Die Blinde Kuh - Suchmaschine für Kinder
Die Suchmaschine für Kinder - ©1997 Birgit Bachmann und Stefan R. Müller
Kinder im Internet schreiben Geschichten für andere Kinder
Blinde Kuh
Kinder-Post
Zurück zur Startseite vom  Kids-E-Zine
 

Lora in Brasilien

Eine Geschichte von Medina


Lora liebt die Sommerferien, tja eigentlich alle Ferien, aber die Sommerferien am liebsten.
Dieses Mal war es besonders schön, nämlich Lora fliegt mit ihrer Familie zusammen nach Brasilien. Im Flughafen sah Lora zwei gleiche Mädchen die alles gleich anhaben. Ihre Kleider waren gleich und ihre Sonnenbrillen, aber ihre Haare nicht. Von einer sind sie braun und von der anderen blond. Lora fragt Virginia, die Mutter von ihr: „Fliegen die auch nach Brasilien?“
„ Ja, ich glaube schon.“, sagte Virginia. „Fliegen denn alle hier und dort in der Schlange nach Brasilien?“, fragte Lora. Martin, der Papa von Lora sagt: „Natürlich!“ Als sie sich auf den Weg machen zum Flugzeug, gibt Dani (Daniel), Loras 1 Jahr älterer Bruder an: „Ich sitze am Fenster! Ich sitze am Fenster. Haha!“ „Na und ich doch auch.“, sagte Lora. „Natürlich sitzt jeder am Fenster, nur Papa sitzt neben dir Dani und ich sitze neben dir Lora.“, sagt Virginia. „Ja, ja!“, murmelten die Kinder. Wir wissen es doch schon, Mama.“, sagte Lora. „Ja, ne!“, sagte auch Dani. „Im Flugzeug schlafe ich“, sagte Lora und das tat sie auch. Sie schläft sehr lange. Da aßen Virginia, Martin und Dani und tranken was. Als Lora aufgewacht ist, musste sie auch was essen und was trinken. „Und hasst du gut geschlafen Schätzchen?“, sagte Virginia bevor sie was machte. „Ja. Wie viel Uhr ist es?“, fragte Lora verschlafen. „8:00 Uhr und schau mal wir sind schon in Cruzeiro do Sul.“, sagte Virginia. „Hallo Lora“, sagten Martin und Dani auch. Dann waren sie endlich in Brasilien. Als sie ausgestiegen sind war es sehr, sehr heiß. „Mann, ist es heiß hier!“, sagte Lora. „Mama wie viel Grad ist es?“ „Es ist 40 Grad oder, Martin?“ „Eh, ja, genau es ist 40 Grad.“
Als sie schon im Hotel angekommen sind, mussten sie erstmal die Koffer abgeben. Die Hotelpagen brachten die Koffer hoch. Aber da war die Familie schon längst oben den Zimmern. „Wow, sind diese Zimmer schön.“, sagte Lora, „ja.“, sagte auch Dani. „Du schläfst mit Dani und ich mit Papa, okay Lora?“ „Okay. Wenn´s sein muss.“, murmelte Lora. Nachdem sie Mittagessen waren, geht Lora mit ihrer Familie zusammen zum Strand. Nach einer halben Stunde hatten Martin, Dani und Virginia keine Lust mehr zum planschen, aber Lora hatte noch Lust. „Bitte! Noch ein paar Minuten!“, bettelte Lora ihre Eltern an. „Lora, ich weiß es hat dir spaß gemacht, im Wasser zu planschen, uns hat es ja auch spaß gemacht, aber irgendwann wird es auch wieder langweilig wie zum Beispiel jetzt. Also kommst du jetzt mit oder nicht?“, sagt Virginia, aber gerade als Lora antworten wollte, sagte Martin: „Oder wir lassen Lora hier und gehen hoch und außerdem ist Lora schon groß genug dafür und sie weiß auch wo unser Zimmer ist.“ „Äh, ich bleibe hier, ich komme dann zum Abendessen.“, entscheidet sich Lora. „Gut“, sagten beide Eltern wie aus einem Mund. „Okay, wir lassen Lora…“ „Ja, ja wir haben es verstanden Martin.“, sagte Virginia. Also gehen Martin, Dani und Virginia ins Hotel. Lora guckt noch einmal zu ihnen und dreht sich wieder um. Sie planschte im Wasser rum, bis sie ein…ein Hai sah. Erschrocken rannte sie zum Ufer. Ob es ein echter Hai war? Nein, es war kein echter Hai, zum Glück. Es war nur ein Junge, der nur oben aus Plastik eine Flosse hat die wie vom Hai aussieht. „Du hast mich ja erschreckt.“, sagte Lora zu dem Jungen. „Oh habe ich dich wirklich erschreckt? Cool. Äh ich meinte, Entschuldigung.“, sagte der Junge, „wer bist du?“ „Ich? Ich bin Lora.“, sagte Lora und fragte ihn, „und wer bist du?“ Da antwortete der Junge: „Ich bin Jonas. Wollen wir zusammen tauchen gehen?“ „Ja, ich würde gerne, aber ich habe keine Taucherbrille.“, sagte Lora.
