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Blinde Kuh
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Samantha der Vampir

Eine Geschichte von Unbekannt

Hallo!
Ich habe eine Geschichte geschrieben über einen Vampir. Eigentlich ist das nur der erste Teil, aber ich muss den zweiten erst noch schreiben.

 

Es war ein kalter Abend. Dunkel war es. Sozusagen stockfinster.
Lorna überkam ein leichtes frösteln.
Sie war auf dem Weg nach Hause.
Doch was sah sie da?
Eine Höhle!
Sie wusste nicht warum, doch es war, als zog sie eine Kraft zur Höhle und plötzlich stand sie unmittelbar davor. Sie schluckte, aber wollte nach innen. Also nahm sie all ihren Mut zusammen und ging hinein.

Dunkle, steinerne Wände. Plötzlich sah es aus wie ein Verließ. Erloschene Fackeln am Rand, gemauerte Wände, an manchen Stellen ein paar Spinnen. Sie zitterte und schüttelte sich urplötzlich.
Vor ihr war eine schwere, hölzerne Tür, die verschlossen zu sein schien.
Oder nicht?
Sie drückte die nahezu riesige Türklinke nach unten. Es quietschte.
War es offen?
Was mochte sich dahinter verbergen?
Lorna atmete tief durch und öffnete die schwere Tür. Ja, es ging auf! Zwar schwer, aber immerhin.
Es war eine Bibliothek!
So eine wie man sie aus alten Schlössern oder Burgen von steinreichen Leuten kannte. Bücherregale die bis zur Decke reichten, natürlich prallgefüllt mit alten Büchern.
In der Mitte ein alter, dunkler Schreibtisch, dahinter ein großer Stuhl mit rotem Stoff überzogen.
Als Lorna auf den Stuhl sah, blieb ihr das Herz stehen. Da saß ein Mensch! Eine Frau um genau zu sein.

Sie war schwarz bekleidet und saß nur da. Geschlossene Augen, den Kopf nach unten hängend und um sie, ein, nein zwei, oder gar Hunderte von Spinnenweben.
Lebt sie noch?
Dachte Lorna als sich plötzlich der Kopf bewegte. Lorna blieb das Blut in den Adern stocken. Sie konnte plötzlich deutlich eine Melodie hören. Gespielt von einem Flügel. Der Kopf dieser Frau, oder dem Mädchen (sie sah nämlich unheimlich jung aus) war nun genau auf Lorna gerichtet.
Die Augen der Person öffneten sich langsam.
Unglaublich! Finstere, schmale Katzenaugen starrten sie an.
Die Person murmelte etwas in einer fremden Sprache. Dabei öffnete sie kaum den Mund. "We-wer, wer sind Sie?", stotterte Lorna.
"Die Frage ist doch, wer bist du!", sprach die Gestalt, die unmöglich ein Mensch sein konnte, (wegen dieser unheimlichen Augen) mit rollendem "R".
Lorna musste ziemlich dämlich dreingeschaut haben. Denn plötzlich grinste die Gestalt hinterhältig.
Was blitzte da zwischen ihren Zähnen?
Oh Gott! Sie hatte totale Vampirzähne! Sie musste ein Vampir sein, begriff Lorna.
"Komm mir nicht zu nahe!", rief Lorna, wich einen Schritt zurück und zog ihren Zauberstab.
Ja, auch sie war kein normales Mädchen, sie war eine Hexe!Oder zumindest ein Lehrling.

Der Vampir riss die Augen weit auf und ihre Pupillen wurden noch enger als sie schon waren.
Die Spinnenweben fielen plötzlich ab.
Sie stand auf und sagte: "Hundert Jahre."
"Wie bitte?", fragte Lorna, hielt aber immer noch den Zauberstab vor sich und stand in einer geduckten Haltung.
"Hundert verdammte Jahre sitze ich hier schon! Ohne Hoffnung irgendwann nach draußen zu gehen", sprach sie noch mal.
Lorna schluckte. Ganz schön hart, selbst für einen Vampir.
Der Vampir kam hinter dem Schreibtisch hervor. Erst jetzt sah Lorna, sie hatte ein schwarzes Kleid mit weinroten Rüschen am Ende, am Kragen und an den Ärmeln an.
Ihre schwarzen Haare waren sorgfältig zu einem Dutt gebunden, sahen aber durch die Strähne die im Gesicht hing, überhaupt nicht streng aus.
Über den Dutt war ein schwarzes Tuch gelegt und festgebunden, durchsichtig, das bis zu den Schultern reichte. Fast wie ein Schleier.

Sie wirkte sehr geheimnisvoll.
Wie eine Vampirbraut, die bei der Hochzeit allein vor der Kirche kniete, im Regen, mit traurigen Tränen auf den Wangen. Und ihr Bräutigam war verschwunden.
Hach, wie traurig.
Als das, ja, man kann sagen das Vampirmädchen genau vor Lorna stand sagte sie: "Stell es dir vor, Mädchen! Grausam, ehrlich!"
Lorna zitterte bei der gefühlvollen, wunderschönen Stimme dieses Vampirs.
Sie war auch allgemein wunderschön.
"Wie heißt du?", fragte Lorna.
"Samantha", sagte sie.
Lorna lächelte. Samantha war so anders, als sie sich einen Vampir vorstellte. Aber vielleicht war das ja nur alles Show.

Wieder hörte Lorna diese Melodie des Flügels.
"Was ist das?", fragte sie dieses Mal.
"Der Flügel", antwortete Samantha.
"Wer spielt den?" Lorna war verblüfft.
"Ich weiß nicht!", meinte Samantha, "immer wenn ich mich auf die Suche nach dem Flügel machen will, hört er auf zu spielen!"
Lorna konnte sich das gut vorstellen.
Ein einsamer Pianist an einem Ebenholzflügel im Mondschein hier in der Höhle.
Samantha sah Lorna in die Augen.
"Was ist?", fragte Lorna.
"Hilf mir den Flügel zu finden!
Vielleicht schaffe ich es mit deiner Hilfe."
Okay, Lorna wollte ihr helfen.
Kaum waren sie aus der Bibliothek war die Melodie weg. Doch als Lorna wieder aus der Höhle wollte, um endlich nach Hause zu kommen, da erklang die Melodie erneut. Die beiden gingen ihr nach. An einem langen Gang waren die Fackeln angezündet und beleuchteten den langen Flur. Die Melodie wurde lauter. da, nur noch eine Ecke und direkt dahinter musste der Flügel sein. Aber als sie diese Ecke überwunden hatten, gingen die Fackeln aus und auch die Melodie war nicht mehr zu hören.
Ein leichter, kühler Wind kam ihnen stattdessen entgegen.
Wind! In einer Höhle!
Nur der Mond beleuchtete den Gang. Doch Samantha konnte alles gut sehen. Kein Wunder, sie war ja auch ein Geschöpf der Nacht.
"Hier ist die Tür der Bibliothek! Ich verabschiede mich nun also von dir! Es war ehrlich schön mal wieder Gesellschaft zu haben!", meinte Samantha und als sie ein freundliches Lächeln aufsetzte blitzten ihr Vampirzähne.

Lorna war aus der Höhle draußen und sah auf ihre Uhr.
Es war eine halbe Stunde vergangen.
Jetzt aber ab nach Hause!

 
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