Es war ein kalter Sommernachmittag,
die Ferien würden in einer Woche enden. Laura ging die Straße entlang, dann bog sie in
eine winzige Gasse ein, sie ging den schmalen Weg entlang bis zum letzten Haus. Dann
kramte sie in ihrer Hosentasche und zog kurze Zeit später ihren Haustürschlüssel
heraus. Als Laura die Tür öffnete, dachte sie an die letzten
Wochen, wie langweilig die Ferien doch waren! Alle ihre Freundinnen und Freunde waren im
Urlaub: Kiki auf Mallorca, Franziska in Italien, Martina in England, Jan in Amerika und
Markus in Österreich. Nur dumme Ansichtskarten, auf denen der Spruch stand,
HALLO LAURA,
DAS WETTER IST SUPER, ICH HABE SCHON VIELE FREUNDE
GEFUNDEN UND DER POOL IST EIN TRAUM !
bekam sie. Nicht, dass Laura sich nicht freute, aber es war eben nichts gegen selber
Urlaub machen. Wie gerne hätte auch Laura Karten an Kiki, Franziska, Martina, Jan und
Markus geschrieben, aber dank Tina, ihrer kleinen Schwester, konnte sie das vergessen. Die
war nämlich einen Tag vor der Abreise nach Barcelona krank geworden. Das war nicht gerade
das, was sich Laura unter Ferien vorgestellt hatte! Nachdem Laura alle Ansichtskarten
gelesen, jeden Kinofilm, den sie ansehen durfte, gesehen hatte und in allen
Vergnügungsparks in der Nähe ihrer Stadt war, wusste sie nicht, was sie noch tun sollte,
bis eines Tages ein Brief für Laura im Briefkasten lag, auf dem stand:
LIEBE LAURA,
WIE GEHT ES DIR? MIR GEHT ES AUSGEZEICHNET,
NACH MEINEM FALLSCHIRMSPRUNG LETZTE WOCHE
FÜHLE ICH MICH SO FREI ! HAST DU NICHT LUST,
MICH IN DEN FERIEN ZU BESUCHEN? WENIGSTENS DIE
LETZTE FREIE WOCHE ! BITTE RUF MICH AN,
WENN DU MICH BESUCHEN WILLST, DEINE OMA
Natürlich wollte Laura ihre Oma besuchen, sofort fragte sie ihre Eltern, die dagegen
nichts einzuwenden hatten. Noch am selben Abend rief Laura ihre Großmutter, die lieber
Oma genannt wurde, an. Morgen würde sie im Zug nach Bern sitzen und einige Stunden
später ihre Oma sehen. Laura war so aufgeregt, dass sie gar nicht mehr an die Wut auf
Tina dachte. Alles war gepackt und morgen müsste Laura um 5.00 Uhr am Bahnhof stehen.
Hatte sie auch nichts vergessen? Nein, hatte sie nicht! Am nächsten morgen, es war
eigentlich noch Nacht, stand Laura extra früh auf, um ihren Zug nicht zu verpassen. Sie
zog ihr enges Top, von dem sie sicher war, dass Oma es sich ausborgen wollte, und ihre
pinke Schlaghose an. Sie sah einfach atemberaubend aus, doch dieser Look schien Mama und
Papa nicht zu gefallen! "Zieh dir sofort was Anständiges an!" fauchte Papa und
Mama fügte noch ein "Aber dalli !" hinzu. Laura war sich sicher, dass Oma es
toll gefunden hätte, doch mit diesen Spießer-Eltern war in punkto Klammotten nicht zu
reden. Egal, Hauptsache, Laura fuhr nach Bern, sonst war alles egal! Es war schon 4.30
Uhr, als Laura endlich am Bahnhof stand. In der einen Hand hielt sie den Koffer, in der
anderen ein Geschenk für Oma. Nachdem Laura sich von ihren Eltern verabschiedet hatte,
stand sie noch 15 Minuten auf dem Bahnsteig, als endlich der Zug kam.
Nach einigen Stunden Fahrt kam der Zug in Bern zum Stillstand. Oma stand am Bahnsteig
und umarmte Laura. In einem schnellen Ferrari fuhr Oma Laura zu sich nach Hause und Laura
wurde erst einmal von Omas Hund Charlie begrüßt. Nun endlich konnte Laura doch noch
Urlaubskarten schreiben und diese Urlaubsfahrt war bestimmt 1000 mal besser, als sich in
Barcelona zu langweilen. Denn Ferien bei Oma waren immer aufregend, aber das ist eine
andere Geschichte...
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Ich hoffe, dass diese Geschichte veröffentlicht wird, dann kann ich nämlich schon bald
den zweiten Teil schreiben. Ich heiße übrigens Lea, bin 12 Jahre alt und lebe in
Düsseldorf.
Ciao, deine Lea