„ Ach die gibt’s hier überall, nur für drei Dollar.“ sagt Jonas freundlich. Lora weiß was Dollar ist, Geld, also wie Euro. Als es Abendessen gab, hat Lora ihre Familie schnell gefunden, nämlich ihr Vater, also Martin, hat eine blaue Sonnenbrille und ein blaues T-Shirt an, das kann man sehr gut erkennen. Und sie wahren die ersten, die da wahren. Als sie sich dann an den Tisch setzte, sagte Lora: Ich habe einen Freund, er heißt Jonas!“, „Du hast einen Freund, der Jonas heißt?“, fragte Martin. „Ich dachte du magst keine Jungs.“ „ Ja, den mag ich halt.“, sagte Lora zu ihrem Vater. „Ach so“, sagt Martin mit vollem Mund. Dann erzählt sie wie sie sich getroffen und was sie gespielt haben. Danach fragte sie ihre Eltern ob sie eine Taucherbrille bekommt. Die Eltern überlegten kurz, dann sagte Virginia: „Okay, aber wir haben keine Doller Scheine.“ „Oh.“, sagte Lora traurig. „Es tut uns Leid“, sagt Virginia schuldig. Dann geht Lora zum Strand und da wartet auch schon Jonas auf sie. „Und“, fragte Jonas, „hast du eine gekriegt?“
„Nein, eigentlich hätte ich eine gekriegt, nur weil wir keine Doller Scheine haben!“, sagte Lora wütend und traurig. „Ach, ist doch egal“, sagte Jonas freundlich, „ich hab´ hier eine Taucherbrille für dich, falls du keine bekommen hast.“ „Oha“, sagte Lora überrascht. Jetzt hat Lora genau die gleiche Taucherbrille wie Jonas. „Wow das ist ja die beste Taucherbrille die ich je hatte!“, schrie sie volltönend. Das war wirklich die beste Taucherbrille die man je haben kann. Sie hatte einfach alles. So ging Lora mit ihrer neuen Taucherbrille und Jonas in den Strand. Sie tauchten, planschten und taten noch andere Dinge. Das ist viel schöner als alleine zu planschen, fand Lora. Dann sah Lora die zwei Mädchen die sie im Flughafen gesehen hatte.
Sie waren ganz blöde Angeber, sie gingen wie ein Topmodell. Sie schwammen gar nicht im Strand, sie legten sich nur in den Liegestuhl und genossen die Sonne. Auf einmal stehen sie auf und gehen auf Lora zu. Die eine sagte: „He guck mal, da ist ja das Mädchen vom Flughafen!“ „Ja.“, sagte die andere. „Die ist ja so blöd… und, und so komisch.“
„Hört sofort auf Lora zu ärgern!!!“, verteidigte Jonas Lora. „Ihr seit ja soo doof.“ „Äh, aha denkst du?“, sagten sie ganz komisch. „ Papi, komm sofort her.“ Da kam ein riesengroßer Mann. „Was ist denn, Daniella?“, fragte der Mann freundlich. Da sagte Daniella: „Diese beiden hier, die haben uns geärgert.“ „Aber…aber das stimmt doch gar nicht! Sie haben mich beleidigt.“, rief Lora laut. „Ist das wahr Daniella und Ariella?“, fragte der Vater von den beiden. „Nein, das stimmt nicht. Sie lügen, bitte glaub uns Papi!“, sagten Daniella und Ariella, mit einer ganz vertraulichen Stimme.
