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Hallo ich heiße Berna und bin 11
Jahre alt. ´
Und hier ist meine Geschichte:
Kennt ihr das Märchen von Shibso?
Nein? Dann erzähle ich es euch.
Shibso ist die Stadt der Wahrheit.
Dort können
nur die Leute rein, die es gelernt haben,
in Wahrheit und Freundschaft zu leben.
Ihr müsst wissen, niemand im Dorf von uns
ist nett oder sagt die Wahrheit. Hier hat
niemand Freunde. Hallo
ich bin Kiara. Ich bin
10 Jahre alt und ich lese viel. Ich finde man
sollte in Wahrheit & Freundschafft leben.
Meine Eltern reden mir dauernd ein
ich sollte
es lassen nett zu sein und immer die Wahrheit
zu sagen. Sie sagen mir dauernd nur:
"Kiara niemand ist nett und sagt die Wahrheit!
Hör auf ständig nett zu anderen zu sein!
Es bringt nichts! Wie willst du unser Dorf
denn damit retten? Also benimm dich wie
jeder hier in der Stadt!"
Das finde ich super-doof.
Ich bin anders als jeder andere.
Ich erzähle euch jetzt mal die
Geschichte: Eines Tages
wachte ich mit Schweiß im Gesicht auf.
Ich hatte einen merkwürdigen Traum wo ich auf der Bühne der
Stadt stand und allen sagte, dass was ich gehofft
und geschafft habe, euch auch mal passiert. Das hab
ich dem Dorf gesagt.
Meine Mutter rief:
"Kiara komm runter! Du musst noch einkaufen gehen!"
Ich hatte keine Schule, weil jeder
log und immer gemein
war. Es gab keine Schule mehr. Unsere Schule war zu,
für immer. Na ja die Leute erzählten das ständig. Also
ging ich raus einkaufen. Am Markt stritt jeder mit jedem.
Ich tat nichts. Ich kaufte normal ein. Ich wusste zwar, dass
meine Mutter sauer sein wird, wieso ich nicht gehandelt
hab, um es billiger zu kriegen, aber mir war das egal.
Also ging ich nach Hause um die Sachen abzulegen.
Ich wollt noch einmal raus zu
meinem geheimen Platz. Ich hatte
einen Geheimplatz, weil im Dorf jeder meckerte: "Geh da weg
ich will dort sitzen. " oder "Geh weg das ist MEIN Platz."
Und zu meinem geheimen Ort traut sich niemand hin, weil der Weg
dahin schrecklich aussieht. Aber was die Dorfbewohner nicht
wissen
ist: Hinter dem Weg ist ein Tal. Mit See und netten Tieren...
Wenigstens dort ist jeder
friedlich. Also ging ich, wie jeden Tag,
dort
hin. In einer Höhle im Tal hatte ich meine Bücher versteckt. Ich
hab
leere Bücher. Aber in den leeren Bücher waren einige Geschichten
von mir drin. Mein Traum war es nämlich den Bewohnern im Dorf
eine
Nachricht zu verkünden. Ich möchte so gern, dass sie die Welt
anders sehen.
Also friedlich und schön, nett und gut. Also nicht lügnerisch
und gemein. Ich hatte in meiner geheimen Höhle schon mindestens 10 Bücher
voll-
geschrieben. Aber an diesem Tag wollte ich mich mehr im Tal
umsehen.
Also ging ich und ging. Auf einmal sah ich die Brücke nach
Shibso. Dort
konnten nur die Leute durch die es verstanden nett, freundlich
und gut
zu sein. Dort waren einige Menschen draußen. Wenn die
Dorfbewohner
nur das wüssten. Shibso ist keine Sage, sondern sie gibt es
wirklich! Vor
der Brücke sah ich ein Buch. Auf dem Buch stand. "Kiara"
Langsam und ängstlich öffnete ich das Buch und eine Stimme
sprach
zu mir: "Kiara wir haben dich schon sehr lange erwartet. Du bist
unsere
Auserwählte. Nur du kannst dafür sorgen, dass die Welt wieder
friedlich
und gut wird. Nur du kannst dafür sorgen, dass Menschen wieder
Freunde
kriegen und Spaß am Leben haben. Nur du kannst sie retten." Und
ich
sagte: "Das möchte ich zu gern! Aber es geht nicht! Wie soll das
denn
funktionieren?"
Die Stimme im Buch sprach wieder: "Geh ins Dorf
zurück und lese dein erst geschriebenes Buch vor! " Und ich
fragte:
"Woher wissen Sie von meinen Büchern? Wie soll ich Ihnen
vertrauen?"
Das Buch sprach wieder: "Erfülle deinen Wunsch! Wie in deinem
Traum!
Nun geh!" Ich rannte zurück zu meiner Höhle und holte mein
erstes
Buch raus und ging zurück zum Dorf. Dann ging ich die Treppen
zur Bühne
hoch und sagte: "Bewohner von Losca hört mir bitte alle zu! Ich
möchte
euch was wichtiges mitteilen!"
Alle Menschen schauten mich an.
Es war
fast genauso wie in meinem Traum.
Ich sprach weiter: "Ich will euch aus
meinem Buch etwas vorlesen!"
Dann fing ich an: "Jeder Tag ist grau. Niemals
wird mein Leben wieder schön.
Ich kenne das Wort "Spaß" gar
nicht.
Spaß
gibt es nicht auf dieser Welt. Ich wünschte nur die Bewohner von
Losca und
die ganze Welt würden sich ändern. Am meisten wünsche ich mir die
Wörter
Freundschaft, Wahrheit und Spaß zurück. Ich kenne diese Wörter
nur vom
Tal. Ich weiß nicht, was ich machen soll."
Die Menschen schauten
mich an.
Ich schaute sie auch an. Auf einmal sah ich das Buch wieder vor
mir.
Es sagte:
"Du hast es geschafft Kiara! Komm mit mir ins Land von Shibso!
Du hast den
Menschen im Dorf gezeigt, dass es auch anders geht. Möchtest du
mit uns kommen?"
Ich antwortete: "Natürlich möchte ich das. Nur ich will hier
nicht weg. Hier sind all
die Dorfbewohner und meine Familie. Ich kann sie nicht
verlassen. Wieso kann
Shibso nicht hier sein?" Das Buch sagte darauf: "Kiara hast du
es denn immer noch
nicht gemerkt? Das hier ist ein Teil von Shibso! Das war es
schon immer. Du hast es
geschafft. Wir alle sind sehr stolz auf dich." Mit diesen
Worten verschwand das Buch
und jeder lachte und klatschte. Jeder war Froh und Glücklich.
Jeder entschuldigte
sich bei jedem. Meine Bücher waren jetzt in allen Büchereien zu
sehen und jeder
lebte Glücklich bis an sein Lebensende.
Ich würde mich freuen, wenn meine Geschichte auf der Blinde-Kuh-Seite zu sehen wäre.
Mit freundlichen Grüßen
Berna |