|
Klara saß über den Hausaufgaben. Ihr
Kopf brummte. Die Matheaufgaben waren mal wieder irre schwer und
sie musste ihre ganze Aufmerksamkeit in die knifflige Gleichung
stecken. Die Schule war insgesamt sehr schwer, seitdem sie in
der 7. Klasse war. Es war viel leichter, noch vor ein paar
Wochen. Da konnte sie noch locker den Sechstklässlerkram
erledigen. Aber nun? Plötzlich klingelte das Telefon. Da außer
Klara gerade niemand zu Hause war, ging sie ran. "Hey Klara, ich
bin's! Sag mal, hättest du Lust mit mir ins Kino zu gehen?" Es
war Conny, Klaras beste Freundin. Sie seufzte. "Ich kann nicht.
Ich sitz noch immer über diesen Gleichungen. Du weißt ja, ich
versteh das nicht so ganz. Kannst du das etwa?" "Och, ich hab's
noch nicht gemacht", klang es im Telefonhörer. Klara war
verblüfft. "Du machst deine Hausaufgaben nicht? Ich bin das ja
gewohnt von dir, aber hör mal, das ist extrem viel! Das kannst
du morgen nicht von mir abschreiben!" Conny lachte: "Ach komm
schon, ich sag einfach ich hab's nicht kapiert. Stimmt ja auch
irgendwie!" Klara sagte noch einmal klar und deutlich, dass sie
nicht ins Kino mitgehen konnte. Dann verabschiedete sie sich und
versuchte weiterhin, die Gleichungen zu lösen.
Als Klara am nächsten Tag zur
Schule kam, war sie total fröhlich. Sie hatte gestern endlich
kapiert, wie diese Gleichungen funktionierten. Conny schien
geistlich noch in ihrem Bett zu liegen und zu schlummern.
"Conny, hallo! Na, wie geht's?", fragte Klara fröhlich. Conny
antwortete total verschlafen: "Schlecht- gestern Abend wollte
ich unbedingt noch diesen spannenden Krimi ansehen. Mann, ich
hätte doch nicht wissen können, dass der Film bis um zwölf Uhr
geht. Die Zeit ist echt wie im Flug vergangen!" "Hm", meinte
Klara und zupfte sich ihren blonden Pferdeschwanz zurecht,
"vielleicht hättest du mal in der Fernsehzeitschrift nachsehen
sollen. Was ist denn zur Zeit los, du stehst echt zur Zeit total
auf'm Schlauch!" Conny gähnte und antwortete: "Nicht wichtig.
Konzentrieren wir uns auf den Unterricht, ja?" Klara nickte.
Als Klara am Mittag die
Hausaufgaben fertig hatte, rief sie Conny an. Vielleicht
wollte sie ja heute mit Klara ins Kino gehen. Als Entschädigung,
weil sie gestern keine Zeit hatte. "Nee, lass mal. Ich hab noch
so viel zu tun!", meinte Conny. "Na, jetzt bin ich aber
erstaunt. Was musst du denn machen?", fragte Klara. Conny traf
die Frage wohl etwas plötzlich, denn sie antwortete: "Ach, äh...
ich muss noch mein Zimmer aufräumen... und.... so...." Als die
beiden sich verabschiedet hatten, begann sich Klara Sorgen zu
machen. Was war denn in letzter Zeit mit Conny los?
Am nächsten Tag bekam sie
endlich die Antwort. Sie hatte nämlich Geburtstag und lud ihre
Freunde zu sich ein. Alle kamen gleichzeitig und sangen Klara
ein Geburtstagsständchen. Sie freute sich sehr. Zuerst kam Sarah
herein und überreichte ihr Geschenk. Dann Susi, Carina und
anschließend Conny. Sie brachte eine auffällig gestaltete Torte
mit und sagte: "Du hast dich sicher gefragt warum ich in letzter
Zeit so seltsam war. Nun, es dauerte ein paar Tag bis ich diese
Torte fertig hatte. Das habe ich vorher im Rezept
gelesen und schon ein paar Tage früher angefangen! Sei mir nicht
böse, okay?" Klara lachte. "Natürlich nicht! Na komm, die Torte
sieht echt gut aus. Die müssen wir sofort vernaschen!" Und schon
bald war die Torte weg. Lecker!
Ende! |