Jetzt schimpfte der Vater ganz laut. Dann gingen Lora und Jonas zu ihren Eltern, aber erzählten ihnen gar nichts davon. Inzwischen konnte Lora beide Zwillinge unterscheiden.
Daniella ist die mit den braunen Haaren und Ariella ist die mit den blonden Haaren.
Am Tag wo Jonas wieder nach Deutschland flog, spielten Lora und Jonas noch, bis Jonas gehen musste. Als Jonas mit seinen Eltern weg fuhr, winkte Lora ihm solange zu, bis er nicht mehr zu sehen war. Danach ging Lora und ihre Familie zum Strand und Lora baute große Sandburgen.
Da kamen die Zwillinge und sagten „Oh, die arme kleine Lora sitzt da und baut eine Sandburg. Na, ist dein geliebter Jonas weggeflogen? Jetzt bist du nicht mehr so mutig, ne!
Sie lachten und Lora sagte: „Hä, wo her wisst ihr unsere Namen?“ „Wir haben sie gehört.“ Dass sagten sie zuletzt und verschwanden. Am folgenden Tag fuhren Lora und ihre Familie nach Brasilia, dass ist die Hauptstadt von Brasilien. Als sie angekommen sind gingen sie in eine große Einkaufspassage, die Centro de Compras hieß. Auf Deutsch heißt das Einkaufszentrum, hatte Martin ihr erklärt, denn er konnte bisschen portugiesisch. In dieser Einkaufspassage sind sehr viele Leute. Lora und ihre Familie gingen in viele Läden.
Lora ging gerade aus und sang ein selbst gedichtetes Liedchen. Das ging so: Lalala, lalala. Hallo ich heiße Lo-ora und ich bin jetzt in Brasilia. Oleolea, oleolea, oh-oh-oleolea…
Sie wollte ihre Eltern etwas fragen, aber als sie hoch guckte, waren ihre Eltern nicht mehr da. Sogar Dani war nicht mehr da. Wo waren sie denn bloß? Lora schaute sich um. Sie waren nicht da, sie waren nirgends wo. Lora kullerten die Tränen in die Augen. Jetzt musste sie ein bisschen weinen. Auf einmal kamen ein Mädchen und ein Junge. Die sind ungefähr so groß wie Lora. Der Junge hatte goldene Haare und das Madchen blonde mit goldenen und braunen Strähnen. Lora guckte schnell weg. Das Mädchen tippte sie an und sagte: „Ola!“ „Was“, rutschte es Lora dann raus. „Ah, du sprichst Deutsch.“ Lora staunte und sagte dann: „Du kannst auch Deutsch!“ „Ja, weil mein Vater aus Deutschland kommt und meine Mutter aus England, aber dann sind wir nach Brasilien gezogen und außerdem haben ich und mein Bruder auch so ein bisschen brasilianische Namen. Übrigens, ich heiße Filipa und das ist mein Zwillingsbruder Filipe!“, sagte Filipa, „und du? Wie heißt du?“ „Ich heiße Lora.“, antwortete Lora, „ich finde meine Eltern nicht mehr.“ „Du arme“, sagten Filipa und Filipe. Auf einmal klingelte ein Handy. Das klingeln kam aus Filipas Hosentasche. „Oh, mein Handy.“, sagte Filipa, „Ola. Hallo Papa, ja, okay, zum Frederico, ja, okaydokay. Komm Filipe wir müssen zum Frederico.“ „Kann ich mit?“, fragte Lora. „Ach so, deine Eltern. Mhm.“ Filipa überlegte. Da sagte Filipe: „Du kannst mit uns kommen!“ „Ja“, schrie Lora vor Begeisterung. Also gingen Lora, Filipa und Filipe zu dem Vater von den Zwillingen. Als sie da waren sagte der Vater: „Hallo Kinder. Wen habt ihr denn da mitgebracht?“ „Das ist unsere neue Freundin, sie ist auch aus Deutschland.“, sagte Filipe. „Sie heißt Lora.“, sagte dann Filipa, „aber sie findet ihre Eltern nicht mehr.