Die Blinde Kuh - Suchmaschine für Kinder
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Blinde Kuh
Kinder-Post
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Lili und der sprechende Schmetterling
eine Geschichte von Clarissa (11)

Lili war ein achtjähriges, abenteuerlustiges Mädchen. Sie hatte einen Hund namens Choko. Eines Tages sah Choko einen großen, bunten Schmetterling. Plötzlich juckte es ihn am ganzen Körper und er wusste, dass etwas Magisches in der Nähe sein musste, da er auf Fabelwesen, magische Gegenstände und ähnliches immer mit heftigem Jucken reagierte. Also holte Choko durch lautes Bellen Lili herbei.

Lili, die diese Fähigkeit ihres Hundes kannte, kam sofort zu Choko. Dieser zeigte Lili den großen Schmetterling und sie fing an, mit dem Schmetterling zu reden. „Ach, du bist ja ein schöner Schmetterling! Und was ist an dir so magisch?“ Der Schmetterling antwortete: „Findest du, ich bin so schön?“ Lili zuckte zurück und fragte: „Was? Sprichst du wirklich mit mir?“ „Aber natürlich. Nenn mich übrigens nicht immer bloß Schmetterling. Ich heiße Chimra und wohne im Tal der Schmetterlinge, es liegt gleich hinter dem Hügel dort. Naja, fast, danach nur noch bei der dritten Kreuzung rechts, hinter dem alten Schrottplatz links und nach zwei Kilometern bist du da. Wir können ja mal hingehen. Sag mal, wieso sagt dein Hund eigentlich nichts?“ „Ein Hund kann doch nicht reden!“ „Also, bei uns im Schmetterlingstal gibt es auch einige Hunde und sie alle können reden. Wir können deinen Choko aber auch zum Reden bringen, indem ich ihm etwas von dem Pulver auf meinen Flügeln über die Schnauze streue.“ „Ja los, mach schon!“, rief Lili. 

Chimra flatterte über Chokos Schnauze hin und her. Dabei fiel etwas von Chimras Flügelstaub auf die Schnauze von Choko. Sofort begann der Hund zu reden: „Also, endlich kann ich mich mal bei dir beschweren, du nimmst mich immer viel zu kurz an die Leine, die müsste viel länger sein, und außerdem schmeckt das neue Futter scheußlich!“ „Jetzt halt mal die Klappe, wenn wir wieder daheim sind, hör ich mir alles genau an. Aber jetzt will ich erst mal das Tal der Schmetterlinge sehen.“ 

Inzwischen waren sie schon über den Hügel gelaufen, waren auch schon beim Schrottplatz links abgebogen und auch hier schon eineinhalb Kilometer gelaufen. „Noch 500 Meter, dann sind wir da!“, meinte Chimra. Und da war auch schon das Schmetterlingstal. Lili war sprachlos. „So viele Schmetterlinge! So viele auf einmal habe ich noch nie gesehen!“, sagte Choko, der sich kratzen musste. „Sag mal, können die alle sprechen? Sind das alles Fabelwesen?“ „Natürlich sind das alles Fabelwesen. Wieso fragst du?“ Choko konnte nicht mehr antworten, weil er so damit beschäftigt war, sich überall zu kratzen. Stattdessen erklärte Lili: „Ihn juckt es immer fürchterlich, wenn Fabelwesen in der Nähe sind. Und hier sind so viele!“ Wir machen uns lieber wieder auf den Heimweg.“

Chimra protestierte: „Aber ihr kamt doch grade erst an! Ich will dir aber auf jeden Fall etwas von hier mitgeben, damit du dich immer an uns erinnerst. Ich werde nämlich hier bleiben. Schau mal, das Bild hier, das kannst du mitnehmen.“ „Da bist ja du drauf!“, freute sich Lili und machte sich mit Choko auf den Heimweg.

Plötzlich hörte sie ein Geräusch: Klingelingeling! Klingelingeling! „Oh, mein Wecker! Aber – war das alles nur ein Traum? Dass Choko reden konnte? Und Chimra? Das Bild von ihr?“ Ja, alles war nur ein Traum. Jetzt musste sie aber in die Schule. Beim Frühstück sagte Lili zu ihrer Mutter: „Mama, heute komme ich etwas später aus der Schule.“ „Aber wieso denn?“ „Ich muss noch etwas besorgen.“ „Na gut. Tschüss!“ Und am Nachmittag kam Lili zurück – mit einer langen Leine und gutem Hundefutter!

 
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