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Ich schieße ... doch!
eine Buchbesprechung von Patricia (14) 

Hallo Birgit,
ich heiße Patricia und bin 14 Jahre alt. Ich fände es super, wenn Ihr meine Buchvorstellung veröffentlichen könntet.

Das Buch „Ich schieße... doch!“ Von Elisabeth Zöller handelt von dem Schüler Niko, der in der Schule gequält, erpresst und erniedrigt wird. Er verändert sich stark und wird schließlich zu einem Amokläufer, dessen Blutbad zum Glück verhindert werden kann.

Nikos Welt ist der reinste Horror. In der Schule wird er Tag für Tag von dreien seiner Mitschüler (Raphael, Kevin und Matthias) auf die extremste Weise gequält, erpresst und erniedrigt. Genau wie die restlichen der Mitschüler, die alle Angst haben, auch verprügelt zu werden, hat Niko nicht den Mut es jemandem zu erzählen. Aber als er sich endlich aufrafft, um es seiner Mutter zu erzählen, tut er es doch nicht, da sie durch ihre Entlassung genug Probleme hat. Zu seinem Vater, der nun in Berlin lebt hat er auch nur noch sehr wenig Kontakt und seinem älteren Bruder möchte er von all dem nichts anvertrauen, da er sich schämt, seinem „perfekten“ Bruder davon zu berichten. Auch seine jüngere Schwester, die noch, bis auf die Arbeitslosigkeit ihrer Mutter, sorglos durch die Welt läuft möchte er nicht belasten.

Irgendwann kommt schließlich alles zusammen: Die Quälereien der drei Jungen, die Probleme der Familie und die Lügerei, die durch die Ausreden, die unter anderem wegen der blauen Flecken und nicht mehr auffindbaren Gegenständen. Niko will sich umbringen! – Aber nicht allein, er plant einen Amoklauf. Alles scheint perfekt geplant, selbst eine Pistole konnte er sich besorgen,  aber sein Bruder ahnt eine solche Tat und kann so ein Blutbad verhindern.

Nachdem Niko keine Waffe mehr in der Hand hält, wird er verprügelt, sodass er ins Krankenhaus muss, dort kommt die Familie zusammen und alles wird besser für Niko: Seine Mutter nimmt nun endlich Hilfe für die Erziehung und Geldprobleme in Anspruch, sein Vater zieht in eine nahe gelegene Wohnung und er spürt nun endlich die Liebe seines Bruders, den er nie wirklich akzeptieren wollte.

Jetzt lebt Niko, hat mit Hannah und Matthias, einem seine ehemaligen „Peiniger“, der zu diesen Taten gezwungen wurde die Schule gewechselt und erkennt, dass andere auch Probleme haben können, einmal am Beispiel seines Bruders, dem es schlecht geht, da seine Freundin ihn verlassen hat und an Raphael, der sich im Gefängnis aufgrund vieler Quälereien andere Insassen erhängt hat.

Ich mag dieses Buch sehr, da es die Gründe und die Entwicklung einer solchen Tat beschreibt und dies hat Elisabeth Zöller nicht nur aus einer Perspektive getan. Sie schildert aus der Sicht Nikos, in Form eines Tagebuches und in Form einer Gerichtverhandlung, in der die anderen, am Geschehen beteiligten Personen verhört werden. Eine weitere Gute Seite an dem Buch ist, dass nicht nur die Entwicklung des Opfers, sondern auch die der Täter beschrieben wird und wie sie zu diesen Tätern geworden sind. Ich denke, dieses Buch sollte gelesen werden, um zu verstehen, warum sich Schüler/ Menschen zu einer solchen Tat entschließen und wie ein solcher Gedanke entsteht und sich festigt, bis es zur Ausführung kommt. Außerdem beweist Elisabeth Zöller mit „Ich schieße... doch!“, dass es jeden treffen kann, ein Opfer oder Täter zu werden, oder von der einen in die andere Rolle zu schlüpfen.  

 
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