“ „Du armes Kind.“, sagte der Vater, „wir können sie ja suchen mit meiner Frau. Olivia, unsere Kinder haben eine neue Freundin gefunden, aber sie findet ihre Familie nicht mehr, komm wir gehen sie suchen.“ „Yes, Daniel, komme gleich.“, sagte eine Stimme aus einer der Umkleidekabinen. „Ich und Olivia haben uns in England getroffen, sie ist ja auch Engländerin. Dann sind wir hierher gezogen.“, erklärte der Vater von Filipa und Filipe Dann kam aus einer Umkleidekabine eine wunderschöne Frau mit goldenen Haaren und braunen Strähnen, die musste von den Zwillingen die Mutter sein. „Das ist Lora!“, erklärte der Vater. „Ah, hallo ich bin Filipe und Filipas Mutter Olivia Adams und das ist mein Mann Dennis Adams“, sagte Olivia, „ du kannst uns ruhig mit Vornamen nennen. Komm wir gehen deine Eltern jetzt suchen.“ Dann ging Lora und die Familie Adams Loras Familie suchen. Erst mal guckten sie sich um, doch niemand hat sie gefunden. Dann ist Dennis mit Lora und Filipa zu einem Polizist für den Markt gegangen. Dennis hatte zu dem Polizist ganz komische Wörter gesagt, von denen Lora gar keine verstand. Aber dann dachte sie: „Hauptsache ich finde meine Eltern wieder.“ Der Polizist sagte was zu Dennis und telefonierte dann. Inzwischen erklärte Dennis Lora, dass der Polizist einen anderen Polizisten anruft und er fragt, ob sich die Eltern schon bei ihm gemeldet haben. Dann legte der Polizist auf und sagte Dennis wieder was. Dann übersetzte es Dennis und sie gingen zu Polizeiwache. Dort standen Loras Eltern und Dani. Loras Mutter weinte ein bisschen vor Freude. Lora umarmte Martin, Virginia und legte ihren Arm um Dani. Martin und Virginia dankten den Eltern von den Zwillingen, dann gingen die zwei Familien in die Wohnung von den Adams. Die Kinder spielten oben im Kinderzimmer und die Erwachsenen plauderten. Das Hotel, wo Lora und ihre Familie übernachten, liegt 3 Straßen entfernt von Filipas Haus. Leider mussten Lora und ihre Familie wieder in das Hotel. Dort sind wieder die beiden zickigen Mädchen Daniella und Ariella. Sie beleidigten Lora ein paar Mal und gingen in ihr Zimmer. Lora ging auch in ihr Zimmer, weil es schon spät war. Am nächsten Tag kamen Filipa und Filipe zu Besuch. Ihre Eltern natürlich auch. Lora, Filipa, Filipe und Dani spielten am Strand. Sie planschten im Wasser und spritzten sich mit Wasser voll. Am Abend mussten Lora und ihre Familie wieder nach Deutschland. Die Adams kamen, um sich zu verabschieden. Und Filipa rief: „ Wir kommen euch mal besuchen.“ „ Wir auch.“, rief Lora zurück. Dann starteten sie. Als Lora wieder zu Hause war, mussten sie erst mal alle Koffer auspacken. Dann konnte Lora endlich wieder mit ihren Spielsachen spielen. Danach gab es Abendbrot und sie gingen schlafen. Als Lora am nächsten Tag aufwachte, dachte sie an Filipa und Filipe. Dann ging sie zu ihren Freundinnen Alex (wirklicher Name Alexandra), Sarah und Leonie.


 

 
Blinde Kuh
Kinder-Post
Zurück zur Startseite vom  Kids-E-Zine
Die Urheberrechte liegen bei dem Autor dieser Geschichte
Die Blinde Kuh
- Erste deutschsprachige Suchmaschine speziell für Kinder
www. blinde-kuh. de © 1997-2010 Birgit Bachmann und Stefan R. Müller