das Papa
einen Unfall hatte.
Oma ist verzweifelt und spricht leise: "Nein, dass darf nicht wahr sein."
Man sieht deutlich, dass sie weint.

Ich war schon im Wohnzimmer und räumte meine Sachen aus.
"Komm Oma, spielen wir."
Oma wischt sich die Tränen aus dem Gesicht und geht ins Wohnzimmer. Wir spielen Baby und Verstecken.
Aber immer hat sie den Gedanken im Kopf, dass Papa sterben muss.

Mitten in der Nacht kann ich nicht einschlafen.
Ich schleich mich nach unten, um zu trinken.
Da höre ich Oma weinen.
Sie sagt, dass Papa sterben muss und den Rest habe ich nicht mitgekriegt.
Dann bin ich in meinen Zimmer und weine. Ich will Papa nicht verlieren.

Am nächsten Tag kommt Susen und ich habe ihr gesagt, dass Papa sterben muss.
Sie rennt in ihr Zimmer und weint. Ich höre es deutlich.

Mama ruft im gleichen Moment an. Ich renne hin und hebe ab.
Sie sagt: "Papa muss sterben, denn er hat eine unheilbare Verletzung."
Ich renne zu Oma und Susen und weine. "Oh nein, oh nein, das kann nicht sein!"

Am Abend kommt Mama weinend nach Hause und sagt: "Papa ist Tod!"

"Schlimmer kann es nicht sein!", sage ich und weine und weine.
Ich renne in meinem Zimmer und weine. Selbst Susen kann mich nicht trösten.
Mir ist so, als ob die ganze Welt untergegangen sei.
Alles ist anders. Meine Hoffnung Ist weg. Ich steh da und rühre mich nicht.
Ich will, dass Papa lebt, dass er mich umarmt und dass er da ist.

In diesem Augenblick kommt Mama in mein Zimmer und sagt: "So ist das im Leben."

Da ging es mir ein bisschen besser.

 
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