Die Blinde Kuh - Suchmaschine für Kinder
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Der goldene Schlüssel

Eine Geschichte von Anne-Sophie

Zur Winterzeit, als gerade frisch Schnee auf die Erde gefallen war, musste ein armer Junge hinaus in den Wald gehen und mit dem Schlitten Holz holen. Als der das Holz zusammengesucht und aufgeladen hatte, wollte er sich ein kleines Feuer machen und sich etwas aufwärmen, weil es so bitter kalt war. Deshalb schaufelte er mit seinen Händen den Schnee weg und als auf dem Boden wühlte, sah er auf einmal etwas im Schnee glänzen.

Es war ein kleiner Goldener Schlüssel. Darüber freute sich der Junge sehr. Er dachte sich, wenn ich mitten im Wald einen so schönen Schlüssel gefunden habe, dann gibt es hier bestimmt auch ein passendes Schloss dazu. So grub der weiter in der Erde und fand schließlich ein kleines Kästchen. Oh, wenn der Schlüssel nur passt!, dachte er. Es sind bestimmt wundervolle Sachen in dem Kästchen. Er suchte, aber es war kein Schlüsselloch zu sehen. Endlich entdeckte er eins; es war so klein, dass er es zuerst nicht gesehen hatte. Er steckte den Schlüssel in das Loch und tatsächlich er passte. Dann drehte der Junge den Schlüssel langsam um ...

...und es knackte im Schloss. Der Junge hob den Deckel und staunte und sah Edelsteine. Sie funkelten und glitzerten. Der Junge nahm die Edelsteine in seine kleinen frierenden Hände. Sie waren ganz warm und als er alle Edelsteine rausgeholt hatte, um sich zu wärmen, sah er in dem Kästchen eine Tür und mit einem kleinen Schlüssel. Er hing an einem silbernen Bändel.

Der Junge steckte seine Finger in das Kästchen, um den Schlüssel rauszuholen. Seine Finger waren jedoch zu groß, um den Schlüssel zu fassen. Er nahm sich ein kleines verschneites Blatt zu Hilfe und versuchte es damit. Der Schlüssel rutschte in das Türschloss und die Tür ging auf. Der Junge wurde plötzlich ganz mini klein. Er ging auf die Tür zu und schlüpfte hindurch. Der kleine Junge sah eine Sonne, Wiesen und Felder. Er nahm sich einen Stock, um besser laufen zu können. Er pflückte Gräser von den Wiesen und entdeckte viele Edelsteine. Er pflückte einen Strauss Gräser für Mama und Papa. Er pflückte Weizen zum Mehl mahlen.

Der Junge sah drei Blumen. Er grub sie mit den Wurzeln aus. Vielleicht konnte er sie zuhause wieder einpflanzen. Er lief weiter und sah ein Schloss. Er ging zum Schloss hin und als er die Tür betrat, sah er wie das Schloss mit ihm verschwand. Sie wurden durchgewirbelt und auf einmal war der Junge mit Schloss und Strauß wieder zuhause. Er rief nach seinen Eltern. Sie kamen ganz schnell. Der Junge hielt ihnen den Strauß hin. Sie freuten sich über die Edelsteine und dann sahen sie das Schloss. Sie holten ihre alten Sachen und lebten für immer in diesem Schloss. Und der Junge erzählte seinen Eltern die ganze Geschichte, wie es dazu gekommen war.

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