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Blinde Kuh
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Der Dichter

eine Geschichte von Fatime (fast 14)

Der Dichter saß auf seinem Stuhl...
"Was soll ich nur schreiben? Mir fällt nichts ein, ich armer Dichter, ich sitze hier und bleibe hier, doch einfallen, das tut mir nichts, ich armer Dichter von kleinem Stamm..."
...kam doch etwas daher...es flog mit Flügeln, so weiß wie Schnee, so schön wie ein Schwan, so weich wie Watte! Es kam auf den Dichter zugeflogen, mit einer solchen Leichtigkeit, als hätte es einen Ballon geschluckt.

Jetzt konnte der Dichter, Poeta, endlich erkennen was es war: "Oh, welch ein Wesen begegnet mir? Das Antlitz leuchtet in Weiß wie Schnee! Die Backen, oh diese Backen, sie leuchten roter als jeder Apfel! Und ihre Augen, sie sind so grün, wie ein wunderschöner Waldsee! Oh, welch eine Gestalt, oh, welch ein Licht, wer bist du, du fromme Gestalt des Lichts, damit ich dich beim Namen preisen kann, oh du Liebliche?" 

Die Gestalt war gerührt, und dankte herzlich: "Ich danke dir, Poeta, du Dichter der Dichter! Ich bin deine Muse, deine Muse, Poeta, und ich heiße so wie du! Ich kam, um dich zu erleuchten, um dir den Glanz deines Daseins zu geben, um dir deine Dichterkraft zu zeigen, und um dich zu ehren, oh Poeta, oh du Dichter meines Herzens!" 

Poeta war außer sich und starrte die Muse mit weit geöffneten Augen an. Es dauerte einige Zeit, bis er zu sich kam. "Oh, du Wesen, oh du Licht! Wie kannst du mich ehren, da du doch viel besser bist? Wie kann es nur sein, dass eine solche Gestalt, eine solche Muse, ihr Auge auf einen kleinen Menschen gerichtet hat? Oh, sag es, oh, sage es mir, du Schöne, du Wunderbare!" 

Ein kleines Kichern machte sich bemerkbar. "Du Tor, du Kleiner, du bist der beste Dichter dieser Welt, oh du Kleiner, Unwissender! Aber psst, denn mache weiter so, der Trank des Hochmutes, der könnte dir deine Augen verschließen, und somit dein Herz, also lass es nicht daran fehlen, ich rate es dir!", meinte die Muse mit leicht strengem Blick. 

"Ich mache alles was du sagst, oh Fee, oh du Liebliche, oh du Weise, oh du Reine!"
"Gut, mein lieber kleiner Menschenfreund, es ist Zeit, Zeit zu gehen, denn deine Erleuchtung sollte geschrieben werden, mit der Tinte der Seele auf das Blatt der Muse!", antwortete sie.

Mit einem leisen Hauch entfernte sie sich, so elegant und geschmeidig, wie eine Muse es machen sollte. Poeta zögerte nicht, er nahm sofort Tinte und ein Blatt, und schrieb folgendes Gedicht, in Gedenken an die kleine, aber liebliche Muse:

Oh Muse, oh du Liebliche,
du schöne, du Wunderbare!
Ich wartete so lange,
und suchte so lange.
Doch nicht ich war es, der dich fand, nein,
du warst es, nur du, du Liebliche!
Wäre doch nur noch ein kleiner Hauch von dir in der Luft,
du, die du die Dichter betörst, wie das Licht die Motten!
Bitte bleibe noch, bitte verlass mich nicht...

 

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