Die Blinde Kuh - Suchmaschine für Kinder
Die Suchmaschine für Kinder - ©1997 Birgit Bachmann und Stefan R. Müller
Kinder im Internet schreiben Geschichten für andere Kinder
Blinde Kuh
Kinder-Post
Zurück zur Startseite vom  Kids-E-Zine
 

Die Hütte am See

Eine Geschichte von Rafael

Hallo
Ich dachte mir ich versuch euch mal wieder Geschichten zu schicken in der Hoffnung, ihr könnt sie brauchen.
Name: Rafael 
Was ich gerne mache: Geschichten schreiben, Filmen, in die Schule gehen und natürlich noch mehr
Was ich nicht mag: Für Dinge beschuldigt zu werden für die man keine Schuld trägt

Die Sonne schien und Marvin spielte im Garten. Es waren gerade Ferien und alle seine Freunde waren in den Urlaub gefahren. So war Marvin lange alleine. Er beschäftigte sich damit, das herumliegende Holz zu stapeln. Plötzlich sprang unter dem Holzstapel ein Frosch hervor. Schnell, dacht Marvin, den muss ich fangen. Er nahm sich einen Blumentopf und versuchte ihn über den Frosch zu setzen. Aber immer, wenn er ihn fast hatte, sprang der Frosch weiter. Schließlich sprang er hinaus auf die Straße. 

Marvin durfte eigentlich nicht soweit, aber er wollte den Frosch fangen. Der Frosch sprang immer weiter die Böschung hinunter zum See. Dorthin durfte Marvin erst recht nicht. Als beide auf dem Steg waren hätte er ihn fast gehabt. Dann sprang der Frosch ins Wasser. Marvin kniete sich hin und blickte hinunter auf das Wasser. Der Frosch tauchte nicht mehr auf. Dafür sah er etwas im Wasser glänzen. Er beugte sich vor um danach zu greifen. Er verlor das Gleichgewicht und fiel ins Wasser. 

Immer tiefe sank er. Irgendwann berührten seine Füße den Grund. Nie hätte Marvin gedacht, dass er unter Wasser atmen könnte. Jetzt aber konnte er in aller Ruhe den Seeboden erkunden. Vom Frosch war weit und breit nichts zu sehen. Marvin lief durch einen Wald von langen Wasserpflanzen. Zwischen ihnen versteckten sich kleine Fische. Hinter jeder Ecke entdeckte er etwas neues. Ab und zu kreuzte ein Schwarm bunter Fische seinen Weg. Immer tiefer und weiter geriet er in den Seewald. Schließlich wurde es dunkel. 

Die Sonne war untergegangen. Seine Eltern würden sich große Sorgen machen. Endlich merkte Marvin das er sich verlaufen hatte. Es war so dunkel geworden, dass er den Weg zurück wohl nicht mehr finden konnte. Dann hörte der Pflanzenwald plötzlich auf. Marvin konnte eine kleine Hütte aus Steinen erkennen. Durch die Fenster schwamm ein langer Aal und verschwand im Wald. Marvin ging hinein. An der Decke erleuchteten kleine Seesterne den Raum. In der Mitte war ein runter Tisch mit Stühlen und in der Ecke ein kleines Bett. Niemand war da. Sicher, so dachte Marvin, wohnt hier schon lang keiner mehr und es stört nicht, wenn ich hier bleibe. Erschöpft von der langen Wanderung durch den Seewald legte er sich in das Bett und deckte sich mit dem alten Leinen zu. Über seinem Kopf blickten die Seesterne. Langsam schlief Marvin ein.

Am nächsten Morgen wurde er von der Sonne geweckt, die Schatten von der Oberfläche auf den Grund warf. Marvin stand von seinem Bett auf und ging zu Tür hinaus. Morgens sah hier alles ganz anders aus, als er es in Erinnerung hatte. Um die Hütte herum wuchs Seegras mit kleinen weißen Blüten. Marvin knurrte der Magen. Schon lange hatte er nichts mehr gegessen. Hinter der Hütte fand er zu Glück einen kleinen und verwilderten Garten. Die Seegurken, die hier wuchsen, schmeckten zwar nicht besonders, aber sie machten satt. Jetzt war er bereit sich auf den Rückweg zu machen. 

Aber aus welcher Richtung war er gekommen? Verzweifelt versuchte er sich darin zu erinnern. Aber es fiel ihm nichts ein. Da setzte er sich auf einen Stein und weinte. Schnell schwammen die Fische davon. Neugierig kam ein kleines Männchen aus dem Seewald näher. Marvin sah ihn erst, als er direkt vor ihm stand. Er erschrak und sprang auf. Noch nie hatte er eine solche Kreatur gesehen. Er hatte grüne Haut und war noch kleiner als Marvin. 

„Warum weinst du?“ fragt ihn das Männchen. „Ich weiß nicht mehr aus welcher Richtung ich gestern gekommen bin.“ Der Wicht schaute ihn komisch an. „Bist du nicht der Junge, der gestern versucht hat mich zu fangen?“ Jetzt schaute auch Marvin verdutzt. War er der Frosch, den er gestern versucht hatte zu fangen. „Warum hast du das gemacht?“, fragte ihn der Froschmann. „Ich war so alleine und wollte jemanden zu spielen. Kannst du mir den Weg zurück zeigen?“ Der Froschmann schaute ihn von allen Seiten an. Dann verzieh er Marvin.

Der Froschmann und Marvin liefen durch den Seewald. Überall sahen sie Fische und kleine Seepferde begleiteten sie. Die Oberfläche kam immer näher und Marvin wusste, dass sie bald da sein würden. Jetzt konnte der den Steg sehen, von dem er gefallen war. Er dankte dem Forschmann noch einmal. Dann ging er das letzte Stück zum Ufer. Pitsch Nass stand er jetzt wieder am Steg. Seinen Eltern musste er viel erklären. Sicher hatten sie sich Sorgen gemacht. Und so nass wie er war, ging er hinauf zum Haus.

 
Blinde Kuh
Kinder-Post
Zurück zur Startseite vom  Kids-E-Zine
Die Urheberrechte liegen bei dem Autor dieser Geschichte
Die Blinde Kuh
- Erste deutschsprachige Suchmaschine speziell für Kinder
www.blinde-kuh.de © 1997-2005 Birgit Bachmann und Stefan R. Müller