Elfina und das Bergschloss
Eine Geschichte von Martina
(10)
Es war einmal ein kleines
Königreich. Königreich Alpenberg. In diesem Königreich leben
Feen. Eine dieser Feen ist die kleine Elfina. Elfinas
Lieblingsfarbe ist knalliges Pink. So sehen auch Elfinas Flügel
aus.
„Elfina!“, schrie ihre Mutter, „Essen kommen!“ „Ja Mama, ich
komme!“, stöhnte Elfina und ging nach unten in die Küche. Dort
saß ihre ganze Familie,
David, ihr großer Bruder, Lassie, ihre kleine Schwester, Paolo,
ihr Vater und ihre Mutter Sinai, schon am Esstisch und aßen
Frühstück. „Guten Morgen meine Feenmaus!“,
sagte Paolo, während er ein Stück Toast mit Butter aß. „ Guten
Morgen Dad“, antwortete Elfina. Sie setzte sich an den
Küchentisch und schmierte sich gemütlich ein Brot mit Butter und
Marmelade.
Nach dem Frühstück ging ihr Vater in die Feenwerkstatt, um dort
zu arbeiten. Ihre Mutter blieb zuhause.
Elfina ging nach draußen zum Spielplatz, wo ihre Freunde schon
warteten. „Hi, Elfi. Ich muss dir das Neuste erzählen.“, rief
Ronni ihr zu, während sie schaukelte. Darauf fragte Elfina: „Was
denn? Erzähl!“
„Schwörst du es keiner Fee zu sagen?“, vergewisserte sich Ronni.
Ungeduldig antwortete Elfina: „Ja, ja, ich schwöre und jetzt
spann mich nicht auf die Folter. Erzähl!“ Nach einer Minute fing Ronni endlich an zu erzählen: „Du erinnerst dich doch sicher
noch an die Legende von dem Einhorn, das auf dem Bergschloss
leben soll, oder? Naja, wie auch immer.... Gestern Nacht gab es
einen hell leuchtenden Blitz und nun sagt man sich, dass dieses
Einhorn gestern Nacht ein Fohlen bekommen hat und selber
gestorben ist.“ „Wirklich?“, fragte Elfina erstaunt, „Das
müssen wir uns angucken, unbedingt!“ Endlich kam auch Mirabell
zu Wort: „Das geht nicht, auf gar keinen Fall gehen wir zum
alten Bergschloss. Wisst ihr nicht, dass dort die Wichtel
wohnen? Das ist viel zu gefährlich. Ich mache das nie und
nimmer!“ „Wenn du nicht willst gehen wir halt allein“, sagte
Ronnie. „Ok,ok. Überredet. Ich komme ja mit.“ Also holten sie
sich Taschenlampen und Essensvorräte gegen den Hunger. Sie
sagten ihren Eltern, dass sie im Park zelten wollten. Dann ging
es los. Als erstes mussten sie zur Brücke der Riesen. Dort stand
ein alter Mann, der sagte: „Hier kommt ihr nicht durch, außer
ihr löst eines meiner Rätsel. Wenn ihr es nicht schafft, seid
ihr für 7 Jahre meine Diener. Und wenn ihr es schafft, dann lass
ich euch durch.“ Sie drehten sich um, lehnten Kopf gegen Kopf
und berieten sich. Mirabell meinte: „So, jetzt können wir nicht
weiter.“ Sie wusste es zwar nicht, aber Ronni und Elfina
konnten sich denken, dass Mirabell sich freute, dass der Mann
dort stand. Sie berieten und berieten, bis es Ronni zu viel
wurde und sie sagte: „So, mir ist es egal, ob ihr wollt oder
nicht, wir lösen jetzt das Rätsel.“ „Aber.....“, weiter kam Mirabell nicht, denn Ronni unterbrach sie mit einem energischen
„Bab“. Dann drehten sie sich um und sprachen im Chor: „Sag uns
das Rätsel alter Mann.“ Daraufhin fragte der: „Wollt ihr das
wirklich? Denkt daran was geschieht, wenn ihr das Rätsel nicht
löst...“ Jetzt wurde auch Ronni skeptisch und sie antwortete mit
einem zögernden: „Ja“. Da begann der Mann mit dem Rätsel: „Eine
Maus hat 4 Beine. Wenn ihr 4-2 rechnet, und das Ergebnis mal 8
nehmt, und dann wieder 2 subtrahiert, habt ihr das Doppelte von
7. Wie lautet das Ergebnis?“ Das war ein leichtes Rätsel, wohl
eher eine Matheaufgabe. Ohne zu zögern antwortete Elfina: „Das
Ergebnis lautet 14.“ „Das ist richtig! “,der Mann war sprachlos.
Aber weil er ein fairer Mitspieler war, ließ er sie hindurch.
Sie fielen einander kurz nachdem sie an dem Mann vorbei waren in
die Arme. „Nun müssen wir durch den Wald der Finsternis.“,
meinte Elfina. Sie waren mitten im Wald, und mittlerweile fing
es schon an zu dämmern und sie wurden immer müder und müder. Bis
sie sich schließlich gegen einen dicken Baumstamm lehnten und
einschliefen.
Am nächsten Morgen wachten sie mit einem großen Hunger auf. Sie
fingen Fische und machten sich ein kleines Feuer, an dem sie
grillten. Nachdem der Hunger gestillt war, liefen sie weiter.
Sie hatten heute keine Angst mehr vor dem Wald, denn jetzt war
es heller geworden, wenn auch nicht ganz, denn die Bäume
verdeckten einen Teil des Lichtes. Als sie endlich durch den
Wald hindurch waren, mussten sie noch ein kleines Stück laufen,
bevor sie beim Bergschloss waren. Auf dem Weg dorthin
unterhielten sie sich und lachten eine ganze Menge. Dann standen
sie vor dem Tor, das den Weg zum Eingang des Schlosses
versperrte. Dass Schloss des Tores war zu, doch das machte Ronni
nichts aus, denn sie zückte eine Haarspange hervor und öffnete
das Schloss damit. Dann schrien sie, ja, sie schrien vor Freude.
Doch die Freude war bald vorbei. Denn schnell bemerkten die
Wichtel, dass ungebetene Gäste da waren. Sofort erklang eine
Alarmanlage und alle Wichtel flogen auf sie zu. Nun mussten sie
kämpfen. Jeder nahm sich 10 Wichtel vor. Ronni wurde auf einmal
von hinten angegriffen, doch zum Glück hatte Elfina das bemerkt
und trat den Wichtel weg. Nun wurde Elfina von 2 Wichteln
angegriffen. Doch sie kämpfte, nicht nur sie, sondern auch die
anderen beiden kämpften. Sie kämpften alle um ihr Leben. Sie
kämpften, traten, sie boxten und schlugen bis schließlich alle
Wichtel am Boden lagen. Nach dem Kampf umarmten sie sich.
Plötzlich waren alle Sorgen weg. Jetzt gingen sie ins Schloss,
und dann in den Garten. Da lagen das tote Einhorn und sein
Fohlen. Sie konnten es nicht glauben, alle drei waren den
Tränen nah. Sie streichelten das Fohlen und legten sich zu ihm. Ronni gab dem Einhornbaby einen Namen, sie nannte es Elmarie.
Sie nahmen es mit auf den Heimweg. Elfina zog es auf, und jeden
Tag kamen Ronni und Mirabell um zu sehen, wie es ihrer Elmarie
ging.
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute. |
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